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Heimfestung verteidigt: RB Leipzig gewinnt Spitzenspiel mit einem Mann mehr

Keeper raus, Unterzahl, Eigentor Heimfestung verteidigt: RB Leipzig gewinnt Spitzenspiel mit einem Mann mehr

RB Leipzig sorgt auch im neuen Jahr in der Bundesliga für Furore. Mit zwei Treffern nach Standards sowie einem Eigentor von Eintracht Frankfurt holt das Hasenhüttl-Team einen deutlichen Sieg. Dabei spielt der Gastgeber fast 90 Minuten in Überzahl.

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Marvin Compper bei seinem Tor zum frühen 1:0 gegen Eintracht Frankfurt

Quelle: dpa

Leipzig. Aufsteiger RB Leipzig bleibt in der Bundesliga vor den eigenen Fans eine Macht. Im achten Heimspiel der Saison holte das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl gegen Eintracht Frankfurt mit dem 3:0 (2:0)-Erfolg den siebenten Sieg. Die Treffer im Spitzenspiel am Samstagabend erzielen Marvin Compper und Timo Werner, sowie der Frankfurter Jesus Vallejo (Eigentor). Zum Abschluss der Hinrunde haben die Roten Bullen bereits einen Vorsprung von acht Punkten auf den Tabellendritten TSG Hoffenheim – der nächste Kontrahent der Leipziger am kommenden Wochenende. „Es war wichtig für uns, nach der Winterpause so zu starten, gegen einen direkten Konkurrenten. Wir waren laufstark und mit dem Ball sehr sicher“, freut sich der RB-Coach.

Mit einer frühen roten Karte für den Frankfurter Schlussmann, zwei Treffern nach Standardsituationen durch die roten Bullen und noch eine Eigentor der Eintracht: Die Gäste hatten am Samstag gegen RB Leipzig keine Chance. (Bilder: dpa)

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Naby Keita ist fit und beginnt für den rotgesperrten Emil Forsberg gemeinsam mit Marcel Sabitzer hinter den beiden Spitzen. Überraschendes gibt es in der Aufstellung ansonsten nicht. Dafür ist der Start umso kurioser: Bereits in der dritten Minute muss Eintrachts Keeper mit einer Roten Karte im Gepäck den Rasen verlassen. Lukas Hradecky hat einen kompletten Aussetzer, hält den Ball außerhalb des Strafraums mit beiden Händen fest. Der Finne ist nach der Partie aber schon wieder gut gelaunt: „Ich habe mich bei der Mannschaft entschuldigt. Die Aktion hat doof ausgesehen. Wenn ich jetzt noch mal überlegen könnte, hätte ich den Ball rollen lassen.“
 
Sein Trainer Niko Kovac sagt zu der Aktion: „Das war spielentscheidend. Wir haben dann über 90 Minuten keine Chance gehabt“. Den daraus resultierenden Freistoß von Marcel Halstenberg pariert der neu eingewechselte Frankfurter Torhüter Heinz Lindner, doch Compper schiebt den Abpraller zur 1:0 Führung ein. „Viele hatten sich auf ein Elf gegen Elf gefreut. Das wäre heute mit den beiden Mannschaften richtig spannend gewesen“, ärgert sich Sportvorstand Fredi Bobic.
 
Nur drei Minuten später hat Poulsen nach schöner Eingabe von Sabitzer den nächsten Treffer auf dem Fuß, findet aber seinen Meister in Eintracht-Keeper Lindner. Die Leipziger nutzen den Platz, der sich durch die Überzahl ergibt. Immer wieder laufen Konter über die Außenbahnen. Werner scheitert in ähnlicher Manier wie kurz zuvor Poulsen. „Es ist nicht selbstverständlich, dass man so ein Spiel macht, trotz einem Mann mehr“, sagt Hasenhüttl.
 
Rebic zweimal gefährlich
 
Die Frankfurt-Fans sind nach dem Schock zu Beginn ruhiger geworden. Bei den Leipziger Anhängern herrscht hingegen ausgelassene Stimmung. Im ersten Heimspiel nach der Bekundung von RB, das Stadion zu kaufen und auch künftig in der Innenstadt zu bleiben, hängt ein Banner vor dem B-Block mit der Aufschrift „Im Herzen der Stadt die Fahne gehisst, weil hier unsere Heimat ist.“
 
Bei der Eintracht darf Ex-RB-Stürmer Ante Rebic ran, weil einige Stammspieler verletzt sind. Nach 25 Minuten beeindruckt der Kroate mit einem Solo, lässt gleich drei Leipziger Abwehrspieler stehen, scheitert aber am Ende an RB-Keeper Gulacsi. Rebic ist an alter Wirkungsstätte heiß, teils übermotiviert, als er Diego Demme von den Beinen holt. Doch der Stürmer kreiert auch die gefährlichsten Aktionen und damit die zweite Frankfurter Torchance. Gegen Ende der ersten Halbzeit haben sich die Gäste mit der Unterzahl-Situation arrangiert, treten selbstbewusster auf.
 
2:0 zum richtigen Zeitpunkt
 
Quasi mit dem Pausenpfiff erhöht der Gastgeber – erneut durch einen Standard. Naby Keita tritt den Freistoß, Timo Werner vollendet mit dem Kopf unhaltbar ins lange Eck.
 
Die zweite Halbzeit ist zunächst rar an Höhepunkten. Davie Selke darf ab der 61. Minute für Poulsen stürmen. Doch dann sorgt Verteidiger Halstenberg für die Vorentscheidung. Sein satter Schuss rutscht Eintrachts Vallejo durch die Beine zum 3:0. Davie Selkes Tor wird wegen eines Fouls nicht gewertet.
 

 
Statistik:

RB: Gulacsi – Bernardo, Orban, Compper, Halstenberg – Demme, Ilsanker (68. Burke) – Keita, Sabitzer – Werner (79. Kaiser), Poulsen (61. Selke)

Eintracht: Hradecky (3., Rote Karte) – Hector, Abraham, Vallejo - Chandler, Hasebe, Mascarell, Oczipka – Rebic (71. Seferoic), Gacinovic (71. Barkok) – Hrgota (4. Lindner)

Tore: 1:0 Compper (6.), 2:0 Werner (45.), 3:0 Vallajo (67. Eigentor)

Zuschauer: 42.558

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