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In der Pause aufgewacht: RB Leipzig dreht das Spiel gegen den 1. FC Nürnberg

In der Pause aufgewacht: RB Leipzig dreht das Spiel gegen den 1. FC Nürnberg

Eine Halbzeit verschlafen und dann richtig aufgedreht: RB Leipzig hat in der 2. Bundesliga das Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg mit 2:1 (0:1) gewonnen. In den ersten zehn Minuten sah es allerdings nach einem Heimdebakel für die Roten Bullen vor 30.479 Zuschauern in der Red-Bull-Arena aus.

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Umkämpftes Duell: RB Leipzig setzt sich mit 2:1 (0:1) gegen den 1. FC Nürnberg durch.

Quelle: dpa

Leipzig. "Die erste Halbzeit kann man nicht als Leistung bezeichnen. Das war wie ein Schattenlauf der B-Elf im Abschlusstraining", kritisierte RB-Sportdirektor Ralf Rangnick.

Was für eine Anfangsphase des 1. FC Nürnberg: In den ersten zehn Minuten erspielte sich der Club gleich vier hochkarätige Gelegenheiten zur Führung. Schon nach 57 Sekunden hatte Guido Burgstaller die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber aus elf Metern an RB-Schlussmann Fabio Coltorti. Und die Gäste machten weiter Druck, kombinierten sich durch die Leipziger Hälfte und brachten in der 3. Minute Niklas Stark in Position, der allerdings knapp im Abseits stand. Schiedsrichter Sven Jablonski ließ weiterspielen und erneut rettete Coltorti.  "Ich bin sprachlos, wenn man das Spiel sieht und keine Punkte holt", sagte ein enttäuschter Nürnberger Trainer René Weiler.

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Leipzig. Eine Halbzeit verschlafen und dann richtig aufgedreht: RB Leipzig hat in der 2. Bundesliga das Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg mit 2:1 (0:1) gewonnen. In den ersten zehn Minuten sah es allerdings nach einem Heimdebakel für die Roten Bullen vor 30.479 Zuschauern in der Red-Bull-Arena aus.

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Von RB war in der ersten Viertelstunde in der Offensive nahezu nichts zu sehen. Dafür belohnten die Gäste ihre 4600 mitgereisten Fans mit einem Angriffsfeuerwerk am Ostersonntag. Stark zog in der 7. Minute einfach mal aus 18 Metern ab und verfehlte das Tor nur knapp. Drei Minuten später durfte sich dann wieder Burgstaller zeigen: Rodnei verlängerte im Strafraum per Kopf unglücklich auf den Nürnberger, Coltorti bügelte den Patzer aus. Wenn sich Nürnberg einen Vorwurf gefallen lassen musste, dann war es die schlechte Chancenverwertung.

Burgstaller trifft per Kopf zum 1:0

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"Glubb Against The Machine": Die Fans des 1. FC Nürnberg zeigten ihren Protest.

Quelle: dpa

Nach 29 Minuten dann doch noch die Erlösung für die Mannschaft von Trainer Weiler: Sebastian Kerk schlug von der rechten Strafraumgrenze einen Freistoß in Richtung RB-Tor, Burgstaller verlängerte mit einem wuchtigen Kopfball und traf zum 1:0.

Bullen-Coach Achim Beierlorzer hatte sich in der Offensive für Yordy Reyna entschieden, der den angeschlagenen Omer Damari ersetzte. Auf der Bank saßen erstmals nach seinem Kreuzbandriss Henrik Ernst und der im Test gegen Udinese Calcio starke John-Patrick Strauß. Ernst durfte nach 60 Wochen Pause in den letzten fünf Minuten sogar mitspielen. "Meine Einwechslung war für mich Gänsehaut pur", gab der Defensivspieler zu. Zunächst musste er aber mit ansehen, wie seine Kollegen den Gästen nur hinterherliefen. Einen Aufreger sahen die Zuschauer in der 35. Minute als Yussuf Poulsen im Nürnberger Strafraum zu Fall kam. Jablonski erkannte auf Weiterspielen und lag damit richtig.

Beierlorzer reichte es nun. Er nahm Anthony Jung noch kurz vor der Pause vom Feld und brachte dafür Marvin Compper. "Ich wollte auf der Seite mehr Stabilität haben", begründete der RB-Coach den Tausch. Jung haben einfach zu viele Fehlpässe gespielt. In der Halbzeit der nächste Wechsel, der blasse Stefan Hierländer musste für Tim Sebastian, der in die Innenverteidigung rückte, Platz machen. Lukas Klostermann rückte auf die rechte Seite und Georg Teigl ins Mittelfeld.

22-Meter-Hammer dreht das Spiel

Plötzlich lief es. Joshua Kimmich verlängerte in der 46. Minute per Hacke auf Klostermann, der Verteidiger flankte von der Grundlinie auf Reyna und der Peruaner vollendete zum Ausgleich. Patrick Rakovsky, in der Pause für den am Ellenbogen verletzten Raphael Schäfer ins Nürnberger Tor gekommen, hatte keine Chance. "Yordy hat heute gezeigt, warum wir ihn geholt haben", so Rangnick.

Eine Minute nach dem 1:1 die nächste Aktion von Reyna: Seinen Pass im Strafraum kam beim völlig freien stehenden Emil Forsberg an, der Schuss des Schweden blockte die Club-Abwehr in letzter Sekunde. Ein Schuss von Nürnbergs Klerk landete danach noch am Leipziger Pfosten.

Auf die Erlösung mussten die 25.000 RB-Fans bis zur 76. Minute warten. Javier Pinola köpfte eine Klostermann-Flanke genau vor die Füße von Dominik Kaiser. Der Bullen-Kapitän zog aus rund 22 Metern ab und traf zum umjubelten Sieg. "Der Ball kam mit angenehmer Geschwindigkeit und der richtigen Höhe. Den habe ich dann einfach abgefeuert", freute sich der Kapitän. Mit der Leistung im ersten Durchgang ging aber auch Kaiser hart ins Gericht: "Die ersten fünf Minuten waren katastrophal, danach wurde es nicht viel besser", schätzte er ein.

RB Leipzig:

Coltorti - Teigl, Klostermann, Rodnei, Jung (40. Compper) - Hierländer (46. Sebastian), Kaiser, Kimmich - Forsberg (86. Ernst) - Poulsen, Reyna

FC Nürnberg:

Schäfer (46. Rakovsky) - Celustka (78. Nikci), Hovland, Petrák, Pinola - Polak, Stark - Schöpf, Burgstaller - Sylvestr (78. Mlapa)

Tore:

0:1 Burgstaller (29.), 1:1 Reyna (47.), 2:1 Kaiser (76.)

Zuschauer:

30.479

Schiedsrichter:

Sven Jablonski (Bremen)

Matthias Roth

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