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RB Leipzig erkämpft in Unterzahl Remis gegen FSV Frankfurt – Fandrich sieht Gelb-Rot

RB Leipzig erkämpft in Unterzahl Remis gegen FSV Frankfurt – Fandrich sieht Gelb-Rot

RB Leipzig hat im Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt mit viel Glück und Einsatz einen Punkt gerettet. Die Messestädter spielten nach einer Gelb-Roten Karte für Clemens Fandrich mehr als eine Halbzeit mit zehn Mann.

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Quelle: dpa

Leipzig. RB-Trainer Alexander Zorniger trat mit zwei Veränderungen in der Startformation am Bornheimer Hang an: Marvin Compper begann auf der Innenverteidiger-Position für den verletzten Hoheneder, Dänen-Pfeil Yussuf Poulsen (Zerrung) wurde durch Matthias Morys ersetzt.

Nach dem Auswärtssieg in Nürnberg boten die Frankfurter in ihrem Heimspiel am Freitagabend Neuzugang Hanno Balitsch wieder als Manndecker auf. FSV-Trainer Möhlmann nahm einen personellen Wechsel vor: Alexander Huber ersetzte Denis Epstein auf der Außenbahn. Mit einer massierten Mittelfeldreihe und der einzigen Spitze Edmond Kapllani ging der FSV Frankfurt in die Partie gegen den Spitzenreiter der 2. Bundesliga.

Der Tabellenführer aus Leipzig zog in der Anfangsphase ruhig und routiniert sein Spiel auf. Der FSV Frankfurt spielte abwartend, aber ebenfalls mutig nach vorne. Dann die erste Ecke für die Bornheimer in der 3. Minute und gleich die Chance zum Abschluss: Balitsch kam zum Kopfball, RB-Torhüter Benny Bellot fing den Ball jedoch sicher.

Die Mannschaften pressten früh und gingen gallig in die Zweikämpfe. Resultat: viele kleine Fouls und Ballverluste auf beiden Seiten. In der 14. Minute ergab sich die erste gute Gelegenheit für die Rasenballer: Morys flankte von links scharf nach innen, Kapitän Frahn verpasste den Ball nur knapp.

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Frankfurt/Leipzig. Am Sonnabend bat RB-Trainer Alexander Zorniger seine Männer zum Auslaufen an den Cottaweg. Danach gab er seiner Mannschaft drei freie Tage. Die roten Bullen waren sich nach der lockeren Einheit und dem 0:0 am Freitagabend beim FSV Frankfurt einig: Das war ein Punktgewinn. „Es hat jeder gesehen, das war sehr glücklich für uns“, sagte Zorniger.

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Noch immer war das Spiel gekennzeichnet von einer hohen Fehlerquote im Passspiel. Dann kam Frankfurt etwas in Fahrt. Zweimal setzte sich Grifo in Erscheinung und brachte Schüsse auf das Leipziger Tor – ohne zum Erfolg zu kommen. Zwingende Chancen waren auf beiden Seiten bis dahin Mangelware.

In der Folge entwickelte sich dann aber ein teils offener Schlagabtausch. Morys brach über links durch, FSV-Keeper Klandt konnte den strammen Schuss aus zehn Metern jedoch entschärfen. Auf der Gegenseite erhielten die Bornheimer in der 27. Minute eine Riesenmöglichkeit, die Kapllani jedoch ungenutzt ließ. Seinen Lupfer von der Strafraumkante kratzte Abwehrspieler Sebastian noch so eben von der Linie.

RB Leipzig fand gegen einen einsatzfreudigen und zweikampfstarken FSV Frankfurt keine rechten Mittel. Stattdessen setzten engagierte Hessen immer wieder kleine Nadelstiche. Zum Großteil präsentierten sich in der ersten Halbzeit beide Teams fahrig und ohne die nötige Durchschlagskraft. Leipziger Lichtblick in der 39. Minute: Morys tankte sich rechts an seinem Gegenspieler vorbei und verfehlte das Tor nur knapp. Nur eine Minute später die erneute Chance für den Stürmer: er vergab aber frei vor dem Torhüter.

Gelb-Rot für Fandrich - Leipzig in Unterzahl

Das Spiel wurde zunehmend intensiver geführt. In der 41. Minute holte sich Clemens Fandrich eine Verwarnung in Form des gelben Kartons ab. Paukenschlag mit Rudelbildung dann kurz vor dem Pausentee. Nach einem Foul von FSV-Spieler Balitsch an Diego Demme rempelte Fandrich den Routinier an: Schiedsrichter Sven Jablonski zeigte dem RB-Akteur die Gelb-Rote Karte. Balitsch bekam Gelb. Mit dieser Entscheidung des Referees und Leipzig in Unterzahl ging es in die Halbzeit.

Rasenball-Trainer Zorniger verzichtete zunächst auf einen Wechsel. Mit einem Mann weniger geriet Leipzig zusehends unter Druck. In der 53. Minute zielte der starke Frankfurter Vincenzo Grifo mit einem Schuss aus 20 Metern nur knapp vorbei. RB nahm in der 54. Minute eine personelle Veränderung vor und brachte Außenverteidiger Heidinger für die Offensivkraft Matthias Morys.

Nach vorne ging zu diesem Zeitpunkt bei den Sachsen gar nichts mehr. Im Abwehrbund standen die Leipziger jedoch gut und bearbeiteten die Bornheimer wirkungsvoll. Der FSV Frankfurt war im Vorwärtsgang bemüht, rieb sich aber immer wieder an den Abwehrspielern der Gäste auf und agierte umständlich.

Rebic wird ein- und wieder ausgewechselt

Alexander Zorniger versuchte in der 67. Minute das Spiel seiner Mannschaft mit einem weiteren Wechsel zu beleben: der kroatische WM-Teilnehmer Rebic kam für Kapitän Daniel Frahn und feierte sein Debüt im RB-Dress. Torraumszenen waren trotzdem weiter rar, die Leipziger hielten den Gegner erfolgreich vom eigenen Tor fern. Die Frankfurter nahmen sich eine regelrechte Auszeit und zeigten sich ideenlos gegen zehn Mann.

Im Verlauf der kampfbetonten und niveauarmen zweiten Halbzeit erhielt Rani Khedira die Gelbe Karte (75.) nach einem Foul im rechten Mittelfeld, der Freistoß brachte jedoch nichts ein. Wie aus dem Nichts dann die hundertprozentige Möglichkeit zur Führung für Frankfurt in der 79. Minute: Nach einem Versuch aus spitzem Winkel von Grifo konnte Zafer Yelen den Abpraller aus fünf Metern nicht verwerten – RB Leipzig im Glück.

Fortuna war den Sachsen weiter hold. Eine verunglückte Rückgabe klärte Tormann Bellot in höchster Not. Nun drückte der FSV noch mal und kam zu Chancen. In der 88. Minute musste RB-Spieler Ante Rebic nach nur zwanzig Minuten schon wieder vom Feld. Kalmar kam für den Stürmer.

Die Möglichkeit zur Entscheidung dann in der letzten Minute: einen Freistoß köpft Huber gegen den Leipziger Pfosten und auch der Nachschuss war brandgefährlich. Mit Fortune und großem Einsatz rettet RB das Unentschieden über die Zeit und bleibt damit zumindest bis Samstag Tabellenführer der 2. Liga.

"Man hat von der ersten Minute an gemerkt, dass uns einige Korsettstangen gefehlt haben“, sagte RB-Trainer Zorniger nach dem Spiel, „auch wenn es natürlich schön wäre, wenn das der Gegner nicht so klar sieht.“ Zorniger sprach von einem glücklichen Punkt. "Wir kamen nicht in die Tiefe und haben an Torchancen nichts qualitativ Hochwertiges zustande bekommen. Es hat die Kompaktheit gefehlt und man hat auch gemerkt, dass einige Dinge nicht so eingespielt waren, wie man sie aus der Vergangenheit kannte.“

RB: Bellot - Teigl, Compper, Sebastian, Jung – Kimmich , Khedira, Demme – Fandrich – Morys (54. Heidinger), Frahn (67. Rebic, 88. Kalmar)

FSV Frankfurt: Klandt – Huber, Balitsch, Beugesldijk, Bittroff – Konrad, Schembri (66. Yelen), Grifo, Kruska (80. Dedic), Roshi (86. Engels) - Kapllani

Gelb-Rote Karte:

Fandrich (44.)

Zuschauer:

6000

Marc Bohländer

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