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RB Leipzig ist nicht zu schlagen - Forsberg bügelt Patzer aus

Fußball-Bundesliga RB Leipzig ist nicht zu schlagen - Forsberg bügelt Patzer aus

RB Leipzig bleibt in der Bundesliga weiter ungeschlagen. Der Aufsteiger gewann am Sonntag auch beim VfL Wolfsburg. Emil Forsberg bügelte mit seinem Tor einen verschossenen Elfmeter aus.

Entscheidender Mann: Emil Forsberg.

Quelle: Gepa

Leipzig. RB Leipzig bleibt dem FC Bayern auf der Spur und in der Bundesliga ungeschlagen. Der Aufsteiger gewann am Sonntag beim VfL Wolfsburg mit 1:0 (0:0) und belegt nun Platz drei in der Tabelle. Der 1. FC Köln verteidigte aber mit einem um einen Treffer besseren Torverhältnis den zweiten Rang.

„In der zweiten Hälfte haben wir uns Minute für Minute gesteigert und uns dann auch mit dem Treffer belohnt", schätzte Trainer Ralph Hasenhüttl nach dem Spiel ein. „Wichtig war, dass wir auch gegen Ende der Partie nochmal ordentlich Dampf gemacht haben und den Sieg unbedingt wollten."

Emil Forsberg, der in der ersten Hälfte einen Elfmeter verschoss, nahm der Coach in Schutz. In der Halbzeitpause habe er dem 24-Jährigen gesagt, dass er das Spiel nicht allein entscheiden muss.  "Er hat Gott sei dank nicht so gut zugehört - und hat es dann doch entschieden", so Hasenhüttl.

RB Leipzig war am siebten Spieltag in Wolfsburg zu Gast - und konnte als Sieger nach Hause fahren.

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Was für eine Chance für Emil Forsberg: In der 17. Minute pfiff Schiedsrichter Sascha Steegemann (Niederkassel) einen Foulelfmeter. Der Schwede schnappte sich den Ball, ließ VfL-Torhüter Koen Casteels in die falsche Ecke springen und schob dafür den Ball weit am linken Pfosten vorbei.

Glück für den Wolfsburger Keeper. Er hatte nämlich zuvor den Strafstoß verursacht. Einen Rückpass von Robin Knoche legte sich Casteels zu weit vor. Timo Werner sprintete dazwischen und wurde vom Schlussmann gelegt. Marcel Sabitzer erlebte diese Szene bereits nicht mehr auf dem Platz. Er musste schon nach einer Viertelstunde nach einem Schlag auf den Knöchel den Rasen verlassen und saß später mit Krücken auf der Bank. Er wurde durch Dominik Kaiser ersetzt.

Den besseren Start erwischten die Niedersachsen. Julian Draxler prüfte RB-Keeper Peter Gulacsi schon nach vier Minuten mit einem Ball in die lange Ecke. Der VfL bestimmte die Partie, stand hinten sicher und hatte sich hervorragend auf das Leipziger Pressing-Spiel eingestellt. Chancen waren in der intensiven Begegnung allerdings auf beiden Seiten Mangelware. Aufreger in der 35. Minute: Bernardo sprang Mario Gomez am zweiten Pfosten in den Rücken. Der Nationalstürmer forderte Strafstoß, bekam ihn aber nicht.

RB-Coach Ralph Hasenhüttl ordnete sein Team in der Pause neu und die Leipziger kehrten mit wesentlich mehr Schwung zurück. Allein Yussuf Poulsen hatte zweimal die Führung auf dem Fuß. Nach einer Kaiser-Ecke spitzelte er den Ball in der 53. Minute genau auf Casteels. In der 58. Minute ballerte der Däne im Strafraum die Kugel über das Tor. RB blieb jetzt am Drücker und belohnte sich.

Ausgerechnet Forsberg brachte den Aufsteiger in Führung. Nach einem Casteels-Abschlag beförderten Diego Demme und Poulsen den Ball zurück an den Wolfsburger Strafraum. Forsberg schlenzte ihn aus 18 Metern ins rechte Eck und machte sein Missgeschick vom Elfmeterpunkt wieder wett. ""Wir haben zu verkrampft gespielt", sagte VfL-Manager Klaus Allofs. Von Wolfsburg war jetzt nur wenig zu sehen, sowohl auf dem Rasen als auch auf den Rängen. Die rund 3000 mitgereisten Gästefans übernahmen die Stimmhoheit und feierten ihre Mannschaft.

Der eingewechselte Oliver Burke hatte in der Nachspielzeit noch das 2:0 und Rang zwei auf dem Fuß, scheiterte aber an Casteels.

"Es war ein hartes Stück Arbeit", fasst Yussuf Poulsen die Partie gegen die Wölfe zusammen. "In der zweiten Halbzeit hatten wir einfach mehr Power." Übermütig wird der Däne aber nicht. "Wir müssen so viel investieren wie heute in ein Spiel, sonst wird es auch für uns schwer."

Die Leipziger freuen sich nun auf das ausverkaufte Heimspiel am nächsten Sonntag gegen Werder Bremen. In Wolfsburg beginnt die Diskussion um Trainer Dietmar Hecking neu. Allofs wollte nach der Partie kein eindeutiges Bekenntnis zu seinem Coach abgeben.

VfL Wolfsburg:   Casteels - Träsch, Bruma, Knoche, R.Rodriguez, Seguin (60. Henrique), Luiz Gustavo (77. Mayoral), Vieirinha (63. Brekalo), Arnold, Draxler, Gomez

RB Leipzig: Gulacsi - Bernardo , Orban, Compper , Halstenberg - Ilsanker , Demme - Sabitzer  (15. Kaiser) Forsberg (87. Keita) , Werner,  Poulsen (80. Burke)

Tore: 0:1 Forsberg (70.)

Zuschauer: 30.000

Matthias Roth

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