Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
RB Leipzig entzaubert Ibrahimovic – Frahn und Boyd streiten um Trikot des PSG-Superstars

RB Leipzig entzaubert Ibrahimovic – Frahn und Boyd streiten um Trikot des PSG-Superstars

 Leipzig. Fast 36.000 Zuschauer waren am Freitag in die Red Bull Arena gekommen, um vor allem ihn zu sehen: Zlatan Ibrahimovic. Doch der schwedische Ausnahme-Stürmer lief in seinem ersten Auftritt nach dem Urlaub nicht annähernd zu Normalform auf.

Dafür überzeugte Zweitliga-Aufsteiger RB Leipzig gegen den französischen Meister Paris Saint Germain beim 4:2 (1:2)-Erfolg mit einem erfrischenden Auftritt.

Für die größte Aufregung sorgte allerdings keine Spielszene, sondern der Streit um das Trikot von Ibrahimovic. Kapitän Daniel Frahn wollte nach der ersten Halbzeit unbedingt das PSG-Shirt mit der Nummer zehn erhaschen. Nach dem Pausenpfiff eilte er zu Ibrahimovic, doch der schüttelte nur mit dem Kopf, zeigte zu Boyd und reichte das Trikot an den RB-Neuling weiter. Frahn war noch nach dem Abpfiff angefressen, sagte stinksauer: „Respekt gibt es anscheinend nicht mehr.“ Zlatan ließ sich nicht lumpen, erklärte gegenüber LVZ-Online: „Ich habe gehört, dass der Kapitän wegen des Trikots wütend ist. Ich habe noch ein zweites dabei, das kann er gerne bekommen.“ Boyd soll sich in der Kabine auch bei Frahn entschuldigt haben. Doch die Trikot-Nummer hinterließ einen faden Beigeschmack.

phpf90d0b1fb4201407191007.jpg

Leipzig. Fast 36.000 Zuschauer waren am Freitag in die Red Bull Arena gekommen, um vor allem ihn zu sehen: Zlatan Ibrahimovic. Doch der schwedische Ausnahme-Stürmer lief in seinem ersten Auftritt nach dem Urlaub nicht annähernd zu Normalform auf. Dafür überzeugte Zweitliga-Aufsteiger RB Leipzig gegen den französischen Meister Paris Saint Germain beim 4:2 (1:2)-Erfolg mit einem erfrischenden Auftritt.

Zur Bildergalerie

Ibrahimovic ohne Zauberkräfte

phpC1o9p820140718225733.jpg

Ibrahimovic wollte sein Trikot nicht mit Kapitän Daniel Frahn tauschen.

Quelle: Christian Nitsche

Der Super-Stürmer kam in Leipzig als Letzter mit einem Privatjet an und verabschiedete sich nach der ersten Halbzeit als einziger seines Teams schon wieder vom Rasen. „Ibrakadabra“ hatte seine Zauberkräfte zu Hause gelassen, bewegte sich zu Beginn des Testspiels gegen RB Leipzig auf der Fläche einer Knäckebrotscheibe. In der 13. Minute brachte der PSG-Stürmer den Ball bei einem Freistoß erstmals gen gegnerisches Tor, blieb allerdings in der Leipziger Mauer hängen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sein Teamkollege Ongenda (10.) schon einen Treffer für den Champions-League-Teilnehmer erzielt. „Ich fand es für mein erstes Saisonspiel okay, weiß aber auch, dass ich noch an mir arbeiten muss“, sagte Ibrahimovic.

Die Leipziger investierten mehr und zeigten, dass sie dem Team von Trainer Laurent Blanc ( hier im Interview) in der Saison-Vorbereitung voraus sind. Poulsen erhaschte den Ball von Ibrahimovic, Boyd ließ bei seiner Premiere im heimischen Stadion ebenfalls einen guten Eindruck. Der von Rapid Wien gekommene Stürmer hatte sich den Treffer zum 1:1 redlich verdient. In Puncto Effektivität ließ sich der Scheich-Club jedoch in der ersten Hälfte nichts vormachen, erhöhte nur zwei Minuten später zum 2:1.

Ibrahimovic fiel vor seinem Abgang noch einmal auf, als er kurz vor dem Pausenpfiff frei an RB-Torhüter Fabio Coltorti scheiterte. Zu den erhofften Zweikämpfen kam es für Niklas Hohender kaum. Der RB-Verteidiger scherzte: „Ich habe mal Servus gesagt, aber es kam keine Antwort. Im Ernst: Auch wenn wir gewonnen haben, hat uns das Spiel heute gezeigt, wo noch unsere Schwachstellen sind.“  

Zorniger vor schwerer Aufgabe

phpwlhcVw20140718231154.jpg

Ibrahimovic im Interview.

Quelle: Matthias Roth

In der zweiten Hälfte tauschte RB-Trainer Alexander Zorniger sein Team wie angekündigt fast komplett aus. Doch dem Spiel der Bullen tat das keinen Abbruch. Poulsen traf kurz vor seiner Auswechslung in der 50. Minute noch zum Ausgleich. Der frisch eingewechselte Denis Thomalla erhöhte sogar zur 3:2-Führung. Das Sahnehäubchen setzte Neuzugang Stefan Hierländer beim 4:2 auf den RB-Erfolg.

„Wir haben momentan 25 gute Spieler im Kader, die alle zum Start der 2. Bundesliga auflaufen wollen. Eine erste Elf gibt es noch nicht so richtig. Ich möchte nicht in der Haut des Trainers stecken, das wird eine schwierige Aufgabe für ihn“, sagte Dominik Kaiser. Auch Zorniger war zufrieden: „Vor allem die zweite Halbzeit mit den vielen jungen Spielern war von uns großartig.“ Die Leipziger feierten damit im sechsten Testspiel ihren fünften Sieg. Merci, sagten die Fans.  

Statistik

:

RB Leipzig: 1. HZ: Coltorti – Teigl, Hoheneder, Sebastian, Heidinger – Kimmich, Demme, Kaiser – Poulsen, Boyd, Frahn (C)

2. HZ: Bellot, Strauß, Jung, Willers, Khedira, Morys, Poulsen (61. Prevljak), Thomalla, Hoheneder, Kaiser (61. Palacios), Hierländer

Paris: Douchez – Jallet, Marquinhos, Camara, Kimpembe – Rabiot – Pastore, Chantome, Bahebeck – Ongenda, Ibrahimovic (45. Bambock)

Tore: 0:1 Ongenda (10.), 1:1 Boyd (25.), 1:2 Bahebeck (27.), 2:2 Poulsen (50.), 3:2 Thomalla (64.), 4:2 Hierländer (76.)

Anne Grimm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Spielberichte

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.