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Erster Heimsieg für RB Leipzig - Keine Chance für Paderborn

Dritter Tabellenplatz Erster Heimsieg für RB Leipzig - Keine Chance für Paderborn

Im dritten Anlauf hat es endlich geklappt: Mit einer überzeugenden Vorstellung holte RB Leipzig am Freitagabend die ersten drei Punkte der Saison vor heimischem Publikum. Auch eine disziplinarische Strafe für Ilsanker konnte die Stimmung nicht trüben.

Marcel Sabitzer nach dem Führungstreffer.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Der Anschluss an die Tabellenspitze ist wieder hergestellt: Mit dem 2:0 (2:0)-Erfolg gegen den SC Paderborn klettert RB Leipzig zu Beginn des sechsten Spieltags auf den dritten Rang. Vor allem in der ersten Halbzeit begeisterte der Aufstiegsaspirant die 25.394 Zuschauer, darunter 650 eingeladene Flüchtlinge, mit schönem Kombinationsfußball. Die zwei Tore fielen allerdings nach Standardsituationen. „Der Sieg war sehr wichtig, damit wir oben dran bleiben“, sagte ein erleichterter Diego Demme.
 
Nach ihren Länderspieleinsätzen standen bei RB drei der sieben Nationalspieler nicht in der Startelf. Bei Zsolt Kalmar war das nicht verwunderlich, Davie Selke saß das erste Mal auf der Bank. Für große Aufregung sorgte Stefan Ilsanker: Der Österreicher hatte am Mittwoch nach der Feier zur geschafften EM-Qualifikation den Rückflug von Stockholm nach Leipzig und damit das Training verpasst.
 
Interne Sperre für Ilsanker
 
Trainer Rangnick fand das gar nicht lustig und warf den Defensivspieler aus disziplinarischen Gründen für eine Partie aus dem Kader. Direkt vor dem Spiel äußerte er sich zu dem Vorfall: „Der Flieger ist sehr früh am Morgen gegangen. Ich habe einfach den Wecker nicht gehört, das Handy war ausgeschaltet», erklärte Ilsanker, dem das sichtlich peinlich war. „Mir wäre das auch peinlich. Aber er hat Courage gezeigt, indem er sich den Journalisten gestellt hat“ sagte Rangnick.

RB Leipzig hat am Freitagabend im Heimspiel gegen den SC Paderborn gewonnen.

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Seine Mitspieler zeigten auch ohne ihn eine passable Leistung. Die erste Großchance hatte Kapitän Dominik Kaiser in der 12. Minute per Freistoß, doch SCP-Keeper Kruse lenkte den Ball noch über die Latte. Zumindest Marcel Sabitzer schien nach der österreichischen EM-Quali fit zu sein, zeigte immer wieder Präsenz, spielte traumhafte Pässe. „Er hat gezeigt, dass man feiern und trotzdem gut spielen kann“, sagte Rangnick.
 
Zwei Standards zwei Tore
 
Die Führung für Leipzig hatte etwas von einem Ping-Pong-Spiel: Nach einer Ecke von Neuzugang Marcel Halstenberg, der erstmals für die Sachsen auflief, lenkte Poulsen den Ball wohl eher zufällig zu Sabitzer weiter, der aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste. Auch das 2:0 fiel dank eines Standards: Emil Forsberg zog nach einem Freistoßstrick direkt ab und knallte den Ball unhaltbar links oben unter die Latte.
 
Sabitzer wurde immer bissiger, hatte nach einem Paderborner Fehlpass kurze Zeit später das 3:0 auf dem Fuß, aber Kruse reagierte stark und verhinderte die Vorentscheidung. Der Österreicher wirkte nun völlig entfesselt, setzte einen strammen Flachschuss in der 34. Minute knapp links am Tor vorbei.
 
Viele Chancen, kein weiterer Treffer
 
Der Ball lief jetzt in den Leipziger Reihen fast wie von selbst – immer wieder kombinierte sich der Gastgeber nach Belieben in den Paderborner Strafraum. Das Team von Trainer Markus Gellhaus brachte in der ersten Halbzeit hingegen keine richtige Chance zustande.
 
Der für Poulsen eingewechselte Nils Quaschner hätte den Deckel in der zweiten Hälfte drauf machen können, traf aber nach feiner Vorarbeit von Forsberg mit der Hacke nur den Pfosten. Nach einem Halstenberg-Freistoß brannte im Gäste-Strafraum abermals die Luft, doch das 3:0 wollte einfach nicht fallen, auch weil Kruse noch mehrfach mit überragenden Paraden zur Stelle war.
 
Paderborn erzielte zwar in der 77. Minute einen Treffer, doch der eingewechselte Saglik hatte seinen Gegenspieler vorher gehalten, das Tor zählte nicht. Es blieb beim 2:0, der Bundesliga-Absteiger kassierte seine vierte Niederlage in Folge. „Wir haben nicht unverdient verloren. Aber von der Einstellung her kann ich meinem Team keinen Vorwurf machen“, sagt Coach Gellhaus.
 
Statistik:

RB Leipzig: Coltorti – Teigl, Klostermann, Orban, Halstenberg – Demme, Kaiser (C) – Forsberg (85. Jung), Sabitzer, Bruno (78. Khedira) – Poulsen (62. Quaschner)

SC Paderborn: Kruse – Ndjeng, Wahl, Hoheneder, Hartherz – Kirch, Schonlau ( 75. Saglik) – Koc, Bickel (62. Stoppelkamp), Stöger – Proschwitz

Tore: 1:0 Sabitzer (18.), 2:0 Forsberg (28.)

Zuschauer: 25.394

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