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RB Leipzig und Union Berlin teilen sich die Punkte

Abschlussschwäche RB Leipzig und Union Berlin teilen sich die Punkte

In einer schnellen und packenden Partie hat RB Leipzig der Berliner Union noch ein Unentschieden abgerungen. Die Elf von Ralf Rangnick zeigte sich beim Abschluss oft glücklos. Den Ausgleich besorgte in einer strittigen Situation Nils Quaschner.

RB Keeper Fabio Coltorti hatte das Nachsehen beim Führungstreffer zum 1:1.

Quelle: dpa

Leipzig/Berlin. Das Spiel in der Alten Försterei begann mit einem munteren Schlagabtausch. Die Elf von RB-Trainer Ralf Rangnick berannte energisch die tiefstehenden Hausherren. Im Gegenzug öffneten sich so Räume, durch die Union angreifen konnte. Und die Mannschaft um Trainer Norbert Düwel nutzte die Lücken. Nach mehreren klugen Pässen kam Bobby Wood in der siebenten Minute zur ersten Großchance. RB-Keeper Fabio Coltorti unterlief den Ball. Nur knapp ging die Kugel am rechten Pfosten vorbei.

Bei den Bullen scheiterte Marcel Sabitzer mit einem kräftigen Distanzschuss (16.) an Union-Keeper Daniel Haas. Nur wenige Sekunden vorher wurde es im Stadion laut. Waren in den ersten 15 Minuten meist die RB-Fans zu hören, beendete der Anhang der Eisernen seinen Stimmungsboykott und übertönte die Gäste. "Es herrschte eine fantastische Atmosphäre", erklärte RB-Coach Rangnick nach der Partie, "auch unsere Fans haben sich hier toll verkauft."

Nach einem späten Ausgleichstor, bei dem der Schütze schwer auszumachen war, teilen sich Gastgeber Union Berlin und RB Leipzig die Punkte. (Bilder: dpa)

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Nachdem sich Maximilian Thiel in der 18. Minute am rechten Oberschenkel verletzte, musste Düwel das erste Mal wechseln. Neuzugang Raffael Korte bekam seine Chance in der Offensive. Das Spiel wurde nun – nach dem extrem hohen Anfangstempo – etwas ruhiger. Rangnicks Sturmspitzen liefen sich weiter ein ums andere Mal in der Berliner Mauer fest. Union reagierte mit raschen Gegenstößen.

Standardsituation sorgt für Führungstor

Doch das erste Tor der Partie fiel nach einem Standard. Ein Freistoß der Eisernen fand seinen Weg auf den Kopf von Sören Brandy, Coltorti in der 25. Minute hatte keine Chance: 1:0 für die Hausherren. Beflügelt von den Fans spielte Berlin nun wesentlich frecher, RB erhöhte den Druck und drängte auf den Ausgleich. Bis zum Halbzeit-Pfiff kamen die Gäste aber nicht mehr erfolgreich zum Abschluss.

RB-Chefcoach Rangnick reagierte zur Pause: Yussuf Poulsen durfte unter die Dusche. Für ihn kam Emil Forsberg als Edeljoker auf den Platz. Union ließ nach dem Wechsel zunächst nichts anbrennen: Die zwei Viererketten der Berliner standen eng gestaffelt. Marcel Sabitzer schien in der 54. Minute ein Rezept gefunden zu haben, durchbrach den Abwehrriegel und legte auf den gut positionierten Forsberg ab. Doch dieser scheiterte an Berlins Schlussmann, der mit einer blitzschnellen Reaktion klären konnte.

Nachdem Fabian Schönheim für ein Handspiel die gelbe Karte sah, trat Massimo Bruno zum Freistoß an. Sein Schüsschen aus 17 Metern flatterte rechts am Tor vorbei (58. Minute). In der 61. Minute sah auch Sören Brandy den gelben Karton, seit seinem Führungstreffer agierte der 30-Jährige etwas übermotiviert. Sobald RB in die Hälfte der Berliner vordrang, gingen die Eisernen – meist fair – drauf.

Die Elf von Rangnick fand weiterhin keinen Schlüssel. Der RB-Trainer brachte Zsolt Kalmar für Massimo Bruno, welcher umgehend zum Freistoß antrat. Dieser war wesentlich kraftvoller als der seines Vorgängers. Union-Schlussmann Haas knallte nach seiner Parade an den Pfosten. Mit Schmerzen am Ellenbogen wollte er an die Seitenlinie.

RB spielerisch überlegen, vor dem Tor ohne Fortune

RB Leipzig agierte mit 66 Prozent Ballbesitz, konnte diese Überlegenheit vor dem Tor aber nicht in Zählbares ummünzen. Rangnick zog seine letzte Option und brachte Nils Quaschner für Rani Khedira, um die Offensive zu stärken. Bei Union ließ Düwel nichts anbrennen und brachte Stephan Fürstner.

Der Wechsel bei den Bullen machte sich bezahlt. Quaschner konnte in der 83. Minute durchbrechen, beim Versuch ihm den Ball abzugrätschen, rutschte Michael Parensen weg. Ob nun Quaschner oder der Unglückliche zuletzt am Ball waren, blieb strittig. Unstrittig war, dass das Leder ins Tor ging: 1:1-Ausgleich. Einen langen Ball von Georg Teigl bekam Haas kurz darauf noch zu fassen. RB spielte wieder um den Sieg und erhöhte nochmals den Druck. Ein Schuss von Zsolt Kalmar aus der Distanz ging am Kasten vorbei. Quaschners nächster Versuch wurde geblockt. Eine letzte Ecke noch gab Schiedsrichter Patrick Ittrich, doch die Berliner konnten den Schuss aus dem Strafraum lenken.

Am Ende einer schnellen Partie hatten die Leipziger Gäste mehr vom Ball, versagten aber bei den Abschlüssen. Union machte den Roten Bullen mit einer tief stehenden, gut sortierten Abwehr das Leben schwer. Am Ende stand ein 1:1. "Es war heute ein Schritt in die richtige Richtung. Wir haben das Spiel über die meiste Zeit kontrolliert.", so Rangnick. Dadurch klettert RB Leipzig auf Tabellenplatz fünf, Berlin verbessert sich auf einen Rang im Mittelfeld (10). "Auf diese Leistung können wir aufbauen. Wir haben viel richtig gemacht, waren sehr engagiert und spielerisch gut dabei."

Union Berlin: Daniel Haas - Christopher Trimmel, Toni Leistner, Michael Parensen, Fabian Schönheim - Eroll Zejnullahu - Steven Skrzybski, Sören Brandy, Damir Kreilach, Maximilian Thiel (18. Raffael Korte) - Bobby Wood (80. Stephan Fürstner)

RB Leipzig: Fabio Coltorti – Georg Teigl, Willi Orban, Stefan Ilsanker, Lukas Klostermann - Diego Demme, Rani Khedira (78. Nils Quaschner) - Marcel Sabitzer, Massimo Bruno (69. Zsolt Kalmar) - Yussuf Poulsen (46. Emil Forsberg), Davie Selke

Zuschauer: 21.283

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