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RB Leipzig mit Niederlage - Gehirnerschütterung bei Demme

Letzter Spieltag RB Leipzig mit Niederlage - Gehirnerschütterung bei Demme

RB Leipzig musste in seinem letzten Zweitligaspiel eine Niederlage hinnehmen. Der MSV Duisburg gewann mit 1:0 und hofft weiter auf den Klassenerhalt.

Antic Nukan (rechts) durfte nur eine Halbzeit spielen.

Quelle: dpa

Duisburg. Zum Abschied eine Niederlage: RB Leipzig verlässt die 2. Bundesliga mit einer Pleite. Der Aufsteiger musste am Sonntag beim MSV Duisburg ein 0:1 hinnehmen. Die Zebras dürfen damit auf den Klassenerhalt hoffen und spielen nun gegen Würzburg in der Relegation. Abgestiegen sind dagegen der SC Paderborn und der FSV Frankfurt.

Künftiger Erstligist gegen Fast-Absteiger: Die Konstellation war vor dem Spiel klar. RB wollte sich mit einer ordentlichen Leistung aus der 2. Bundesliga verabschieden und den ehemaligen RB-Profis Tim Sebastian und Niklas Hoheneder mit einem Sieg zum Relegationsplatz mit dem SC Paderborn verhelfen. Duisburg dagegen hatte sein Minimalziel vor Augen: den drittletzten Platz verteidigen. "Das war schon das erwartete Spiel, Duisburg hat voll dagegen gehalten. Darauf haben wir uns auch eingestellt, das war uns klar, dass die uns gar nichts schenken, sondern wirklich über Leichen gehen und alles rein werfen", sagte Dominik Kaiser nach der Partie.

Duisburgs Held heißt Giorgi Chenturia. Er schoss das 1:0 gegen RB Leipzig.

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In der ersten Halbzeit waren Chancen der Leipziger Mangelware. Bis auf einen Schuss von Massimo Bruno, der deutlich am Tor vorbei ging, hatte RB nichts zu bieten. Vor allem die beiden Stürmer Yussuf Poulsen und Davie Selke blieben ohne zwingende Gelegenheit. Dabei wollten beide in Duisburg beweisen, dass sie auch von Anfang an bestens miteinander harmonieren.

Trainer Ralf Rangnick hatte im letzten Spiel als RB-Coach sein Team gleich auf sechs Positionen gegenüber dem Aufstiegsmatch vor einer Woche umgebaut. In der Abwehr durften Antic Nukan für Marvin Compper und Anthony Jung für Marcel Halstenberg (Nasen-OP) spielen. Rani Khedira ersetzte Stefan Ilsanker, Massimo Bruno den angeschlagenen Marcel Sabitzer (soll für die EM geschont werden). Im Sturm wechselte Selke mit Emil Forsberg in der Startaufstellung.

Goldrichtig lag Rangnick wieder bei seiner Wahl des Torhüters. In der vergangenen Woche hatte Fabio Coltorti mit zwei überragenden Reflexen den Aufstieg perfekt gemacht. In Duisburg kehrte Peter Gulacsi zwischen die Pfosten zurück und zeigte schon in den ersten 45 Minuten zwei überragende Paraden.

In der 28. Minute stürmte Kingsley Onuegbu allein auf den Ungarn zu. Gulacsi war mit der Hand blitzschnell am Boden und lenkte den Schuss des Nigerianers zur Ecke. Fünf Minute später parierte der RB-Keeper einen Ball von Stanislav Iljutcenko. Mehr Gelegenheiten sahen die 28.209 Fans, darunter mehr als 2500 aus Leipzig, bis zur Pause nicht.

Hatten sich einiges zu sagen: Duisburgs Stanislav Iljutcenko (links) und Yussuf Poulsen.

Quelle: dpa

Rangnick reagierte und wechselte in der Halbzeit und brachte Marvin Compper für Nukan. Der Verteidiger belebte zwar mit einigen Pässen auch das Angriffsspiel, die hundertprozentigen Chancen blieben aber aus. Anders der MSV, die Mannschaft von Trainer Ilja Gruev wollte den direkten Abstieg mit aller Kraft verhindern. Der Jubeln an der Wedau kannte eine Viertelstunde vor Schluss keine Grenzen. Nach einem missglückten Klärungsversuch von Anthony Jung schnappte sich Giogi Chanturia den Ball, ließ sich auch nicht von Khedira stoppen und schob schließlich zur Führung ein. RB hatte nichts mehr zu erwidern. 

"Wir haben heute verdient verloren, haben nicht allzu viele Torchancen heraus gespielt. Wir hatten zwar über einige Strecken des Spiels durchaus ein optisches Übergewicht und haben auch gefährlich kombiniert, aber am Ende ohne die letzte Durchschlagskraft", bilanzierte Rangnick nach dem Spiel.

Bitter: Diego Demme knallte nach einem Zweikampf mit Iljutcenko auf den Kopf und war kurz bewusstlos. Der Mittelfeldspieler musste in die Klinik, die Diagnose: Gehirnerschütterung. Laut RB geht es ihm aber schon wieder besser und Demme durfte auch zurück nach Leipzig fahren.

RB darf sich aber dennoch freuen. Am Pfingstmontag erwartet die Mannschaft nun die große Aufstiegsparty auf dem Markt in Leipzig. Einen Tag später gehen die Spieler in den Urlaub. "Ich denke es war ein langes Jahr, es war ein anstrengendes Jahr. Aber wir haben uns das erarbeitet, haben uns das verdient und morgen wird dann kräftig gefeiert", richtete Marvin Compper den Blick auf Montag. Auch bei Dominik Kaiser wich die Enttäuschung über die Niederlage schon der Vorfreude auf die kommende Aufstiegsparty: "Gerade direkt nach dem Abpfiff ist die Enttäuschung auch ein bisschen da, aber trotzdem haben wir unser Ziel letzte Woche erreicht und deshalb können wir auch alle sehr, sehr glücklich sein", sagte er.

Matthias Roth

MSV Duisburg: Lenz - Meißner, Bajic, Poggenberg, Bohl, Holland, Hajri (84. Albutat), Chanturia (78. Klotz), Wolze, Onuegbu (82. Bröker), Iljutcenko

RB Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Orban, Nukan (46. Compper), Jung, Khedira, Demme, Kaiser (62. Teigl), Bruno (78. Forsberg), Poulsen, Selke

Tore: 1:0 Chancturia (75.)

Zuschauer: 28.209

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