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RB Leipzig triumphiert in München: Poulsen beim 3:0 gegen den TSV 1860 überragend

RB Leipzig triumphiert in München: Poulsen beim 3:0 gegen den TSV 1860 überragend

Ein überragender Yussuf Poulsen hat RB Leipzig den ersten Zweitliga-Sieg der Vereinshistorie beschert. Beim 3:0-Auswärtstriumph am Sonntag gegen den TSV 1860 München traf der 20-jährige Stürmer einmal selbst und bereitete den zweiten Treffer von Matthias Morys sehenswert vor.

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Torschütze Yussuf Poulsen (links) und Kollegen freuen sich über den ersten Zweitliga-Treffer von RB Leipzig.

Quelle: dpa

Leipzig. Das dritte Tor vor mehr als 32.000 Zuschauern in der Münchner Champions-League-Arena erzielte der eingewechselte Denis Thomalla kurz vor dem Abpfiff.

Der Sieg war auch in der Höhe mehr als verdient, denn die Leipziger überzeugten in allen Mannschaftsteilen, bestachen durch bissiges Zweikampfverhalten, gutes Stellungsspiel, Cleverness vor dem Tor und ließen die Gastgeber zu keinem Zeitpunkt zur Entfaltung kommen. „Ich bin sehr beeindruckt“, sagte RB-Coach Trainer Alexander Zorniger nach dem inzwischen 17. Spiel in Serie ohne Niederlage. Poulsen lobte Zorniger beinah überschwänglich: „Er hat alle Ansätze, um ein wirklich Großer zu werden, vor allem auch im Kopf.“

1860 von Beginn an beeindruckt – Frahn verschießt Elfmeter

Trotz großer Kulisse begann der Aufsteiger aus der Messestadt mit gewohnt hohem Pressing und ohne sichtbare Anfangsnervosität. Zwei, drei Rote Bullen attackierten ballführende Müncher Löwen, abgefangene Pässe wurden zielstrebig in Richtung RB-Doppelspitze Poulsen/Frahn gespielt. Das beeindruckte den Deutschen Meister von 1966 sichtlich, die Gastgeber kamen in den ersten Minuten kaum aus ihrer Hälfte hinaus.

Eine schnelle Attacke brachte auch die erste klare Torchance für die Rasenballsportler. Der lauffreudige Georg Teigel fand in der 12. Minute den Weg über rechts in den Strafraum und wurde dort von Maximilian Wittek regelwidrig gelegt. Schiri Guido Winkmann zögerte nicht: Elfmeter. RB-Kapitän Daniel Frahn trat an, vergab aber kläglich. Sein Schüsschen schaffte es kaum über den Elfmeterpunkt hinaus, Gábor Király im Tor der Löwen hatte keine Probleme.

Die Roten Bullen blieben trotzdem am Drücker, aber auch die Gastgeber kamen langsam ins Spiel. Mit häufigen Seitenwechseln versuchten die Löwen die gut gestaffelte Leipziger Defensive aus den Angeln zu heben – ohne Zählbares zu erreichen. Zumal auch RB-Keeper Benjamin Bellot bei langen Anspielen stets zur Stelle war.

Poulsen nicht zu halten – Däne trifft und bereitet frühe Entscheidung vor

Die Partie entwickelte sich zum erwartet engen Ringen auf Augenhöhe. Ein Geniestreich zweier Leipziger Leistungsträger sorgte aber für den Unterschied. Dominik Kaiser wurde in der 39. Minute im Halbfeld angespielt, setzte mit einem flinken Pass in die Tiefe den leicht abseitsverdächtigen Yussuf Poulsen in Szene und der bedrängte Däne vollendete sicher in die Maschen. Führung für RB, erstes Zweitliga-Tor durch den dänischen Sympathieträger. Die Gastgeber antworteten prompt: Nach einem Freistoß schlenzte Leonardo den Ball in Richtung Bullen-Tor – aber Diego Demme konnte in höchster Not klären. Pause.

Der zweite Durchgang begann mit erhöhtem Puls auf beiden Seiten. Löwen-Trainer Ricardo Moniz ließ die Seinen konsequent nach vorn stürmen, RB hielt dagegen – und hatte auch gleich wieder die besseren Chancen. In der 47. Minute war es erneut Poulsen, der blitzschnell vor Király auftauchte. Sein Schuss aus zehn Metern krachte an die Lattenunterkante. Raunen im Stadion, aber noch kein weiteres Tor. Die Münchner erhöhten die Schlagzahl, kombinierten sich zum Teil sehenswert bis zum Strafraum, doch Tim Sebastian, Niklas Hoheneder und Benny Bellot behielten dort immer die Oberhand.

In der 58. Minute nahm es Poulsen gleich mit mehreren Abwehrlöwen auf, wuselte sich über links in den Strafraum – aber sein Schuss war für Király kein Problem. Zehn Minuten Später leitete der Däne die frühe Entscheidung der Partie ein: Wieder war er auf der linken Seite nicht zu halten, Poulsen sah den mitgelaufenen Matthias Morys am Elfmeterpunkt (kam für Kapitän Frahn) – Pass nach Innen, Schuss, Tor. 2:0-Führung in der 68. Minute für die Roten Bullen. „Es lief einfach gut“, sagte Poulsen nach Abpfiff sichtlich glücklich über beide Tore.

Thomalla kommt und setzt den Schlusspunkt

Die Gastgeber wirkten nun schon leicht konsterniert, gaben aber noch nicht auf. In der 78. Minute hatten die gut 30.000 Anhänger der Sechziger den Torschrei schon auf den Lippen, aber Schiedsrichter Winkmann zeigte beim Treffer von Rubin Okotie dessen Abseitsstellung an. München drängte weiter, und auch die Leipziger wollten sich nicht zufrieden geben, blieben brandgefährlich. In der 83. Minute wurde das Engagement noch ein drittes Mal belohnt. Der inzwischen für Yussuf Poulsen ins Spiel gekommene Denis Thomalla schloss einen Konter mustergültig zum 3:0 aus Sicht der Gastgeber ab. Dabei blieb es auch bis zum Abpfiff.

Löwen-Coach Ricardo Moniz zeigte sich nach dem Ende angefressen. Mit null Punkten aus den ersten beiden Spiel ist der Saisonstart für den selbsternannten Aufstiegsanwärter missglückt. „Das war ein katastrophales Spiel“, sagte Moniz und stellte RB Leipzig derweil ein prima Zeugnis aus: „Sie sind für mich der Topfavorit auf den Aufstieg“, so der frühere Trainer von Red Bull Salzburg.

Spielstatistik:

TSV 1860 München - RB Leipzig: 0:3 (0:1)

Tore: 0:1 Yussuf Poulsen (39.), 0:2 Morys (68.), 0:3 Thomalla (83.)

Zuschauer in der Alianz Arena: 32.000

Auffstellung TSV 1860: Kiraly - Kagelmacher, Sánchez, Wittek (46. Tomasov), Schindler - Weigl, Bedia Peláez, Steinhöfer (46. Adlung) - Leonardo, Okotie, Wood

Aufstellung RB Leipzig: Bellot - Jung, Sebastian, Hoheneder, Teigl - Kimmich, Khedira, Demme (84. Hierländer) - Kaiser - Frahn (64. Morys), Poulsen (79. Thomalla)

Matthias Puppe / dpa

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