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RB Leipzig dank Keita-Doppelpack nun Bayernjäger – Klostermann verlängert

Heimsieg gegen Werder RB Leipzig dank Keita-Doppelpack nun Bayernjäger – Klostermann verlängert

RB Leipzig schwimmt weiter auf der Erfolgswelle: Ein Doppelpack von Naby Keita sowie ein später Selke-Treffer sorgen für den verdienten Heimsieg gegen Werder Bremen und Platz zwei in der Bundesliga.

RB Leipzig ist weiter nicht zu stoppen: Der Bundesliga-Aufsteiger gewinnt 3:1 gegen Werder Bremen.

Quelle: dpa

Leipzig. Die Tabelle nach dem achten Spieltag kann sich sehen lassen: RB Leipzig steht mit 18 Punkten auf Platz zwei – nur zwei Zähler hinter dem Meister Bayern München. Damit legen die nach wie vor ungeschlagenen Leipziger den besten Start eines Bundesliga-Aufsteigers seit mehr als 20 Jahren hin. Zum Man of the Match beim 3:1 (1:0)-Sieg am Sonntag gegen Werder Bremen avanciert Naby Keita, der gleich zweimal trifft.

„Der Tabellenplatz war nicht oberste Priorität, ist aber ein schöner Nebeneffekt“, sagt Kapitän Dominik Kaiser. Sein Trainer Ralph Hasenhüttl sieht das ähnlich und will die Euphorie so klein wie möglich halten: „Natürlich freuen wir uns, dass wir so weit vorne sind. Aber wir haben unsere Tabellen, die für uns interessant, aber etwas anders gelagert sind – zum Beispiel Laufbereitschaft und Spiel mit dem Ball – da wollen wir uns noch viel mehr Lösungen schaffen.“

Die erste gute Nachricht gibt es schon vor dem Anpfiff: Der mit einem Kreuzbandriss noch längere Zeit verletzte Lukas Klostermann verkündet per Videobotschaft seine vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2021. In der Halbzeitpause steht er auf dem Rasen im Stadion und sagt: „Ich freue mich riesig, dass mich der Verein in dieser nicht ganz einfachen Situation unterstützt. Wir wollen gemeinsam noch viel erreichen.“ Zum Stand seiner Genesung ist er sogar zu Scherzen aufgelegt: „Mein Knie wird von Tag zu Tag besser, ich bin froh, dass ich jetzt wieder auf zwei statt auf vier Beinen unterwegs bin.“

Kaiser und Keita in der Startelf

Gegen Bremen entscheidet sich Hasenhüttl für zwei Veränderungen in der Startelf: Kaiser darf für den verletzten Marcel Sabitzer im offensiven Mittelfeld, Keita für Stefan Ilsanker im defensiven Mittelfeld beginnen.

In der ausverkauften Red-Bull-Arena empfing RB Leipzig am Sonntagnachmittag den SV Werder Bremen. Foto: Christian Modla

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Bereits nach fünf Minuten der erste Hochkaräter für die Hausherren im ausverkauften Rund: Nach einem Pass von Kaiser setzt sich Yussuf Poulsen gegen drei Bremer durch und scheitert aus kurzer Distanz an Werder-Keeper Felix Wiedwald. Die Großchance sieht sein Ex-Mitbewohner und ehemalige Mitspieler Joshua Kimmich, inzwischen feste Größe beim Meister Bayern, ganz aus der Nähe. Der Nationalspieler sitzt mit Freundin Lina, die er in Leipzig kennenlernte, sowie dem Ex-RB-Kapitän Daniel Frahn auf der Tribüne.

One-Man-Show von Keita

Nach einer halben Stunde eine brenzlige Situation für die Leipziger: Bremens Ousman Manneh kommt im Strafraum zu Fall, wird dabei aber nicht von RB-Keeper Peter Gulacsi berührt. Gäste-Coach Alexander Nouri hat sein Team gut auf Leipzig eingestellt und eine echte Wand mit der Defensive installiert.
Zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt kurz vor der Pause dann die Keita-Show: Der 21-Jährige lässt mehrere Werder-Abwehrspieler stehen, Torhüter Wiegand aussteigen, schiebt geschmeidig zur 1:0-Führung ein. Es ist das zweite Saisontor des Nationalspielers aus Guinea. „Wir wollten sehr kompakt auftreten, waren auch sehr diszipliniert. Dieser eine Fehler bringt uns den Rückstand“, ärgert sich Bremens Trainer Nouri nach der Partie.

Bremen unbeeindruckt

Werder startet zu Beginn des zweiten Durchgangs mit enormem Druck. Zuerst klärt Marvin Compper nur Zentimeter vor Serge Gnabry, dann wird es bei einer Ecke eng, anschließend scheitert Gnabry an RB-Keeper Gulacsi – durchatmen.

Der Gastgeber reißt das Spiel wieder an sich, drückt Bremen in die eigene Hälfte. Nach einer reichlichen Stunde versucht es Emil Forsberg an seinem 25. Geburtstag mit schönem Distanzschuss, den Abpraller köpft Poulsen nur Zentimeter über die Latte. Das Nouri-Team steht zu zehnt hinten drin, wartet auf Konter.

In den letzten 20 Minuten kommt Davie Selke gegen seinen alten Club für Timo Werner zum Einsatz. Der Ex-Bremer legt mit seiner Flanke das 2:0 für Keita auf, der per Kopfball trifft (74.). Werder kontert direkt im Gegenzug – Gnabry trifft nur eine Minute später zum Anschluss. „Da ist uns der jugendliche Leichtsinn zum Verhängnis geworden. Damit haben wir den Gegner mental zurückkommen lassen“, sagt Hasenhüttl, der noch lange nach dem Abpfiff darüber sauer ist.

Ilsanker kommt in der Schlussphase für Forsberg, soll helfen, hinten dicht zu machen. Am Ende wird der verdiente Sieg mit dem 3:1 von Selke gekrönt, der in der Nachspielzeit den Ball im leeren Werder-Tor versenkt.

Von Anne Grimm

Statistik:

RB: Gulacsi, Bernardo, Orban, Keita, Poulsen (88. Burke), Forsberg (83. Ilsanker), Werner (71. Selke), Halstenberg, Kaiser, Demme, Compper

Werder: Wiedwald, Gebre Selassie, Sané, Moisander, S. García, Grillitsch, Hajrovic (60. Bartels), Fritz (70. Johannsson), Junuzovic, Gnabry, Manneh

Tore: 1:0 Keita (42.), 2:0 Keita (74.), 2:1 Gnabry (75.), 3:1 Selke (90+3)

Zuschauer: 42.558 (ausverkauft)

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Leipzig Red-Bull-Arena 51.346108 12.351561
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