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"Kein gutes Spiel" - RB Leipzig siegt in Karlsruhe

Rangnick unzufrieden "Kein gutes Spiel" - RB Leipzig siegt in Karlsruhe

Mit einem hart umkämpften 1:0-Sieg reisen die Roten Bullen aus Karlsruhe zurück. Die Leipziger sind nun punktgleich mit Spitzenreiter Freiburg. Wirklich zufrieden kann RB-Coach Rangnick hingegen nicht sein, spielerisch konnte sein Team den KSC nicht dominieren. Zudem muss Kapitän Dominik Kaiser jetzt eine Gelb-Sperre absitzen.

Davie Selke spielte mit Köpfchen, aber ohne Fortune.

Quelle: dpa

Leipzig. Beide Teams begannen verhalten auf dem Karlsruher Grün. Vor der heimischen Kulisse bestimmte der KSC zunächst das Geschehen. Laut wurde es erstmals in der 9. Minute: Ein klares Handspiel von Marvin Compper im Strafraum ahndete der Schiedsrichter nicht. Für den betroffenen Boubacar Barry war es „ein 100-prozentiger Elfmeter“. „Schade für uns.“ Als die Hausherren dann in der zwölften Minute im Strafraum der Leipziger standen, rempelte Leipzigs Marcel Halstenberg Manuel Torres um. Der Unparteiische sah hin, und Halstenberg sah Gelb.

In einer heftig umkämpften Partie begegneten sich der Karlsruher SC und RB Leipzig auf Augenhöhe.

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In der 19. Spielminute wurde es für den Titelaspiranten aus Leipzig erstmals gefährlich: Gaetan Krebs legte Dennis Kempe den Ball auf. Leipzigs Keeper Fabio Coltorti konnte jedoch klären. Für RB hatte Marcel Halstenberg in der 21. Minute eine Großchance auf dem Fuß. Jagte die Kugel aber über die Latte. Kurz darauf sah Stefan Ilsanker die gelbe Karte wegen eines taktischen Fouls. In der 33. Minute zitterten dann die 15.575 Zuschauer im Stadion: RB-Kapitän Dominik Kaiser kam aus 23 Metern zum Abschluss. Doch der Ball ging knapp am linken Pfosten vorbei. Es sollte die beste Chance für die Gäste im ersten Durchgang bleiben. Lukas Klostermann prüfte in der 39. Minute noch KSC-Keeper Dirk Orlishausen aus 23 Metern, der behielt jedoch die Oberhand.

Auf dem Rasen ging es zunehmend hitziger zu. So fuhr Dominik Kaiser in der 40. Minute Mittelfeldspieler Krebs von hinten in die Parade. Schiedsrichter Robert Hartmann zückte Gelb. Es war bereits Kaisers fünfte in der Saison, die nächste Partie muss er aussetzen. Zwei Minuten später wurde auch Torres mit der gelben Karte verwarnt. Ohne Tore ging es in die Kabine.

Foul-Elfmeter und Sabitzer-Tor

Die Jungs von KSC-Trainer Markus Kauczinski legten erneut spritziger los als die Gäste. So tankte sich Boubacar Barry sehenswert durch die Leipziger Defensiv-Reihen, doch Krebs vertändelte den Abschluss. Die Teams ergingen sich auch weiterhin in Nicklichkeiten: Marvin Compper sah in der 56. für ein Foul an Dimitris Diamantakos Gelb. Letzterer ließ sich im Sechzehner fallen. An der Entstehung des Fouls war wiederum die Hand von Compper nicht ganz unschuldig: „Ich hatte meine Hand auf seiner Schulter, ziehe ihn aber nicht wirklich.“ Diamantakos‘ schwach geschossenen Foulelfmeter parierte Fabio Coltorti souverän. „Wahnsinnig schlecht“ wird KSC-Coach Kauczinski den Strafstoß später beschreiben. Und der Verteidiger? „Ich habe Glück gehabt“ und bezieht er sich damit auf die starke Leistung von Coltorti im Tor.

Um die Leipziger Offensive zu beleben, nahm Trainer Rangnick Forsberg vom Platz und schickte Yussuf Poulsen in der 63. Minute aufs Feld. Doch es war Sabitzer, der einen Freistoß von Kaiser aufs Tor brachte. Orlishausen sprang unter dem abgefälschten Schuss hindurch: 1:0 für Leipzig. Kurz darauf ging Karlsruhes Martin Stoll rüde gegen den Torschützen vor und sah Gelb. Kaisers anschließender Freistoß blieb in der Mauer hängen.

Im Wildparkstadion ging es weiter ruppig zu. Auch Hoffer wurde noch zu Schiedsrichter Hartmann zitiert, der ihn in die Liste der gelb Verwarnten eintrug. Dem war ein Foulspiel an Sabitzer vorausgegangen. Langsam ging den Hausherren die Puste aus. Die Rasenballsportler wirkten zum Ende hin fitter. Davie Selke prüfte nochmal den Keeper aus spitzem Winkel, doch der hielt ohne Probleme. Auch auf der Gegenseite war ein Sprint von Hoffer auf das Tor von Coltorti nicht von Erfolg gekrönt (91. Minute). Es blieb beim 1:0 für RB Leipzig. “Das war kein gutes Spiel von uns heute“, zeigte sich Leipzigs Trainer von der Leistung seiner Elf nach dem Abpfiff enttäuscht. Dennoch, die Sachsen sind in der 2. Bundesliga mit den Sieg von Montagabend nun punktgleich mit Spitzenreiter Freiburg.

Aufstellung:

Fabio Coltorti – Lukas Klostermann, Willi Orban, Marvin Compper, Marcel Halstenberg - Diego Demme, Stefan Ilsanker - Dominik Kaiser, Marcel Sabitzer (0:1, 63. Minute), Emil Forsberg (ab 62. Yussuf Poulsen) - Davie Selke (ab 89. Rani Khedira)

Dirk Orlishausen – Enrico Valentini, Martin Stoll, Manuel Gulde, Dennis Kempe - Jonas Meffert, Gaetan Krebs (ab 80. Ylli Sallahi) – Manuel Torres, Hiroki Yamada (ab 72. Erwin Hoffer), Boubacar Barry - Dimitris Diamantakos

Tore:
0:1 - Marcel Sabitzer (63. Minute)

Zuschauer: 15.575

Alle Karten, alle Wechsel und das Tor - zum Nachlesen in Ticker.

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