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RB Leipzig schaut Ingolstadt beim Feiern zu

Dritte Niederlage in Folge RB Leipzig schaut Ingolstadt beim Feiern zu

Mit der dritten Niederlage in Folge auf den Schultern durften die Kicker von RB Leipzig am Sonntag dem FC Ingolstadt beim Feiern zusehen. Denn die Schanzer machten dank des 2:1-Erfolges gegen RB den Aufstieg klar.

Omer Damari im Zweikampf. Der Winterneuzugang blieb erneut ohne Tor.

Quelle: dpa

Ingolstadt. Das Vorhersehbare ist eingetreten: Der FC Ingolstadt feiert den Aufstieg in die 1. Bundesliga, RB Leipzig kassierte die dritte Niederlage in Folge. Am Sonntag verloren die Roten Bullen bei den Schanzern mit 1:2. Die Donaustädter spielen damit erstmals in der Beletage des deutschen Fußballs. Dahinter streiten sich Darmstadt, Karlsruhe und Kaiserslautern um Platz zwei und den Relegationsrang drei. Aue liegt weiter auf einem Abstiegsrang, besitzt am letzten Spieltag aber weiter die Möglichkeit zum Klassenerhalt in letzter Minute. Direkt im Anschluss an die Partie erhielten die Ingolstädter die Meisterschale und feierten direkt im Stadion mit ihren Fans.

"Das ist etwas Historisches, es war eine sensationelle Saison von der Mannschaft", sagte Ingolstadts Sportdirektor Thomas Linke bei Sky. Linke war 2011 auch für 70 Tage Sportdirektor bei RB Leipzig und verfolgte den Auftakt mit schnellem Rückstand kritisch. "Der letzte Schritt ist oft der schwerste, auch wenn er klein ist", so der gebürtige Thüringer.

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Ingolstadt. Das Vorhersehbare ist eingetreten: Der FC Ingolstadt feiert den Aufstieg in die 1. Bundesliga, RB Leipzig kassierte die dritte Niederlage in Folge. Am Sonntag verloren die Roten Bullen bei den Schanzern mit 1:2. Die Donaustädter spielen damit erstmals in der Beletage des deutschen Fußballs. Dahinter streiten sich Darmstadt, Karlsruhe und Kaiserslautern um Platz zwei und den Relegationsrang drei.

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RB-Trainer Achim Beierlorzer hatte sich den Spieltag so nicht vorgestellt. Gewinnen wollte er bei den Bayern. „Den Aufstieg können sie meinetwegen trotzdem feiern“, so der 47-Jährige vor der Begegnung. Bei Schützenhilfe von den anderen Plätzen wäre diese Konstellation möglich gewesen. Ingolstadt setzte nicht darauf und vertraute stattdessen der eigenen Kraft.
Beierlorzer musste seine Mannschaft umstellen. Verteidiger Lukas Klostermann wird für das Rückspiel der A-Jugend am Montag im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft gegen Hoffenheim abgestellt. Torhüter Fabio Coltorti fehlte erneut wegen Achillessehnenproblemen. Dafür feierte Rani Khedira nach fast drei Monaten Verletzungspause sein Comeback in der Startelf.

Kaiser trifft im 100. Spiel

Zunächst ließ sich der nunmehr 54. Starter in der 1. Bundesliga aber von den Gästen überraschen. Schon in der 4. Minute setzte sich Yussuf Poulsen auf der linken Seite durch und passte in die Strafraummitte. Dort stand Dominik Kaiser und schob in seinem 100. Pflichtspiel für RB zum 1:0 ein. Den Angriff hätte Schiedsrichter Michael Weiner aber zuvor unterbinden müssen. In der das Tor einleitenden Aktion stand Poulsen im Abseits. "Ich habe mir nach dem Tor den Ball genommen und gesagt: Wir müssen mutig sein und wie Männer spielen", sagte Ingolstadts Pascal Groß.

Die Partie fiel nach der Leipziger Führung zunächst durch ihre Härte auf. Die Bullen langten ordentlich zu, hatten das Foulverhältnis bis zur Pause mit 17:5 klar für sich entschieden. Anthony Jung sah dabei nicht nur eine von drei gelben Karten im ersten Durchgang, sondern stand auch kurz vor einem Platzverweis. In seiner letzten Aktion im Spiel, verhalf er den Gastgebern dann noch zu einem Strafstoß. Im Kopfballduell mit Stefan Lex verpasste der Linksverteidiger den Ball, traf aber seinen Gegenspieler. Mathew Leckie ließ vom Elfmeterpunkt Benjamin Bellot im RB-Tor keine Chance. Jung durfte in der Pause zum Duschen und wurde von Sebastian Heidinger ersetzt.
"Der Elfmeter so kurz vor der Pause war ein Nackenschlag für RB", sagte Ingolstadts Trainer Ralf Hasenhüttl. Die RB-Defensive ärgerte sich nach dem Abpfiff immer noch mächtig über den Strafstoß. "Es ist Schade, dass der Gegner so ein Geschenk bekommt. Die Entscheidung war sehr fraglich", meinte Verteidiger Marvin Compper. Defensivstratege Rani Kheidra formulierte ähnlich: "Das war ein geschenkter Elfmeter, unglaublich." In einem Punkt waren sich bei RB-Profis aber einig: Ingolstadt ist ein verdienter Aufsteiger. "Wir haben leider in dieser Saison nicht so konstant wie Ingolstadt gespielt", merkte Khedira an.

Lex macht den Deckel drauf

Die Bayern investierten in der zweiten Halbzeit mehr in die Offensive. Danilo Soares hatte in der 59. Minute die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber frei stehende aus sieben Metern Torentfernung an Bellot. In der 77. Minute wechselnde Ingolstadt dann komplett in den Partymodus. Stefan Lex vollendete mit einem Flachschuss im Strafraum und ließ Bellot dabei nicht gut aussehen, der eigentlich schon die Hände am Ball hatte.

Auffallend bei RB: In der zweite Hälfte hatten die Gäste keine Torchance mehr. Die im Winter zu den Bullen gewechselten Angreifer Emil Forsberg und Omer Damari blieben wieder ohne Treffer. Der Israeli bestritt inzwischen 649 Pflichtspielminuten (knapp elf Stunden) und der Schwede 1227 Pflichtspielminuten (rund 20,5 Stunden) für die Leipziger. Ihre letzte Chance in dieser Saison hat das Angriffsduo am Pfingstsonntag. Dann heißt der Gegner Greuther Fürth (Anstoß ist um 15.30 Uhr).

Matthias Roth

FC Ingolstadt: Özcan – Engel, Levels, B. Hübner, Soares – P. Groß 74. Cohen), Roger, R. Bauer (39. Morales) – Lex (83. Hartmann), Hinterseer, Leckie
 

RB Leipzig: Bellot – Teigl, Sebastian, Compper, Jung (46. Heidinger) – Demme, Khedira (78. Hierländer), Kaiser – Forsberg,  Poulsen, Damari (61. Reyna)

Tore: 0:1 Kaiser (4.), 1:1 Leckie (45. FE), 2:1 Lex (77.)

Zuschauer: 15.000

Schiedsrichter: Michael Weiner (Ottenstein)

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