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RB Leipzig erobert Tabellenspitze – Kapitän Frahn erzielt gegen Aue erstes Saisontor

RB Leipzig erobert Tabellenspitze – Kapitän Frahn erzielt gegen Aue erstes Saisontor

RB Leipzig ist erstmals Tabellenführer in der 2. Bundesliga – zumindest über Nacht. Am Freitag schlugen die Roten Bullen vor einer beeindruckenden Kulisse von 34.273 Zuschauern den FC Erzgebirge Aue im Sachsen-Derby mit 1:0 (1:0).

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Daniel Frahn von RB Leipzig (M.) setzt sich gegen René Klingbeil (l.) und Stipe Vukur von Erzgebirge Aue durch und trifft zum 1:0.

Quelle: dpa

Leipzig. Damit bleibt der Aufsteiger auch nach dem dritten Spieltag ungeschlagen. Kapitän Daniel Frahn erzielte das Siegtor gegen den Tabellenletzten.

Trainer Alexander Zorniger bot fast die komplette Startelf der ersten beiden Zweitliga-Partien auf. Nur Dominik Kaiser fehlte kurzfristig. Der Mittelfeldmotor hatte sich am Freitag eine Oberschenkel-Blessur zugezogen. Für ihn durfte der DFB-Pokal-Torschütze Clemens Fandrich beginnen. Veilchen-Trainer Falko Götz richtete seine Truppe gegen die offensivstarken Leipziger mit einem 4-4-2 sehr defensiv aus.

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Leipzig. Palmen, Sonne und kuschelig warme Temperaturen: Die Voraussetzungen für die Spieler von RB Leipzig waren im Januar während des Trainigslagers in Katar ideal. Am Freitag (Anstoß um 18.30 Uhr) hilft der Wohlfühlmodus aber nicht mehr viel. Aue heißt nach der Winterpause der erste Gegner in der 2. Bundesliga und erwartet die Gäste mit der rauen Wirklichkeit des Erzgebirges.

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Doch das nützte wenig, denn nach nur drei Minuten traf Kapitän Daniel Frahn zum 1:0. Die Situation zuvor im Strafraum schien geklärt. Doch Anthony Jung setzte nach, bekam den Ball gegen den Kopf, von dort prallte die Kugel zu Frahn ab. Für den in den vergangenen Wochen so gescholtenen Kapitän war es der erlösende erste Saisontreffer. Anschließend stürmte er sofort zu seinem Trainer, um sich zu bedanken.

„Wir hatten einen Matchplan, der war nach dem Gegentor erledigt“, sagte Aues Coach Götz. Sein Team kam kaum aus der eigenen Hälfte, während RB den Druck auch nach der Führung aufrecht hielt. Mitte der ersten Halbzeit flachte die Partie ein wenig ab. Leipzig blieb zwar noch Herr im eigenen Stadion, erzwang aber auch keine Chancen.

Weltmeister Sami Khedira zu Besuch

Dabei saß auf der VIP-Tribüne prominenter Besuch: Sami Khedira und seine Eltern schauten das erste Mal eine Partie ihres Ranis in Leipzig an. Weltmeister Sami spielt laut Medienberichten bei seinem aktuellen Verein Real Madrid keine Rolle mehr, hat aber noch einen Vertrag bis 2015. Seine Zukunft ist kurz vorm Ende der Transferperiode offen. „Meine Eltern sind schon eine Weile da. Dass mein Bruder auch im Stadion ist, war für mich eine Überraschung“, sagte Rani. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, mit Sami gemeinsam in Leipzig zu spielen, sagte der 20-Jährige: „Ein Traum wäre es schon. Aber ob der realistisch ist?“  

Zurück zum Derby – erst in der 30. Minute der nächste Höhepunkt: Nach einer Hereingabe vom unter der Woche angeschlagenen Joshua Kimmich köpfte Yussuf Poulsen links am Tor vorbei. Kurz vor der Halbzeit segelte Frahn nur knapp unter einer Flanke durch, war ansonsten frei vorm Tor.

Hoheneder muss verletzt ins Krankenhaus

Entsetzen in der 40. Minute: Verteidiger Niklas Hoheneder blieb lange bewusstlos liegen, nachdem er unglücklich auf den Kopf gefallen war. Er musste vom Feld getragen und anschließend ins Krankenhaus gebracht werden. Für ihn rückte erstmals Marvin Compper, Neuzugang vom AC Florenz, ins Team.

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Wie eine erste Diagnose nach der Partie ergab, erlitt Hoheneder offenbar eine Stauchung der Halswirbelsäule. Er habe sich jedoch nichts gebrochen, auch eine Bandscheibenverletzung wurde ausgeschlossen. Weil der Verteidiger aber im linken Arm wenig Kraft habe, bleibe er zur Kontrolle über Nacht im Krankenhaus, teilte RB mit. Am Sonnabend sollen weitere Untersuchungen folgen.

„Niklas lag mit einer Halskrause im medizinischen Bereich, als wir in die Kabine kamen. Das war für uns natürlich ein Schock“, sagte Zorniger und ergänzte: „Aber das gilt nicht als Erklärung, für die eher schwache zweite Hälfte.“

Die Veilchen hatten nun mehr vom Spiel. Chancen waren aber auf beiden Seiten Mangelware. Schlimmeres verhinderte Verteidiger Georg Teigl, als Aues Henri Anier frei vor Torhüter Benjamin Bellot auftauchte. In der 78. Minute feierte mit Zsolt Kalmar ein weiterer Neuzugang bei RB sein Debüt. Denis Thomalla ließ in der Nachspielzeit noch eine hochkarätige Möglichkeit ungenutzt. Es blieb beim knappen Leipziger Erfolg. „In der zweiten Halbzeit hat Aue fast Anti-Fußball gespielt. Das war für uns schon schwer. Aber die Null steht weiter, das ist wichtig“, sagte Stürmer Yussuf Poulsen.

RB:

Bellot - Teigl, Hoheneder (43. Compper), Sebastian, Jung – Kimmich (78. Kalmar), Khedira, Demme – Fandrich (61. Thomalla) - Poulsen, Frahn

Aue:

Männel - Klingbeil, Vucur, Paulus, Miatke – Novikovas (69. Müller), Gonzalez, Diring, Luksik (57. Kortzorg) – Okoronkwo (57. Anier), Löning

Tor:

1:0 Frahn (3.)

Zuschauer:

34.273

Anne Grimm

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