Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
RB Leipzig siegt sich weiter durch die Bundesliga – Sabitzer ist Mann des Spiels

Erfolg in Darmstadt RB Leipzig siegt sich weiter durch die Bundesliga – Sabitzer ist Mann des Spiels

RB Leipzig siegt sich weiter durch die Bundesliga – Sabitzer ist Mann des Spiels

Marcel Sabitzerfreut sich mit Timo Werner, Marvin Compper, Emil Forsberg, Marcel Halstenberg und Naby Keita über sein Tor zum 1:0

Quelle: dpa

Darmstadt. RB Leipzig ist nicht zu schlagen. Der Aufsteiger marschiert weiter durch die Liga. Beim SV Darmstadt 98 gewannen die Roten Bullen mit 2:0. Doppelter Torschützer war Rückkehrer Marcel Sabitzer.
 
Traditionsspieltag in Darmstadt: Retro-Stadionheft und eine analoge Anzeigetafel wehten den Hauch längst vergangener Tage ans Böllenfalltor. 98-Trainer Norbert Meier zur Aktion der Fans, um die 118 Jahre alte Historie ihres Vereins zu demonstrieren und einen Seitenhieb gegen das junge Team von RB Leipzig zu erteilen: „Das hat keinen negativen Beigeschmack.“

Zwei Tore des eingewechselten Marcel Sabitzer brachten am Sonnabend den nächsten Sieg in der Bundesliga für RB Leipzig.

Zur Bildergalerie

Vor allem in der ersten Halbzeit wirkte das Spiel der Gastgeber so, als ob ihre Tafel mit der Null an der Anzeige fest angenagelt war. Die Darmstädter taten für die Offensive gar nichts und brachten keinen Torschuss zu Stande. Die Taktik, hinten muss der Kasten sauber bleiben und vorn hilft der liebe Gott, ist den Leipzigern allerdings bekannt. So haben sie die Hessen schon in der dritten und auch zweiten Liga erlebt. Am Ende brauchten die Roten Bullen stets viel Geduld, um das Abwehrbollwerk zu knacken. Im April vergangenen Jahres erzielte sogar Torhüter Fabio Coltorti den Siegtreffer zum 2:1 erst in der Nachspielzeit.
 
So lange wollte das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl dieses Mal nicht warten und übernahm von Beginn an die Regie. Bernardo jagte den Ball in der zweiten Minute übers Tor, Compper machte es ihm in der 41. Minute aus zehn Metern Torentfernung nach. "Mit der Atmosphäre war es nicht leicht in Darmstadt zu spielen. Sie standen sehr sicher, aber wir haben 90 Minuten alles gegeben und haben sie dann weich gekriegt hinten raus", bilanzierte Marcel Halstenberg.
 
Zwei Situationen sorgten für leidenschaftliche Diskussionen. Nach einer guten Viertelstunde bediente Timo Werner mit seiner Flanke Yussuf Poulsen und der Däne schob den Ball ins Tor. Abseits entschied das Schiedsrichtergespann um Wolfgang Stark. Die Bilder zeigten: Fehlentscheidung. "Es war eigentlich nicht zäh, wir haben schon in der ersten Hälfte sehr gute Chancen rausgespielt. Mit ein bisschen mehr Glück, lässt der Schiedsrichter das Tor zählen, dann führen wir schon nach 30 Minuten 1:0", fasst Timo Werner Hablzeit eins zusammen.

Weiter ging es und die nächste umstrittene Szene wurde für Naby Keita schmerzhaft. Leon Guwara hob in der 27. Minute seinen Fuß im Strafraum auf Kopfhöhe seines Gegenspielers aus Guinea und traf ihn dabei knapp unter dem Hals. Auch hier lautete die Entscheidung: weiterspielen.
 
Hasenhüttl hatte seine Anfangsformation auf einer Position verändert. Stefan Ilsanker spielte wegen seiner größeren körperlichen Präsenz für Dominik Kaiser. Und in der 51. Minute brachte der Coach den nach seiner Verletzung genesenen Sabitzer in die Partie. Das Wechselglück blieb dem Trainer treu. Schon sechs Minuten später erzielte der Österreicher die hochverdiente Führung. Der Angriff über Werner wirkte wie eine Kopie des Abseitstreffers aus der ersten Halbzeit. "Wir haben in der zweiten Hälfte einfach dort weitergemacht, wo wir in der ersten aufgehört haben und uns dafür auch belohnt", sagte Werner. Der Darmstädter an der Anzeigetafel durfte jetzt seinen ersten Arbeitsnachweis liefern und die Tafel mit der 1 bei den Gästen einhängen. Bitter kurz danach: Bernardo verletzte sich ohne Einwirkung des Gegners und musste ausgewechselt werden.
 
Die Entscheidung in der 81. Minute, wieder mit Tempo und wieder über die rechte Seite. Dieses Mal schlug Oliver Burke den Ball in den Strafraum und wieder vollendete Sabitzer zur Entscheidung. Der SV Darmstadt 98 kassierte die erste Heimpleite dieser Spielzeit. "Dass war schon sehr beeindruckend. Unsere Angreifer sind kaum rangekommen. Man muss anerkennen, dass Leipzig eine bockstarke Truppe hat", sagte Darmstadts Verteidiger Florian Jungwirth. Sein Trainer Norbert Meier sagte angesichts der Niederlage: „Überhaupt keine Vorwürfe an meine Jungs. Sie haben sich aufgebäumt.“

Mit dem Sieg bleiben die Leipziger dem FC Bayern weiter mit zwei Punkten Rückstand auf den Fersen und sind weiter ungeschlagen. Ralph Hasenhüttl gibt sich dennoch bescheiden: "Die Bayern spielen in einer anderen Liga. Wir sind gut beraten mit den Beinen auf dem Boden zu bleiben", sagte er nach der Partie.

Matthias Roth
 
Darmstadt 98 : Esser – Höhn, Milosevic, Sulu, Guwara, Gondorf (73. Vrancic), Jungwirth, Ben-Hatira, Kleinheisler, Bezjak (79. Heller), Schipplock (65. Colak)
 
RB Leipzig : Gulacsi, Halstenberg, Compper, Orban, Bernardo (67. Burke), Ilsanker, Demme, Forsberg (86. Selke), Keita, Werner, Poulsen (51. Sabitzer)
 
Tore : 0:1 Sabitzer (57.), 0:2 Sabitzer (81.)
Zuschauer : 16.400

Jetzt hier die Leistung der RB-Spieler in Darmstadt bewerten:


 

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Spielberichte

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr