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RB Leipzig bleibt in der Bundesliga ungeschlagen: Bullen kassieren spätes Gegentor

Zweites Bundesliga-Heimspiel RB Leipzig bleibt in der Bundesliga ungeschlagen: Bullen kassieren spätes Gegentor

Sie galten schon als neuer Bayern-Jäger, da schlug Borussia Mönchengladbach doch noch zu. RB Leipzig verpasste am Mittwochabend durch ein Gegentor in der Schlussphase die erneute Bundesliga-Sensation im ausverkauften Stadion.

Timo Werner erzielte frühzeitig das Tor für RB Leipzig.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Das war der vierte Bundesliga-Streich: Auch gegen den Champions-League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach blieb der Aufsteiger aus Leipzig ungeschlagen. Dabei wäre im Duell mit dem Favoriten sogar mehr drin gewesen. Fabian Johnson traf in der 84. Minute aus dem Nichts zum 1:1 (1:0). „Es war mir klar, dass eine Mannschaft wie Gladbach nicht so viele Chancen braucht, um ins Spiel zurückzufinden“, sagte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl, der sich kurz nach der Partie über das Unentschieden ärgerte. Timo Werner hatte den Gastgeber bereits früh in Führung gebracht.
 
Mit acht Punkten aus vier Spielen stehen die Leipziger weiterhin überraschend als Tabellensechster auf einem Europa-League-Startplatz und feierten noch eine Premiere. Die Roten Bullen erzielten das erste Bundesligator der Vereinsgeschichte in Halbzeit eins. Ein Blitzstart ließ das ausverkaufte Stadion bereits nach sechs Minuten beben: Yussuf Poulsen bediente Werner von der rechten Seite mit präziser Flanke. Der setzte sich gleich gegen drei Gladbacher durch, traf zum 1:0 und markierte sein drittes Saisontor.

In der Liga bleibt RB Leipzig bislang ungeschlagen. Dabei sah es gegen Mönchengladbach über lange Zeit sogar so aus, als ob die Rasenballsportler zu Hause erneut einen Sieg gegen eine Borussia einfahren. Doch die Gäste erzielten noch das 1:1. (Bilder: Christian Modla)

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Der Stürmer war für Emil Forsberg in die Startelf gerutscht. Der Schwede blieb etwas überraschend auf der Bank – immerhin stach er beim 4:0 am Samstag in Hamburg als überragender Akteur hervor. Zudem durfte Kapitän Dominik Kaiser für Naby Keita wieder von Beginn an Regie führen. Gladbachs Trainer André Schubert, der exakt vor einem Jahr das Amt bei den Fohlen übernahm, rotierte in der englischen Woche auf drei Positionen: Korb, Jantschke und Raffael (Adduktorenzerrung) wurden durch Wendt, Strobl und Hahn ersetzt.
 
Fans für Klostermann und Tradition
 
Nach der erfrischenden Leipziger Anfangsoffensive gerieten zwischen der 15. und 25. Minute vor allem die Fanlager beider Mannschaften in den Fokus: Im RB-Block waren in der 16. Minute Plakate mit Besserungswünschen für den am Kreuzband operierten Verteidiger Lukas Klostermann, der sonst die Rückennummer 16 trägt, zu sehen. In der 19. Minute brachen die Gladbacher Anhänger ihren Schweigeboykott und rollten zwei riesige Banner aus: „Traditionsverein seit 1900“ war darauf zu lesen. Doch im Leipziger Stadion herrschte ab diesem Augenblick so ein Krach, dass die gegnerischen Fans nicht zu hören waren.
 
Nach einer knappen halben Stunde dann auch die Gladbacher mit ihrer ersten Chance – aber was für einer: Der spätere Torschütze Johnson hatte aus zwölf Metern freie Bahn, knallte den Ball aber nur an die Latte. Die Bullen jagten die Fohlen weiter über das Grün und ließen den Champions-League-Teilnehmer kaum Luft holen. Gladbach wirkte genervt und fand kein Mittel gegen das Pressing des Gastgebers. Sabitzer traf nach einer Ecke noch das Außennetz. Etwas zu viel Platz hatte Marcel Halstenberg kurz vor der Pause: Nach einem Kaiser-Freistoß traf der Rechtsverteidiger den Ball in aussichtsreicher Position nicht richtig.
 
Die Borussia kassierte alle fünf Gegentreffer dieser Saison bisher im zweiten Durchgang. Ein gutes Omen also nach dem Wiederanpfiff? Erst einmal nicht: Die Gäste wussten sich besser zu wehren, eroberten öfter Bälle, gewannen mehr Zweikämpfe. „In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel besser angenommen, dominiert und später verdient den Ausgleich gemacht“, meinte Gladbach-Coach Schubert.
 
„Spielerisch kein Zuckerschlecken“
 
RB-Trainer Hasenhüttl brachte in der 56. Minute Forsberg für Sabitzer. Nur sieben Minuten später feierte Papadopolous sein Debüt im RB-Trikot und durfte für Compper in der Innenverteidigung ran. „Es ist sicher nicht einfach für einen Innenverteidiger, in so einem heißen Spiel zu kommen. Aber bei Marvin haben die Waden zugemacht“, begründete Hasenhüttl den Wechsel.
 
Die Partie blieb umkämpft, aber um einiges ärmer an Chancen. Als letzte Option kam bei RB der Schotte Burke für den starken, aber ausgelaugten Werner. Gladbach blieb unbeeindruckt und traf in der 84. Minute noch zum Ausgleich. Johnson ließ RB-Verteidiger Halstenberg nicht gut aussehen und traf aus spitzem Winkel. „Ich hätte schon in der ersten Halbzeit treffen müssen und bin froh, dass mir das Tor doch noch gelungen ist. Spielerisch war das kein Zuckerschlecken heute“, sagte der Torschütze. Kurz darauf hatte Burke in der 86. Minute noch die riesen Chance zur erneuten Führung, doch Gladbach-Keeper Sommer klärte – es blieb beim Remis.

Anne Grimm
 
Statistik:
 
RBL : Gulácsi - Bernardo, Orban, Sabitzer (56. Forsberg ), Poulsen, Werner (81. Burke), Ilsanker, Halstenberg, Kaiser (C), Demme, Compper (63. Papadopolous)
 
Gladbach : Sommer, Christensen, Vestergaard, Strobl (24. Elvedi), Kramer, Hazard, Stindl, Traore (83. Schulz), Wendt, Johnson, Hahn
Tore: 1:0 Werner (6.), 1:1 Johnson (84.)
 
Zuschauer : 42.558

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