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RB Leipzig mit Glück – knapper Sieg beim SC Paderborn

Compper trifft RB Leipzig mit Glück – knapper Sieg beim SC Paderborn

Das war ein hartes Stück Arbeit. RB Leipzig hat Freitagabend einen glücklichen Auswärtssieg beim SC Paderborn geholt. Phasenweise wirkten die Favoriten ideenlos. Letztlich musste es ein Abwehrspieler nach einer Standardsituation richten.

RB Leipzig setzte sich am Freitag hauchdünn gegen Paderborn durch.

Quelle: Gepa

Leipzig/Paderborn. RB Leipzig hat sich im Kampf um den Aufstieg mit viel Glück drei weitere Auswärtspunkte gesichert. Beim abstiegsbedrohten SC Paderborn kam das Team von Trainer Ralf Rangnick nur zu einem 1:0 (0:0)-Sieg. Über weite Strecken fehlte den Favoriten die spielerische Finesse, die Gastgeber hielten mutig dagegen. „Was mich besonders freut ist, dass wir erneut ohne Gegentor geblieben sind“, sagte RB-Coach Ralf Rangnick nach dem Spiel beim Sender Sky. „Es war heute ein großer Fight auf beiden Seiten. Am Ende werden solche Spiele oft durch Standards entschieden“, so RB-Stürmer Yussuf Poulsen.

Die erste Halbzeit begann ganz nach dem Geschmack der Gäste, sollte sich aber schnell zum zerfahrenen Kräftemessen entwickeln. In der 6. Minute kam Kapitän Dominik Kaiser völlig frei an den Ball, zirkelte das Leder aus der Drehung an Torhüter Daniel Heuer Fernandes vorbei, setzte es aber nur an den Pfosten. Yussuf Poulsen kam an den Abpraller nicht mehr heran.

RB Leipzig hat sich im Kampf um den Aufstieg mit viel Glück drei weitere Auswärtspunkte gesichert. Beim abstiegsbedrohten SC Paderborn kam das Team von Trainer Ralf Rangnick am Freitagabend (26.02.2016) nur zu einem 1:0 (0:0)-Sieg.

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Wer glaubte, dass RB nun ein Offensivfeuerwerk zünden würde, sah sich bald getäuscht. Den Paderbornern gelang es auf holprigem Platz immer wieder, die Rasenballer im Spielaufbau zu stören. Gleichzeitig kamen die Hausherren in der Anfangsphase jedoch selbst kaum zu gefährlichen Möglichkeiten im Angriff, technisch waren sie deutlich unterlegen. Die Folge: Beide Teams tasteten sich ab, viele Vorstöße blieben im Mittelfeld hängen.

Die Favoriten aus Sachsen wirkten phasenweise ratlos, wie sie gegen die kompakt stehende Abwehr um den Ex-Leipziger Tim Sebastian ankommen sollten. Ungenauigkeiten in der RB-Hintermannschaft beflügelten zudem den Kampfgeist der Gastgeber – und eröffnete ihnen Chancen.

Nach einem schnell ausgeführten Freistoß der Paderborner lief Lukas Klostermann zwar noch dazwischen, bekam den Ball aber nicht unter Kontrolle. RB-Keeper Péter Gulácsi konnte einen Treffer von Süleyman Koc gerade noch verhindern (17. Minute). Die Ecke im Anschluss köpfte Tim Sebastian knapp vorbei. So erging es auch Nicklas Helenius in der 35. Minute.

Ansonsten dominierte Geplänkel im Mittelfeld die erste Halbzeit. Als die Trainer Ralf Rangnick und Stefan Effenberg sich zur Halbzeit die Hand reichten, konnte der Leipziger Coach mit der Leistung seines Teams nicht zufrieden sein. Sein Pendant dagegen durfte sich über die kämpferische Einstellung seiner Mannschaft und die Aussicht auf einen Punktgewinn im Abstiegskampf freuen.

Tor für Paderborn nicht gegeben

Dass sich der SCP an diesem Freitagabend nicht mit einer Niederlage abspeisen lassen wollte, wurde gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs deutlich: Nach gestolpertem Pass netzte Thomas Bertels ein. Glück für Leipzig – die Fahne war oben, der Schiedsrichterassistent hatte Abseits gesehen (50.).

Und Paderborn blieb dran. Nach einer langen Flanke ließ Nicklas Helenius im Strafraum auf Koc abtropfen, der zog unmittelbar ab. Doch der Schuss landete direkt in den Armen von Gulácsi (59.).

Wie aus dem Nichts meldete sich RB wenig später zurück, eine Standardsituation musste es richten: Einen Eckball von Kaiser genau ins Zentrum des Paderborner Strafraums köpfte Marvin Compper in die rechte untere Ecke (63.). Heuer Fernandes konnte nicht schnell genug abtauchen. Für den Abwehrspieler Compper war es das zweite Saisontor, für sein Team die ersehnte 1:0-Führung.

Im Anschluss entwickelte sich die Partie zumindest vorübergehend noch zu einem munteren Schlagabtausch vor knapp 9000 Zuschauern. In der 71. Minute scheiterte Emil Forsberg völlig frei vor Paderborns Torhüter. Poulsen war in aussichtsreicher Position mitgelaufen, erhielt aber keinen Pass. Auf der anderen Seite rettete Gulácsi mit einer Glanzparade die knappe Leipziger Führung, hielt einen Kopfball von Helenius aus nächster Nähe. In der 86. Minute schob der kurz zuvor eingewechselte Jakub Sylvestr den Ball knapp neben das Leipziger Gehäuse.

Bis zum Abpfiff kamen von den Gästen kaum noch Impulse nach vorn, Paderborn blieb glücklos. Der nächste Gegner für RB heißt Heidenheim. Der 1. FC rangiert im Mittelfeld der Tabelle und ist am kommenden Mittwoch ab 17.30 Uhr in der Red Bull Arena zu Gast.

Von Michael Frömmert

Statistik:

RB Leipzig: Gulácsi – Klostermann, Orban, Compper, Halstenberg – Demme, Khedira – Kaiser (C, 87. Nukan), Sabitzer, Forsberg (75. Jung) – Poulsen (83. Quaschner)

SC Paderborn: Heuer Fernandes – Heinloth, Wahl, Sebastian, Hartherz – Bakalorz (C), Krauße (85. Sylvestr) – Koc (67. Brasnic), Pepic, Bertels (75. Stoppelkamp) – Helenius

Tor: 0:1 Compper (63.)

Zuschauer: 8838

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