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Frahn trifft gegen RB Leipzig – Unentschieden in Heidenheim

Ex-Kapitän verwandelt Elfmeter Frahn trifft gegen RB Leipzig – Unentschieden in Heidenheim

Ausgerechnet Frahn: Über Jahre war er der Fußballheld von RB Leipzig – nun trifft er gegen seinen Ex-Verein. Am Freitagabend erzielte er den Ausgleich für den 1. FC Heidenheim beim 1:1-Unentschieden gegen die Roten Bullen.

Frahn bezwing Coltorti: RB Leipzig und Heidenheim trennten sich 1:1.

Quelle: dpa

Heidenheim/Leipzig. Mit ihrem neuen Verein haben die beiden früheren Spieler von RB Leipzig, Daniel Frahn und Sebastian Heidinger, ihrem Ex-Club ein Unentschieden abgetrotzt. Obwohl die Gäste aus Sachsen spielerisch überlegen waren, reichte es am Freitagabend gegen den 1. FC Heidenheim nur zu einem 1:1 (0:1). Den Ausgleich erzielte ausgerechnet der langjährige Kapitän der Roten Bullen.

Heidenheim präsentierte sich vor 12.486 Zuschauern von Beginn an als bissiger Gastgeber. Die Schwaben attackierten früh und zeigten, dass sie vor der Partie nicht zu Unrecht auf Rang fünf der Tabelle standen – direkt hinter RB. Doch der Aufstiegsfavorit aus Leipzig fand schnell selbst ins Spiel.

Ausgerechnet Frahn: Über Jahre war er der Fußballheld von RB Leipzig – nun trifft er gegen seinen Ex-Verein. Am Freitagabend (18.09.2015) erzielte er den Ausgleich für den 1. FC Heidenheim beim 1:1-Unentschieden gegen die Roten Bullen. Fotos: dpa

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In der 9. Minute die erste große Chance für die Gäste: Ein sehenswert herausgespielter Angriff fand seine letzte Station bei Marcel Sabitzer, dem der Ball jedoch über den Fuß rutschte. In der Folge rissen die Rasenballer die Begegnung immer mehr an sich, erarbeiteten sich mehrfach hochkarätige Möglichkeiten: So tauchte Davie Selke unbehelligt im Strafraum auf, sein Schuss ging aber deutlich über das Tor (11. Minute). Kurz darauf kamen die Leipziger erneut über die linke Seite, Selke stieg zum Kopfball – Heidenheims Torwart Jan Zimmermann rettete in höchster Not. Ein Fernschuss von Emil Forsberg verfehlte den Kasten nur knapp (27.).

Leipzig war spielbestimmend, doch Heidenheim blieb kämpferisch. So entwickelte sich eine muntere Partie, in der der Ball auf beiden Seiten flüssig lief. Für die Gastgeber kam Ex-RB-Kapitän Daniel Frahn immer wieder gefährlich vor das Tor – zunächst ohne Erfolg. Zählbares sprang schließlich aber für die Roten Bullen heraus. Nach einer Traumkombination landete der letzte Pass von Sabitzer bei Marcel Halstenberg. Der Linksverteidiger zog ab und erzielte sein bereits drittes Saisontor (36.).

Vor der Pause wurde es noch einmal spannend: Dominik Kaiser zimmerte das Leder an den Pfosten. Auf der anderen Seite hatte sein Kapitansvorgänger unmittelbar danach den Ausgleich auf dem Fuß, doch Frahn wurde im letzten Moment gestört. Somit ging ist mit einer 1:0-Führung für Leipzig in die Kabinen.

Schnatterer bietet Frahn Elfmeter an

Nach dem Wechsel waren die Gäste weiter das dominierende Team. Heidenheim kam zunächst nicht zu echten Möglichkeiten. Nachdem den Schwaben in der 49. Minute ein Elfmeter versagt blieb, zeigte Schiedsrichter Guido Winkmann wenig später doch auf den Punkt. Leipzigs Willi Orban hatte die Notbremse gezogen und Robert Leipertz im Sechzehner zu Fall gebracht. Orban sah Gelb und Frahn schnappte sich den Ball. „Da muss ich mich bei Marc Schnatterer bedanken, der eigentlich unser Elfmeterschütze ist“, sagte der Stürmer. „Er hat mich sofort nach dem Pfiff angeschaut und gefragt, ob ich schießen möchte.“

Frahn, der jahrelang die Leipziger Fans in Verzückung versetzte, schenkte seinem Ex-Club nichts und verwandelte den Strafstoß (62.). Keeper Fabio Coltorti kam fast noch an den Ball, konnte den Ausgleich aber nicht verhindern.

Rangnick ärgert sich über Schiri-Entscheidung

Bis zum Abpfiff machte RB Druck, erspielte sich weitere Chancen. Ein weiterer Treffer gelang der Elf von Trainer Ralf Rangnick aber nicht. „Wir sind zutiefst enttäuscht über dieses Ergebnis“, sagte der Coach anschließend. „Wenn man ein Spiel 75 Minuten lang so dominiert, wie wir das heute getan haben, können wir mit diesem Ergebnis natürlich nur schwer leben.“

Rangnick ärgerte sich auch über eine Entscheidung der Unparteiischen kurz vor Abpfiff. Der Schiedsrichter hatte zunächst einen Elfmeter für Leipzig gegeben, der Linienrichter legte aber Veto ein. „Wenn es jemanden gab, der diese Szene überhaupt nicht sehen und beurteilen konnte, dann war es der Linienrichter“, zweifelt der RB-Trainer das Urteil ein.

Die Leipziger stehen nun vorerst weiter auf Platz vier der Tabelle, Heidenheim reiht sich punktgleich einen Rang dahinter ein. Mit einem Sieg gegen St. Pauli kann Eintracht Braunschweig am Sonntag an beiden vorbeiziehen.

Statistik

1. FC Heidenheim: Zimmermann – Heidinger, Kraus, Wittek, Feick – Theuerkauf, Griesbeck, Titsch-Rivero (46. Leipertz) – Schnatterer (90.+1 Göhlert) – Morabit, Frahn (76. Grimaldi)

RB Leipzig: Coltorti – Klostermann, Ilsanker, Orban, Halstenberg – Demme, Kaiser – Bruno (73. Kalmár), Sabitzer (76. Poulsen), Forsberg – Selke (82. Quaschner)

Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)

Tore: 0:1 Halstenberg (36.), 1:1 Frahn (62., Foulelfmeter)

Zuschauer: 12.486 in der Voith-Arena

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