Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
RB Leipzig vergeigt Pokalduell gegen Viertligist Unterhaching

Sensation RB Leipzig vergeigt Pokalduell gegen Viertligist Unterhaching

Blamage in Unterhaching: Der bayerische Regionalligist hat am Dienstagabend Zweitligist RB Leipzig mit 3:0 aus dem DFB-Pokal gekegelt.

RB Leipzig musste am Dienstagabend eine herbe Niederlage gegen Unterhaching einstecken.

Quelle: dpa

Leipzig. RB Leipzig hat sich am Dienstagabend in der zweiten Runde des DFB-Pokals eine peinliche 0:3-Pleite bei der SpVgg Unterhaching geleistet. Der Viertligist sorgte mit viel Tempo und leidenschaftlichem Spiel für den Überraschungserfolg. RB zeigte in der Abwehr eine schwache Leistung und blieb auch nach vorne glücklos.

Trainer Ralf Rangnick würfelte seine Elf im Vergleich zur siegreichen Zweitliga-Partie gegen Düsseldorf kräftig durch und nahm insgesamt neun Veränderungen vor. Einzig Davie Selke und Stefan Ilsanker verblieben in der Startaufstellung. Im Tor kam der Ungar Peter Gulacsi zu seinem ersten Saisoneinsatz für die Sachsen, Stürmer Nils Quaschner durfte erstmals von Beginn an auf Torejagd gehen.

Auf die misslungene Rotation angesprochen, äußerte sich Rangnick nach dem Spiel: "Das ist eine Entscheidung, die vor dem Spiel getroffen wird. Wir haben in den ersten zwanzig Minuten katastrophal verteidigt und richtig schlecht ausgesehen. Unterhaching ist verdient weitergekommen, wir haben zu Recht verloren."

Im Alpenbauer Sportpark vor den Toren Münchens startete RB denkbar schlecht. Schon nach fünf Minuten klingelte es im Leipziger Kasten. Eine Fehlerkette im Mittelfeld sorgte für die überraschende 1:0-Führung des Viertligisten aus Bayern. Thomas Steinherr hatte mit dem ersten Angriff des Spiels eine Flanke aus dem Halbfeld aufgelegt, die schnörkellos von Markus Einsiedler vollendet wurde.

Eine bittere Blamage und das vorzeitige Aus im DFB-Pokal. RB Leipzig verliert am Rande Münchens gegen Unterhaching.

Zur Bildergalerie

RB Leipzig fand überhaupt nicht in die Partie, Unterhaching produzierte temporeich weitere gute Chancen – auch weil sich die Rasenballer in der Rückwärtsbewegung einige individuelle Fehler leisteten und alles andere als sattelfest wirkten. Leipzig agierte ohne Bindung, fahrig und unglücklich.

Und der Alptraum für RB ging weiter, Haching legte nach 23 Minuten nach. Tormann Peter Gulacsi griff an einer Freistoßflanke vorbei, aus dem Gewühl tropfte der Ball zu Marco Rosenzweig ab – Tor, 2:0 für den Regionalliga-Underdog. Coach Ralf Rangnick reagierte, brachte Marcel Halstenberg für den gelb-rot-gefährdeten Anthony Jung.

Die mitgereisten RB-Fans rieben sich angesichts des Zwischenstandes die Augen, eine sensationelle Pokalpleite für den Zweitligisten lag in der Luft. Erst in der 30. Minute erspielten sich merklich verunsicherte Leipziger einen Hochkaräter durch Georg Teigl. Hachings Tormann Marinovic konnte den Ball aber noch um den Pfosten lenken. Auch Nils Quaschner scheiterte kurz darauf in aussichtsreicher Position am Schlussmann der Bayern.

Leipzig findet kein Mittel

RB kam nun etwas besser ins Spiel und drängte auf den Anschlusstreffer. An dem katastrophalen Rückstand gegen aufopferungsvoll und fulminant kämpfende Hachinger sollte sich bis zum Halbzeitpfiff aber nichts mehr ändern.
Nach einer ersten Hälfte zum Vergessen brachte RB-Coach Rangnick Offensivmann Marcel Sabitzer für Verteidiger Atinc Nukan. Mit Wirkung: Davie Selke säbelte den Ball nach einer Flanke des Österreichers in der 48. Minute nur knapp am gegnerischen Gehäuse vorbei. RB drückte nun. Aber auch Unterhaching erspielte sich weiterhin gute Chancen, kaufte den Messestädtern den Schneid ab. Leipzig ließ zudem die nötige Effizienz vor dem Tor vermissen.

Gegen nun tief stehende Hachinger fand RB einfach kein probates Mittel. Der endgültige Tiefschlag für Leipzig erfolgte in der 67. Minute. RB war in der Abwehr offen wie ein Scheunentor, Georg Teigl leistete sich zudem einen Stockfehler nach einem Hachinger Diagonalpass. Thomas Steinherr nahm dankend an, behielt vor dem Tor die Nerven und schob zum 3:0 ein.

Damit war die Messe in Unterhaching praktisch gelesen. RB schien jegliche Hoffnung aufgegeben zu haben, kam auch in der Folge nur noch sporadisch zu Angriffen. Unterhaching hatte sogar vereinzelt Möglichkeiten, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Die Leipziger mussten mit einer bitteren und verdienten Niederlage die Heimreise antreten und sind damit aus dem DFB-Pokal ausgeschieden.

Mittelfeldmann Stefan Ilsanker zeigte sich ob der gezeigten Leistung enttäuscht: "Ich bin immer noch sprachlos, dass wir gegen so eine Mannschaft 0:3 verlieren. Wir haben uns mit individuellen Fehlern selbst bestraft. Die Tagesverfassung hat heute nicht gepasst."

Für RB Leipzig geht es bereits am kommenden Sonntag in der 2. Liga weiter. Die Partie beim SV Sandhausen wird um 13.30 Uhr angepfiffen.

Unterhaching : Marinovic, Bauer, Welzmüller, Winkler, Dombowka, Piller (64. Marseiler), Taffertshofer, Sieghart, Rosenzweig (46. Nicu), Einsiedler, Steinherr (85. Reisner)

RB Leipzig : Gulacsi, Teigl, Sebastian, Nukan (46. Sabitzer), Jung (25. Halstenberg), Khedira, Ilsanker, Bruno (72. Kaiser), Poulsen, Selke, Quaschner

Tore : 1:0 Einsiedler (5.), 2:0 Rosenzweig (23.), 3:0 Steinherr (67.)

Zuschauer : 5000

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Spielberichte

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr