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Poulsen-Power und Kaisers Cleverness: RB Leipzig erobert im Topspiel einen Aufstiegsplatz

Poulsen-Power und Kaisers Cleverness: RB Leipzig erobert im Topspiel einen Aufstiegsplatz

RB Leipzig hat eine Reaktion auf die erste Saison-Niederlage gezeigt. Am Mittwoch schickte das Team von Trainer Alexander Zorniger den bis dato ungeschlagenen Karlsruher SC im Topspiel der 2. Fußball-Bundesliga mit 3:1 (1:1) nach Hause.

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RB Leipzig besiegt den KSC vor heimischem Publikum.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Vor 18.235 Zuschauern waren Yussuf Poulsen und Dominik Kaiser im eigenen Stadion die absoluten Matchwinner. Die Roten Bullen sind damit am siebenten Spieltag auf den zweiten Tabellenplatz geklettert.  

„Ich muss ganz lange zurück denken, wann ich das letzte Mal gesagt habe, wir hatten keine Chance. Aber heute war es definitiv so“, sagte KSC-Trainer Markus Kauczinski nach der ersten Pleite der Saison. Sein Kollege und guter Freund Alexander Zorniger war hingegen hoch zufrieden: „Wir haben heute eine Tiefe gefunden, die wir gegen Union gar nicht erst gesucht haben“.

Verantwortlich dafür war auch Zornigers „stärkste Offensivkraft“ Dominik Kaiser. Der war wieder fit, deshalb stellte der Coach auf ein 4-3-1-2 um. Matthias Morys saß dafür auf der Bank. KSC-Coach Kauczinski vertraute der gleichen Startelf wie beim 3:0-Sieg gegen Nürnberg im 4-1-4-1 System.

RB war von Beginn an auf Wiedergutmachung für die 1:2-Pleite bei Union Berlin aus. Die Bullen hatten deutlich mehr Ballbesitz als die Gäste aus Baden und bestimmten auch das Tempo. Vor allem Yussuf Poulsen stand im Mittelpunkt. Nach einem Zweikampf mit KSC-Verteidiger Kempe kam der Leipziger Stürmer im Strafraum zu Fall. Aber wie schon bei Union, sprang für den Dänen kein Elfmeter heraus.

Poulsen sorgte weiter für Aufregung: Der erfolgreichste Torschütze der Leipziger zeigte immer wieder auf der linken Seite gefährliche Aktionen und war gegen den KSC besonders zweikampfstark. Das der 20-Jährige in seiner derzeitigen Verfassung bei Vereinen aus der ersten Liga Begehrlichkeiten weckt, stört seinen Trainer nicht: „Er fühlt sich bei uns wohl und hat einen Vertrag bis 2017. Viele Grüße, an alle die ihn wollen.“

Karlsruhe tauchte in der ersten halben Stunde nur einmal gefährlich in der Leipziger Hälfte auf, kam aber nicht zum Abschluss, weil der Schiedsrichter auf Abseits entschied. Dafür nutzte der abgebrühte KSC die erste echte Chance zum 1:0. Tim Sebastian verlor das Duell gegen Reinhold Yabo auf der linken Seite, der legte auf Ilian Micanski ab, der aus kurzer Distanz einschob.  

Doch die Antwort der Leipziger kam postwendend. Dominik Kaiser verwandelte einen Freistoß aus etwa 25 Metern ins rechte Eck und ließ KSC-Torhüter Dirk Orlishausen keine Chance. „Das war überragend“ sagte Zorniger. Der Torschütze erklärte: „Wir haben letzte Woche viele Freistöße im Training geübt.“

Poulsen belohnte sich gleich zu Beginn der zweiten Hälfte selbst mit seinem fünften Saisontor. Nach einem Zuckerpass von Kaiser in die Schnittstelle der KSC-Abwehr nahm der Däne dankend an, umkurvte den KSC-Torhüter und schob zum 2:1 ein.

Die Co-Produktion Kaiser-Poulsen sorgte auch für die Vorentscheidung.  Nur zehn Minuten nach der Führung passte Kaiser erneut perfekt zum dänischen Stürmer, der wohl ganz knapp im Abseits stand, aber ohne Probleme seinen sechsten Treffer der Saison erzielte. „Yussuf und Dome waren für mich heute man of the match“, sagte Sportdirektor Ralf Rangnick und ergänzte: „Kaiser ist letzte Saison nicht umsonst zum besten Spieler der dritten Liga ausgezeichnet worden.“

Zorniger schöpfte sein Wechselkontingent nach dem 3:1 voll aus, um Kräfte in der englischen Woche zu sparen. Bereits am Sonntag trifft Leipzig in Düsseldorf auf Fortuna. Auf Tabellenplatz eins vor den Leipzigern steht mit Darmstadt übrigens ein weiterer Aufsteiger aus der 3. Liga. „Das ist ein Zeichen, welche Qualität nach oben in die 2. Bundesliga gekommen ist“, sagt RB-Verteidiger Sebastian. Sportdirektor Rangnick lässt die Platzierung noch kalt: „Die Tabelle hat für mich erst nach dem zehnten Spieltag Aussagekraft.“

Statistik:

RB

: Bellot, Jung, Khedira, Sebastian, Poulsen, Frahn (59. Morys) , Kimmich (76. Hierländer), Kaiser, Demme, Compper, Teigl (69. Heidinger)

KSC

: Orlishausen, Klingmann, Gordon, Kempe, Yabo, Yamada, Peitz, Gulde, Torres (66. Valentini), Micanski (73. Nazarov), Krebs (van der Biezen)

Tore

: 0:1 Micanski (33.), 1:1 Kaiser (37.), 2:1 Poulsen (48.), 3:1 Poulsen (58.)

Zuschauer

: 18.235

Anne Grimm

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