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RB Leipzig enttäuscht in vollem Stadion gegen Kiez-Kicker

Vor ausverkauften Rängen RB Leipzig enttäuscht in vollem Stadion gegen Kiez-Kicker

Ein bitterer Sonntag für RB Leipzig: Der Fußball-Zweitligist musste sich dem Tabellennachbarn FC St. Pauli mit 0:1 (0:1) geschlagen geben und erlitt am vierten Spieltag die erste Saisonniederlage.

Davie Selke von RB Leipzig ärgert sich über eine vergebene Chance. Am Ende verlieren die Roten Bullen 0:1 gegen den FC St. Pauli.

Quelle: dpa

Leipzig. Ein bitterer Sonntag für RB Leipzig: Der Fußball-Zweitligist musste sich dem Tabellennachbarn FC St. Pauli mit 0:1 (0:1) geschlagen geben und erlitt am vierten Spieltag die erste Saisonniederlage. Dabei war das Stadion zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte bei einem Ligaspiel mit 41.795 Zuschauern ausverkauft.
 
Nach dem Rückstand kurz vor Ende der ersten Halbzeit fanden die Leipziger nicht mehr richtig zurück in die Partie und unterlagen dem Kultklub am Ende verdient. „Natürlich ist das schade, wenn man vor so einer Kulisse verliert. Aber nach dem Rückstand haben wir uns heute schwer getan“, sagte Stürmer Yussuf Poulsen. Sein Coach Ralf Rangnick meinte: „Wir haben in den ersten 30 Minuten mit das beste Spiel der Saison gezeigt. Aber so ist das, wenn man die Dinger nicht rein macht. Jetzt wissen wir auch, wie sich eine Niederlage anfühlt.“
 
Wie in allen deutschen Stadien der 1. bis 3. Fußballligen gab es auch in Leipzig an diesem Wochenende eine Schweigeminute für den verstorbenen Ex-DFB-Chef Gerhard Mayer-Vorfelder. Trainer Rangnick begann gegen die Kiez-Kicker mit der gleichen Aufstellung wie zuletzt beim 2:0 Auswärtserfolg in Braunschweig. Stürmer Marcel Sabitzer war nach seiner Magen-Darm-Erkrankung wieder rechtzeitig fit geworden.

Der 1. FC St. Pauli hat am Sonntag in Leipzig 1:0 gegen Rasenballsport Leipzig gewonnen. (Bilder: dpa)

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Furioser Start

Von Beginn an übten die Leipziger gehörig Druck aus. Nach sechs Minuten war Selke einen Tick zu spät gestartet, verpasste mit der Fußspitze das runde Leder und die frühe Führung. Emil Forsbergs strammer Schuss kurz darauf konnte nur noch von Pauli-Keeper Robin Himmelfahrt gestoppt werden. Die Zuschauer im vollen Stadion dankten es mit munteren Gesängen.
 
Bei den Hamburgern, die zunächst vor allem bei überfallartigen Kontern etwas gefährlich wurden, fehlten Kapitän Sören Gonter (Muskelbündelriss) und Linksverteidiger Marcel Halstenberg (muskuläre Probleme). In der elften Minute kratzte RB-Keeper Fabio Coltorti einen Freistoß von Marc Rzatkowski noch aus der Ecke.
 
Die bis dato beste Chance der Gastgeber verbuchte Forsberg in der 22. Minute, traf mit dem Außenriss den linken Pfosten. „In den ersten 25 Minuten haben wir alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann und ein riesen Glück, kein Gegentor zu bekommen“, sagt Paulis Coach Ewald Lienen. Sein Team kippte aber nach einer halben Stunde die Partie und spielte bis zur Pause „die beste Phase der bisherigen Saison.“
 
Einen gefährlichen Lupfer von Paulis Sebastian Maier entschärfte Coltorti gerade noch mit seinem rechten Arm. Brenzlig auch die Situation in der 37. Minute: Bei einem Freistoß verschätzte sich Coltorti, Georg Teigl rettete vor der Linie. Die Belohnung für die Gäste folgte kurz vor dem Pausenpfiff: Lennart Thy nutzte den Platz aus 18 Metern und zog unhaltbar zum 0:1 ab.

Selke verpasst Ausgleich
 
Rangnick reagierte und brachte in Halbzeit zwei mit Poulsen für Tim Sebastian mehr Offensivkraft. Der Innenverteidiger hatte sich eine Zerrung im Oberschenkel zugezogen. Stürmer Poulsen legte bereits in der 50. Minute mustergültig auf seinen Nebenmann Selke auf, dessen Flachschuss ging aber weit am Tor vorbei. „Davie macht so eine Chance in neun von zehn Situationen rein“, ärgerte sich Rangnick nach der Partie. Dafür traf Pauli in der 58. Minute das Außennetz.

Vor dem Topspiel der zweiten Bundesliga zwischen Gastgeber RB Leipzig und dem 1. FC St. Pauli haben wir uns unter den Fans umgehört.

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So richtig gefährlich wurde RB nur noch selten. „Pauli hat dann gut gestanden und nicht mehr viel zugelassen“, sagte Torhüter Coltorti. Ein Freistoß von Kapitän Kaiser ging in der 75. Minute einige Zentimeter über den Pauli-Kasten. Ein weiterer Wechsel von Rangnick, Zsolt Kalmar kam für Forsberg, zeigte keine Wirkung. Himmelmann parierte kurz vor Schluss noch einen Kaiser-Freistoß und die Kicker vom Millerntor ließen eine riesen Konterchance liegen. RB rutscht mit der Niederlage auf den fünften Tabellenplatz ab.

Die Leipziger Polizei sprach in ihrer Abschlussmeldung von einem friedlichen Spiel. Sowohl An- als auch Abreise erfolgten ohne Vorkommnisse. Nur im Bereich des Verkehrs kam es teilweise zu kurzfristigen Beeinträchtigungen.

Statistik

RB Leipzig: Coltorti - Teigl, Orban, Sebastian (45. Poulsen), Jung (Quaschner), Ilsanker, Kaiser, Sabitzer, Forsberg (75. Kalmar), Bruno, Selke

FC St. Pauli: Himmelmann - Nehrig, Ziereis, L. Sobiech, Buchtmann (76. Kyoung-Rok) - Rzatkowski, Alushi - Sobota, Maier ( 83. Verhoek), Buballa - Thy

Tore: 0:1 Thy (44.)

Zuschauer: 41.795 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Dankert (Rostock)

Red Bull Arena 51.345736 12.348497
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