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RB Leipzig müht sich zu knappem Sieg in Frankfurt

Saisonauftakt RB Leipzig müht sich zu knappem Sieg in Frankfurt

Das war ein hartes Stück Arbeit im ersten Spiel der neuen Saison: Gegen mutige Frankfurter hat es für RB Leipzig nur zu einem knappen Sieg gereicht. Dabei profitierten die Gäste von einem schweren Fehler in der FSV-Abwehr.

RB-Trainer Ralf Rangnick während der Auftaktpartie beim FSV Frankfurt.

Quelle: dpa

Frankfurt/Leipzig. Nach der makellosen Saison-Vorbereitung mit sieben Siegen in sieben Testspielen ist RB Leipzig im harten Alltag der 2. Bundesliga angekommen. Beim FSV Frankfurt fuhr das Team von Trainer Ralf Rangnick am Samstagnachmittag nur einen knappen 1:0-Arbeitssieg ein. In einer zerfahrenen Partie hielten die Gastgeber kämpferisch dagegen und machten den Roten Bullen das Leben schwer. Vor 7021 Zuschauern konnten die Leipziger ihr Potenzial im Angriff nicht ausspielen, offenbarten noch Schwächen in der Abstimmung. Coach Rangnick hatte fünf Neuzugänge in die Startelf berufen: Davie Selke, Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker, Atinç Nukan und Willi Orban.

Die Anfangsphase war geprägt von zahlreichen Zweikämpfen, in denen es durchaus ruppig zur Sache ging. RB bemühte sich, offensiv Druck zu machen, wurde von den Frankfurtern jedoch früh gestört. Die Gastgeber versteckten sich gegen die nominellen Favoriten nicht, lauerten auf Konter. In der 18. Minute die erste große Chance des Spiels für den FSV: Nach Pass von Mario Engels stand Zlatko Dedic allein vor Leipzigs Torhüter, doch Fabio Coltorti holte den Ball vom Fuß seines Gegenspielers und entschärfte so die Situation.

Das war ein hartes Stück Arbeit im ersten Spiel der neuen Saison: Gegen mutige Frankfurter hat es für RB Leipzig nur zu einem knappen Sieg gereicht.

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In der Folge entwickelte das 4-2-2-2-System der Leipziger trotz größeren Ballbesitzes kaum Durchschlagskraft. Nur wenige Angriffe liefen über die Flügel, in der Mitte liefen sich die Stürmer in der kompakten Frankfurter Abwehr fest. So war es ein Spielzug über die Außenbahn, der RB erstmals gefährlich vor den Kasten der Gastgeber brachte: Emil Forsberg flankte von links auf Davie Selke, der seinen Kopfball knapp neben das Tor setzte (28. Minute).

Wenig später kamen die Gäste zur nächsten guten Möglichkeit: Selke bewahrte im Strafraum die Übersicht, steckte zu Marcel Sabitzer durch, dessen Schuss gerade noch abgeblockt wurde. Yussuf Poulsen verwertete den Abpraller per Kopf, bekam aber nicht genug Kraft hinter das Leder (34.).

Bis zur Halbzeit erhöhten die Gäste den Druck, hatten größere Anteile an der Partie. Doch vielfach fehlte noch die Struktur im Spiel nach vorn, auch weil die Frankfurter früh attackierten – im Angriff blieb das Team von Ex-RB-Coach Tomas Oral jedoch harmlos. So gab es bis zur Pause keine Tore im Volksbank Stadion.

Der Torschütze zur RB-Führung: Marcel Sabitzer (l.)

Der Torschütze zur RB-Führung: Marcel Sabitzer (l.)

Quelle: Gepa

Frankfurter Fehlpass führt zu Leipziger Führung

Der Befreiungsschlag gelang den Leipzigern kurz nach Wiederanpfiff. Ein Fehlpass der Frankfurter in ihrer eigenen Hälfte landete bei Anthony Jung. Der flankte direkt in den Strafraum, wo Alexander Bittroff sich nicht gegen Sabitzer durchsetzen konnte – der RB-Mittelfeldspieler musste nur noch aus kürzester Distanz zum 1:0 einschieben (55.).

Nach dem Gegentreffer zogen sich die Gastgeber zunächst zurück, die Roten Bullen hatten kaum Schwierigkeiten, die knappe Führung zu verteidigen. Dennoch kam bei den Leipzigern abgesehen von einzelnen sehenswerten Kombinationen nur selten der Spielfluss richtig in Gang, die Partie blieb zerfahren. Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit kämpfte sich der FSV zurück in die Begegnung, brachte die RB-Abwehr einige Male vor allem bei Standards in Bedrängnis. Die Gäste kamen in der Schlussphase kaum noch zu Chancen, retteten den Sieg aber über die Zeit.

Rangnick: „Noch Luft nach oben“

„Testspiele sind zwar schön und gut. Aber das Spiel heute hat gezeigt, dass es in der Liga ein bisschen anders zugeht“, sagte Trainer Rangnick. „Frankfurt hat deutlich besser gespielt als in den letzten drei Testspielen.“ Die Leistung seines eigenen Teams habe das Niveau der Vorbereitungspartien jedoch nicht ganz erreicht. „Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden, fahren aber in dem klaren Bewusstsein nach Hause, dass wir in einigen Bereichen noch Luft nach oben haben.“

Das erste Heimspiel der Saison absolvieren die Leipziger am Montag, dem 3. August. Die Partie gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth wird 20.15 Uhr in der Red Bull Arena angepfiffen.

Statistik

RB Leipzig: Coltorti, Hierländer (77. Klostermann), Orban, Nukan, Jung, Kaiser, Ilsanker, Forsberg (90. Quaschner), Sabitzer, Selke, Poulsen (65. Bruno)

FSV Frankfurt: Weis, Huber, Ballas (9. Gugganig), Oumari, Bittroff, Golley, Konrad, Perdedaj, Halimi (63. Rolim), Dedic, Engels (74. Kapllani)

Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen/Allgäu)

Tor: 0:1 Sabitzer (55.)

Zuschauer: 7021

Richard-Herrmann-Platz 1, Frankfurt 50.12728 8.723751
Richard-Herrmann-Platz 1, Frankfurt
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