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RB Leipzig nutzt Chancen gegen Union Berlin eiskalt

Höchster Saisonsieg RB Leipzig nutzt Chancen gegen Union Berlin eiskalt

Spitzenreiter RB Leipzig hat einen weiteren Schritt in Richtung Aufstieg gemacht: Die Roten Bullen gewannen am Freitagabend gegen den 1. FC Union Berlin mit 3:0 vor 30.964 Zuschauern.

RB Leipzig hat am Freitagabend mit 3:0 gegen Union Berlin gewonnen.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Es war das Thema bei RB Leipzig in dieser Woche: Die Chancenverwertung. Vor einer Woche beim FC St. Pauli scheiterte der Spitzenreiter noch an sich selbst. "Da gingen von 29 Bällen nur neun aufs Tor", bemängelte RB-Trainer Ralf Rangnick. Beim Duell bestes Team der Liga gegen beste Rückrundenmannschaft sah das ganz anders aus. Zwei Möglichkeiten brauchten die Leipziger für zwei Tore.

Rangnick hatte seine Mannschaft auf zwei Positionen verändert. Für den verletzten Stefan Ilsanker spielte wie erwartet Rani Khedira, Marcel Halstenberg ersetzte Anthony Jung. Union-Trainer Sascha Lewandowski musste gleich acht Ausfälle wegstecken. Kurzfristig fiel auch noch Torjäger Bobby Wood mit einer Schulterzerrung aus. "Wir wollen an unserer Spielweise festhalten, haben mit der neuen Ordnung erst ein Spiel verloren", kündigte Lewandowski vor dem Anpfiff eine offensive Ausrichtung an. Der Plan ging nicht auf. Union erspielte sich in der ersten Hälfte keine Chance.

RB Leipzig hat am Freitagabend gegen Union Berlin gespielt. Fotos: Christian Modla

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Ganz anders RB: In der 13. Minute stürmte Emil Forsberg auf der linken Seite in den Berliner Strafraum. Seinen Pass in die Mitte verpasste Marcel Sabitzer, dafür stand Dominik Kaiser dahinter völlig frei und vollendete zur Führung. "Alle Feldspieler waren heute 'on fire'. Da dachtest Du, bei einer Berührung bekommst Du einen Stromschlag", sagte Rangnick.

Die 4000 Union-Fans verpassten den Treffer knapp. Aus Protest gegen RB und die Millionen aus Österreich betraten sie erst nach einer Viertelstunde ihren Block und begrüßten die Leipziger Besucher mit zwei Böllern. Ein weiterer Knallkörper folgte in der zweiten Hälfte. "Einen Werfer haben wir schon ermittelt", sagte Sicherheitschef Uwe Matthias nach dem Abpfiff.

Zehn Minuten später fiel dann in einer Kooperation der Leipziger Innenverteidigung der zweite Treffer. Diego Demme schlug den Ball in den Strafraum, Marvin Compper legte mit dem Hinterkopf auf Willi Orban ab, der auf 2:0 erhöhte. RB spielte jetzt wie aufgedreht und hätte durch Forsberg schon die Partie entscheiden können. Der Schwede traf in der 36. Minute mit einem 18-Meter-Freistoß nur die Latte. Zwei Minuten später scheiterte er freistehend aus elf Metern Torentfernung an Union-Keeper Jakob Busk. Berlins Kapitän Benjamin Kessel zeigte sich sichtlich beeindruckt von der Leistung seines Gegners. "Die haben in der Liga nichts zu suchen", sagte er. Sein Trainer zeigte für die Aussage wenig Verständnis. "Man darf sich nicht so klein reden", meinte Lewandowski. Merkte dann aber an: "Das war guter Erstliga-Fußball von RB."

Die Zuschauer sahen einen spektakulären Auftakt in der zweiten Halbzeit: In der 53. Minute schlug Khedira aus 35 Metern einen Pass in Richtung rechte Eckfahne, Kaiser leitete den Ball direkt in den Strafraum an den kurzen Pfosten weiter. Dort stand Yussuf Poulsen und lenkte die Kugel zum 3:0. "Das war ein super Seitenwechsel und ein perfekter Pass in meinen Lauf. Ich habe den Ball an den kurzen Pfosten gefeuert, dass Yussi ihn so verarbeitet hat mich selber ein bisschen überrascht", sagte Kaiser. Für Rangnick war der Treffer das "Sahnehäubchen". "Da haben wir gezeigt, wofür wir stehen", so der Trainer.

Leipzig kontrollierte das Spiel bis zum Schluss, verschonte die Gäste aber mit weiteren Gegentreffern. Rangnick hatte zuvor angezeigt: Wir wollen jetzt vor allem zu Null spielen. "Die ersten 60 Minuten waren läuferisch sehr intensiv, Dominik Kaiser konnte nach dem 3:0 gar nicht mehr richtig jubeln", sagte der Coach.

Von Union war auch in der zweiten Halbzeit in der Offensive fast nichts zu sehen. Erst in der 82. Minute hatte der eingewechselte Christopher Quiring die erste Möglichkeit auf dem Fuß. Seinen Schuss blockte Compper zur Ecke. Damit geht für die Berliner die Partie zumindest nicht als Vergleich ohne Torchance in die Geschichte ein. RB feierte den bisher höchsten Sieg in dieser Saison im 250. Pflichtspiel der Vereinsgeschichte.

RB Leipzig: Gulasci, Klostermann, Orban, Compper, Halstenberg (63. Jung), Khedira, Demme, Kaiser (76. Bruno), Forsberg, Sabitzer, Poulsen (67. Selke)

Union Berlin: Busk, Trimmel, Pogatetz, Parensen, Kroos (77. Daube), Zejnullah, Kessel, Redondo, Kreilach (46. Fürstner), Brandy, Quaner (81. Quiring)

Tore: 1:0 Kaiser (13.), 2:0 Orban (25.), 3:0 Poulsen (53.)

Zuschauer: 30.964

Matthias Roth

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