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Pfiffe der eigenen Fans: RB Leipzig kassiert zu Hause eine deftige Klatsche gegen Sandhausen

Pfiffe der eigenen Fans: RB Leipzig kassiert zu Hause eine deftige Klatsche gegen Sandhausen

RB Leipzig kann den Aufstieg in die Bundesliga nun auch rein rechnerisch abhaken. In einem der schlechtesten Saisonspiele unterlag das Team von Trainer Achim Beierlorzer am Freitagabend dem SV Sandhausen im eigenen Stadion mit 0:4 (0:1).

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Gegen Sandhausen fand die RB-Defensive am Freitagabend kein Rezept.

Quelle: dpa

Leipzig. Die knapp 19.000 Zuschauer quittierten den Auftritt mit lautstarken Pfiffen. Sandhausens Aziz Bouhaddouz sorgte mit einem Hattrick fast im Alleingang für die höchste Leipziger Saison-Niederlage.

 

„So wie wir heute gespielt haben, haben wir es nicht anders verdient“, sagte Verteidiger Niklas Hohender. Trainer Achim Beierlorzer suchte direkt nach dem Debakel eine Weile nach den richtigen Worten, sagte dann: „Wenn man Laufbereitschaft, Zweikampfbereitschaft und Leidenschaft nicht auf den Platz bringt, kann man nur verlieren.“  

 

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Leipzig. RB Leipzig kann den Aufstieg in die Bundesliga nun auch rein rechnerisch abhaken. In einem der schlechtesten Saisonspiele unterlag das Team von Trainer Achim Beierlorzer am Freitagabend dem SV Sandhausen im eigenen Stadion mit 0:4 (0:1). Die knapp 19.000 Zuschauer quittierten den Auftritt mit lautstarken Pfiffen. Sandhausens Aziz Bouhaddouz sorgte mit einem Hattrick fast im Alleingang für die höchste Leipziger Saison-Niederlage.

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Der Fanblock der Gäste blieb aus Protest fast leer. Dafür war Prominenz im Stadion: Der ehemalige französische Nationalspieler und Weltmeister Thierry Henry, der zum Abschluss seiner Karriere beim Konzern-Club in New York spielte, gab sich die Ehre und saß neben dem verletzten Georg Teigl auf der Tribüne. Coach Beierlorzer musste zudem auf Fabio Coltorti (Reizung Achillessehne) und Rodnei (Probleme Oberschenkel) verzichten. Benjamin Bellot stand im Tor, Diego Demme rutschte hinten rechts in die Viererkette und Omer Damari in die Spitze.

 

„Papiertiger auf dem Platz“

 

Fast wären die Leipziger schon nach acht Minuten in Rückstand geraten. Joshua Kimmich rutschte ein Bellot-Abstoß unter der Schuhsohle hindurch. Kevin Kart nahm dankend an, flankte zu Sandhausens Marco Thiede, dessen Direktschuss RB-Keeper Bellot noch über den Kasten lenkte. „Heute standen Papiertiger auf dem Platz, keine wettbewerbsfähige Truppe“, meinte Sportdirektor Ralf Rangnick.

 

Eine gute Chance bot sich den Hausherren allerdings in der 14. Minute: Nach einer mustergültigen Flanke von Dominik Kaiser auf Damari tanzte der Stürmer zwei Verteidiger aus und bediente den besser positionierten Forsberg, der aber seine Möglichkeit vergab, indem er nicht direkt schoss. Nach Startschwierigkeiten waren die Leipziger aufgewacht und erhöhten den Druck in der Offensive. Poulsen mit der Hacke und Jung mit einem Gewaltschuss setzten weitere Ausrufezeichen.

 

Die Sturm- und Drangphase hielt jedoch nicht lange an. Demme musste bereits in der 35. Minute vom Feld, für ihn kam Niklas Hohender. Leipzig wurde in der 36. Minute für seine zunehmend harmlose Spielweise bestraft. Nach einem Einwurf bekam Marco Thiede den verlängerten Kopfball vor die Füße, drehte sich mit der Kugel und zog unhaltbar zur 1:0-Führung ab. „Wir wollten den Sieg heute einfach mehr. Leipzig hatte den Nackenschlag der letzten Woche in St. Pauli wohl noch nicht verdaut“, sagte der Torschütze.

 

Gegentreffer erneut nach Auswechslung

 

Die Leipziger Fans quittierten den schwachen Auftritt ihres Teams zur Halbzeit mit Pfiffen. Ein Deja-vu-Erlebnis gab es zu Beginn des zweiten Durchgangs. Beierlorzer brachte Stefan Hierländer in der 53. Minute für Kimmich. Nur eine Minute später, genauso wie nach dem Wechsel in der ersten Halbzeit, fiel der Gegentreffer zum 0:2. Thiedes Schuss traf zunächst den Pfosten, den Abpraller verwandelte Aziz Bouhaddouz sicher zum nächsten Sandhäuser Treffer.

 

 „Wir wollen euch kämpfen sehen“, sangen die RB-Fans. Keine fünf Minuten später griff Bellot, der bei keinem der Gegentore etwas ausrichten konnte, zum dritten Mal in der Partie hinter sich. Bouhaddouz versenkte eine abgefälschte Flanke zum 0:3. Die Leipziger Anhänger forderten nun lautstark Daniel Frahn.

 

Vom Gastgeber war weiterhin wenig zu sehen. Dafür setzte Bouhaddouz dem SV-Auftritt mit seinem Hattrick zum 0:4 die Krone auf. Nach einer Kopfballverlängerung nahm der Deutsch-Marokkaner in der 74.Minute eine Kopfballverlängerung mit und brachte den Ball per Heber im RB-Gehäuse unter. „Dass es so einfach wird, haben wir nicht gedacht“, sagte der dreifache Torschütze, der mit seiner Mannschaft auf der langen Heimfahrt den endgültig gesicherten Klassenerhalt feiern wird.

 

Statistik:

RB: Bellot – Demme (35. Hoheneder), Klostermann, Compper, Jung – Forsberg, Kimmich (53. Hierländer), Poulsen – Kaiser – Reyna, Damari

SV: Riemann – Kübler, Olajengbesi, Kister, Achenbach – Linsmayer, Kulovits – Zellner (20. Wooten), Kratz, Thiede – Bouhaddouz

Tore: 0:1 (36. Thiede), 0:2 (54. Bouhaddouz), 0:3 (59. Bouhaddouz),0:4 (74. Bouhaddouz)

Zuschauer: 18.904

Anne Grimm

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