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RB Leipzig im DFB-Pokal: Die 70 Minuten von Osnabrück

Spielbericht RB Leipzig im DFB-Pokal: Die 70 Minuten von Osnabrück

Dieses Spiel wird man so schnell nicht vergessen: Im DFB-Pokal treffen RB Leipzig und der VfL Osnabrück aufeinander. In der 71. Minute wird der Schiedsrichter mit einem Feuerzeug verletzt, die Partie abgebrochen. Unser Spielbericht zu den anderthalb Halbzeiten von Osnabrück.

Hitziges Pokalduell: RB Leipzig gegen VfL Osnabrück

Quelle: dpa

Osnabrück/Leipzig. Die Pokalbegegnung zwischen RB Leipzig und dem VfL Osnabrück war hart umkämpft, auf dem Rasen ging es ruppig zu, die Stimmung auf den Rängen war aufheizt. Ein Blitztor der Gastgeber brachte die Favoriten aus Sachsen in Bedrängnis. Dem Rückstand liefen sie 70 Minuten hinterher – bis der Schiedsrichter verletzt wurde.

Das Spiel lief gerade 20 Sekunden, als der VfL die Rasenballer schockte. Torhüter Fabio Coltorti hatte einen harten Schuss ins Aus abprallen lassen. Ein weiter Einwurf der Osnabrücker fand über zwei Stationen zu Halil Savran, der aus der Drehung abzog und den Ball ins kurze Eck zimmerte. Coltorti war in dieser Situation chancenlos.

Der Jubel der Fans fiel so heftig aus, dass Absperrung und Sicherheitsnetz im Heim-Block gefährlich ins Wanken gerieten und teilweise zusammenbrachen. Das Spiel wurde kurz unterbrochen, die Anlage wurde notdürftig gesichert.

RB-Spiel abgebrochen

Wie soll das Pokalspiel gewertet werden?

Der Auftakt nach Maß beflügelte die Hausherren, ihnen gehörte die erste Viertelstunde. Immer wieder konnten sie die Abwehr der Gäste leicht ausspielen. So lag das 2:0 schon in der 8. Minute in der Luft: Coltorti hatte weit vor dem Strafraum einen Pass weggespitzelt, der Ball landete aber direkt vor Marcel Kandzioras Füßen. Überrascht von der Möglichkeit legte er sich das Leder allerdings zu weit vor.

Ein Freistoß brachte RB in der 16. Minute erstmals gefährlich vor das gegnerische Tor. Kapitän Dominik Kaiser hob die Kugel gefühlvoll in den Strafraum, Davie Selke stieg hoch, aber kam mit dem Kopf nicht richtig hinter den Ball und setzte ihn knapp neben den Kasten.

Danach fanden die Leipziger besser ins Spiel. Vor allem Emil Forsberg lief viel, öffnete im Angriff die Räume. Die RB-Offensive – in der ersten Halbzeit noch ohne Yussuf Poulsen – scheiterte jedoch an der kompakten VfL-Abwehr oder hatte schlichtweg Pech.

Dramatischer Moment: Nachdem der VfL Osnabrück 70 Minuten lang die Partie gegen RB Leipzig dominiert, wird Schiedsrichter Martin Petersen von einem roten Feuerzeug am Kopft getroffen. Danach wird die Partie abgebrochen.

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Die hitzige Atmosphäre in der Osnatel-Arena übertrug sich auch auf den Rasen: Harte Zweikämpfe, viele Tätlichkeiten und Rudelbildung unterbrachen immer wieder den Spielfluss. Schiedsrichter Martin Petersen verteilte in der ersten Halbzeit drei gelbe Karten. Verwarnt wurde unter anderem Atinc Nukan. In der 40. Minute hatte der Abwehrhüne Glück, als er gegen den Kopf eines Gegenspielers sprang und dafür nicht Rot sah. Trainer Ralf Rangnick reagiert sofort und nahm Nukan vom Platz. Lukas Klostermann kam für ihn.

Auch in der zweiten Halbzeit blieb die Partie zunächst zerfahren. Beide Teams versuchten, das Spiel schnell zu machen, häufig blieben die Angriffe jedoch im Mittelfeld stecken. Osnabrück machte weiter Druck, ein Klassenunterschied war nicht zu spüren.

In der 71. Minute kam es dann zu dem verhängnisvollen Wurf auf Schiedsrichter Petersen, woraufhin die Begegnung abgebrochen wurde.

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