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Königstransfer Burke trifft: RB Leipzig bleibt ungeschlagen

Ausklang englische Woche Königstransfer Burke trifft: RB Leipzig bleibt ungeschlagen

RB Leipzig hat sich weder von einer Sitzblockade der Köln-Fans noch von der Defensivstärke des 1. FC beeindrucken lassen: Der Aufsteiger erkämpfte sich ein Remis und bejubelte schon früh sein einziges Tor.

Trotz Schwierigkeiten bei der Anreise - Kölner Fans hatten den Mannschaftsbus der Bullen auf dem Weg zum Stadion blockiert - zeigte sich Neuzugang Oliver Burke unbeeindruckt und schoss RB schnell in Führung.

Quelle: dpa

Köln/Leipzig. RB Leipzig schwimmt weiter auf der Euphoriewelle – auch am fünften Spieltag bleibt der Aufsteiger in der Bundesliga ungeschlagen. Beim Tabellendritten 1. FC Köln holte sich das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl ein 1:1 (1:1). Der schottische Neuzugang Oliver Burke erzielte das erste Tor für seinen neuen Verein. Die Leipziger rutschen trotzdem aus den internationalen Startplätzen auf Tabellenrang sieben ab.

„Ich denke, wir haben uns den Punkt sehr verdient“, erklärte Coach Hasenhüttl nach der Begegnung. Das Ergebnis bestätige, was man sich vorgenommen hatte. Auch Torschütze Burke zeigte sich zufrieden. "Wir haben hier in Köln einen Punkt erkämpft und darüber bin ich sehr glücklich", so der Schotte. "Über mein Tor freue ich mich natürlich auch."
 
Das Spiel wurde eine Viertelstunde später angepfiffen, weil die Kölner Fans den RB-Bus mit einer Sitzblockade davon abhielten, ins Stadion zu fahren. Die Mannschaft gelangte dann auf einem anderen Weg zur Spielstätte. Auch im Stadion gab es Proteste. Auf Spruchbändern war zu lesen, dass der Club „an einem Scheißtag“ von einem „neureichen Dosenfabrikanten“ erschaffen wurde. Um den traditionsreichen Anspruch der FC-Fans zu dokumentieren, stand auf einem anderen Banner: „Am 8. Tag schuf Gott den 1. FC Köln“.

Trotz Schwierigkeiten bei der Anreise - Kölner Fans hatten den Mannschaftsbus der Bullen auf dem Weg zum Stadion blockiert - zeigte sich Neuzugang Oliver Burke unbeeindruckt und schoss RB schnell in Führung.

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 Nach fünf Minuten war das mit 48.500 Zuschauern fast ausverkaufte Rund aber bereits ruhig: Oliver Burke, der erstmals von Beginn an auflief, veredelte einen Pass von Marcel Sabitzer, in die Schnittstelle zwischen zwei Abwehrspieler, mit dem linken Fuß aus etwa elf Metern zur frühen Führung. Dabei hatte Köln in dieser Saison erst ein Gegentor und noch keinen Treffer vor den eigenen Fans kassiert.
 
Zum Ausklang der englischen Woche rotierte Trainer Ralph Hasenhüttl bei seiner Startelf gleich auf vier Positionen: Benno Schmitz durfte als Rechtsverteidiger, Naby Keita im defensiven Mittelfeld, Burke im offensiven Mittelfeld, sowie Davie Selke im Sturm beginnen.
 
In der siebenten Minute fiel bereits das nächste Tor – diesmal auf der anderen Seite. Doch Kölns Stürmer Anthony Modeste stand meterweit im Abseits. Nach 20 Minuten übernahmen die Hausherren die Regie auf dem Rasen. Die Kölner verlagerten ihre Angriffe auf die linke Seite, auf der mit dem jungen Schmitz sowie mit Burke zwei relativ unerfahrene RB-Akteure agierten.
 
Beide konnten in der 25. Minute auch nicht verhindern, dass Konstantin Rausch die entscheidende Flanke zu Yuya Osako gab, der sich gegen Orban und Compper durch setzte und aus spitzem Winkel zum Ausgleich traf. Von Leipzig war bis zum Pausenpfiff im Spiel nach vorn kaum noch etwas zu sehen, zudem blieb die Zweikampfquote unter den Erwartungen zurück.
 
Hasenhüttl reagierte und brachte nach der Pause Bernardo für den unglücklich agierenden Schmitz. Doch Köln spielte weiter mutig und mit Druck nach vorn. Marcel Risse schoss nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff aus reichlich 20 Metern mit Wucht haarscharf über die Latte.
 
Ab der 63. Minute durfte Yussuf Poulsen für den wenig auffälligen Stürmer Selke ran. Die Leipziger wirkten nicht mehr ganz so spritzig, am Ende der englischen Woche. Zwar schienen die Bullen den Geißböcken nun wieder überlegen, doch in Strafraumszenen oder Torchancen schlug sich das nicht nieder. Der letzte Versuch des RB-Coachs, den Sieg noch einzufahren: Ab der 82. Minute sollte Sprintwunder Timo Werner in seinem 100. Bundesligaspiel für die Schlussoffensive sorgen. Doch es blieb beim verdienten Unentschieden.

Anne Grimm
 
RBL : Gulácsi, Orban, Sabitzer, Keita, Ilsanker, Burke (82. Werner), Schmitz (45. Bernardo), Halstenberg, Kaiser (C), Selke (63. Poulsen), Compper

Köln : Horn, Heintz, Mavraj, Rausch (83. Mladenovic), Sörensen, Hector, Lehmann, Risse, Zoller, Osako (72. Rudnevs), Modeste (85. Guirassy)
Tore: 1:0 Burke (5.), 1:1 Osako (25.)

Zuschauer : 48.500

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