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RB Leipzig vergibt Sieg gegen SC Freiburg

Chancen im Übermaß RB Leipzig vergibt Sieg gegen SC Freiburg

RB Leipzig hat den zweiten Heimsieg in dieser Saison verpasst, der SC Freiburg den Sprung an die Tabellenspitze. Im Spitzenspiel der 2. Bundesliga trennten sich am Donnerstagabend beide Mannschaft 1:1.

Immanuel Hoehn vom SC Freiburg scheitert an RB-Leipzig-Torwart Fabio Coltorti.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Es war der Aufreger der ersten Halbzeit: In der 39. Minute zog Diego Demme nach einer Ecke von Dominik Kaiser aus der Distanz ab. Davie Selke fälschte den Ball noch ab, die Kugel sprang an den Innenpfosten, aber nicht über die Linie. Selke und Willy Orban setzten nach und der Verteidiger stocherte den Ball schließlich ins Freiburger Tor.

Der Schiedsrichter-Assistent winkte aber sofort mit der Fahne und zeigte Abseits an. Das stimmte aber nicht, nach dem Demme-Schuss stand Selke mindestens auf gleicher Höhe. RB-Trainer Ralf Rangnick war über den aberkannten Treffer nicht sauer. "Von der Bank aus konnten wir es nicht sehen, selbst mit einem Videobeweis hätten wir dreimal hinschauen müssen", so der Coach.

RB Leipzig hat den zweiten Heimsieg in dieser Saison verpasst, der SC Freiburg den Sprung an die Tabellenspitze. Im Spitzenspiel der 2. Bundesliga trennten sich am Donnerstagabend (24.09.2015) beide Mannschaft 1:1. Fotos: Christian Modla

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Zuvor hatte allerdings Mister Torriecher wieder zugeschlagen. Der Freiburger Nils Petersen traf auch bei RB Leipzig zum 1:0 für die Breisgauer und erzielte damit bereits seinen achten Saisontreffer. Vor diesen Szenen hatte Leipzigs Trainer Ralf Rangnick gewarnt: "Wir müssen die Konter der Freiburger unterbinden." Das klappte in der 29. Minute überhaupt nicht. Maximilian Philipp spielte nach links auf den völlig freistehenden Petersen und der Stürmer ließ Torhüter Fabio Coltorti am kurzen Pfosten keine Chance. Petersen freute sich besonders, weil er ehemalige Mannschaftskameraden und Freunde aus Wernigerode zum Spiel eingeladen hatte. "Ich konnte gar nicht jeden begrüßen", so der Stürmer, der wegen einer Erkältung bis zuletzt um seinen Einsatz gebangt hatte.

Die Zuschauer sahen bis zum 1:0 ein unterhaltsames Spiel. Beide Mannschaften lieferten sich eine temporeiche Partie. Die besseren Chancen hatten aber die Gäste. Jeweils nach Eckbällen rettete Coltorti vor dem sicheren Rückstand mit Riesentaten. In der 11. Minute stand Mike Frantz im RB-Strafraum bei seinem Kopfball völlig frei. Sieben Minuten später scheiterte Immanuel Höhn aus drei Metern Torentfernung am RB-Keeper. "In den ersten 20 Minuten hatten wir die Hosen voll", gestand Rangnick ein. Sein Team habe zu ängstlich begonnen und die Abstände hätten nicht gestimmt.

RB drückte immer wieder aufs Tempo, kombinierte gefällig, schaffte aber nicht immer den entscheidenden Abschluss. Bei Marcel Halstenbergs Aufsetzer von der Strafraumgrenze hatten die Fans in der 23. Minute den Torschrei allerdings schon auf den Lippen. SC-Keeper Alexander Schwolow fingerten den Ball noch aus dem Winkel.

Die Mannschaften gingen mit einem Chancenverhältnis von 11:6 für Leipzig in die Pause. Marcel Ilsanker musste nach Zusammenprall mit einer Platzwunde am Kopf in der Kabine bleiben. Rangnick bemängelte aber auch die Leistung des Österreichers vor der Verletzung. Für ihn kam Georg Teigl ins Spiel und erlebte einen spektakulären Auftakt in die zweite Halbzeit.

Die Rasenballer kombinierten sich in der 47. Minute vor den Strafraum der Freiburger. Emil Forsberg spielte auf Demme, statt aufs Tor zu schießen, sah er den noch besser stehenden Selke, der den letzten Pass direkt zum Ausgleich in die SC-Maschen verlängerte. Auch das hatte Rangnick vor dem Spiel gefordert: Seine Männer sollten stets einen Blick für den Nebenmann haben. Und Leipziger drängte weiter. In der 51. Minute sendete Massimo Bruno einen Kopfball und zwang Schwolow zu einer spektakulären Rettungstat.

RB spielte in der zweiten Hälfte mit noch mehr Power und drängte die Gäste immer mehr in die Defensive. Entlastungsangriffe des Sportclubs fanden kaum noch statt. Was fehlte, war das zweite Leipziger Tor. Am Ende konnte RB wie schon gegen Heidenheim aus der eigenen Überlegenheit kein ausreichendes Kapital schlagen und ließ wieder zwei Punkte liegen. "Das Unentschieden geht in Ordnung. Es wird in Zukunft immer schwerer gegen RB zu spielen, die Mannschaft findet sich", sagte Freiburgs Trainer Christian Streich.

Leipzig muss am Sonntag beim TSV 1860 München antreten, die bereits am Dienstag gespielt haben. Rangnick findet diese Konstellation etwas unglücklich, setzt jetzt aber auf Regeneration und den einen oder anderen frischen Spieler aus dem Kader.

Statistik

RB Leipzig: Coltorti - Klostermann, Orban, Ilsanker (46. Teigl), Halstenberg, Demme (75. Jung), Kaiser, Sabitzer, Bruno (84. Quaschner), Forsberg, Selke

SC Freiburg: Schwolow, C. Günter, Kempf, Höhn, Mujdza, Abrashi, Höfler, Philipp (70. Hufnagel), Frantz (90. Kath), Guédé (85. Kleindienst), Petersen

Tore: 0:1 Petersen (29.), 1:1 Selke (47.)

Zuschauer: 25.869

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