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RB Leipzig verschenkt den Sieg – trotz Poulsen-Tor nur ein Punkt zum Jahresende

RB Leipzig verschenkt den Sieg – trotz Poulsen-Tor nur ein Punkt zum Jahresende

RB Leipzig hat am Montagabend zum Abschluss des Jahres gegen den abstiegsgefährdeten TSV 1860 München vor 27.370 Zuschauern nur einen Punkt geholt. Dabei sah das Team von Trainer Alexander Zorniger dank des Treffers von Yussuf Poulsen lange wie der Sieger aus.

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RB-Stürmer Yussuf Poulsen nach dem Schuss zum 1:0-Führungstreffer von RB Leipzig in der letzten Partie des Jahres. Der TSV 1860 München war anschließend in Zugzwang.

Quelle: dpa

Leipzig. Erst vier Minuten vor Schluss kassierte RB den Ausgleich zum 1:1 (1:0). Damit beträgt der Abstand zu den Aufstiegsrängen in der Winterpause vier Punkte.

„Nach dem Spielverlauf geht das Remis in Ordnung. Zu dem Zeitpunkt war das Gegentor jedoch unnötig. Mich ärgert das Verhalten beim 1:1. Da waren wir nicht aggressiv genug“, erklärte Zorniger anschließend. Sein Kollege Markus von Ahlen, dessen Team dank des Unentschiedens die Abstiegsränge verließ, meinte: „Diesen Punkt haben wir uns redlich verdient.“

Dabei gab der Gastgeber von Beginn an Gas. Das lag auch an der Rückkehr von Poulsen im Sturm und seinem Mitbewohner Joshua Kimmich im Mittelfeld. Der 20-jährige Däne stellte die Löwen bereits beim 3:0-Erfolg im Hinspiel des Öfteren vor große Probleme. Neben ihm lief auf dem neu verlegten Rasen etwas überraschend Kapitän Daniel Frahn auf.

Drei Treffer – keiner zählt

RB-Torhüter Fabio Coltorti leistete sich in der zehnten Minute einen Aussetzer, warf den Ball direkt in den Lauf seines Gegenspielers, doch der Fehler hatte keine Konsequenzen. Dafür klingelte es in der 13. Minute das erste Mal im Netz der Leipziger – vermeintliche Abseitsposition von Rubin Rafael Okotie. Im Gegenzug traf Frahn per Kopf, Stürmerfoul wurde gegeben, der Treffer nicht.

Kaum Zeit zum Durchatmen: Ein Höhepunkt jagte in dieser Phase den nächsten. Nachdem 1860 eine riesen Chance ausließ, erzielten sie in der 18. Minute wieder einen irregulären Treffer. Diesmal war es deutlich abseits.

Für Leipzigs Tim Sebastian ging es wegen einer Knieverletzung schon nach 20 Minuten nicht mehr weiter. Es kam Innenverteidiger Niklas Hohender. Die Münchner standen eng, ließen Leipzig zwar das Spiel machen, aber kaum Chancen zu.

Bis Poulsen sich ein Herz nahm und aus 15 Metern ansatzlos sowie unhaltbar oben rechts zum 1:0 verwandelte. Saisontor Nummer acht für den besten Schützen der Bullen. „Es war vielleicht mein schönstes Tor, aber das ist egal, wenn wir am Ende nur Unentschieden spielen“, haderte der Stürmer mit sich und seinem Team.

Auch sein Jubel war einzigartig: Zunächst drehte er sich wie einst Luca Toni am Ohr für die Jungs vom Bullenfunk, anschließenden schickte er per Zyklop-Geste einen Gruß an den verletzten Sturmpartner Terrence Boyd. Dann schlug er ein Rad – eine persönliche Geste – für wen wollte der Däne, plötzlich ganz verlegen, nicht erklären. Die zweite große Möglichkeit der Leipziger verbuchte Dominik Kaiser per Kopf, nach einer perfekten Flanke von Diego Demme. 

Glück vor dem Pausenpfiff

Die Bayern waren trotz Relegationsplatz 16 mit Selbstbewusstsein angereist. Nur ihre Chancenverwertung glich der eines Abstiegskandidaten. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte ließ Okotie zunächst Hoheneder und Compper alt aussehen, setzte seinen Schuss dann knapp links am Tor vorbei. Adlung hob den Ball eine Minute später über Coltorti und die Latte. Der Ausgleich zur Pause wäre für die Löwen nicht unverdient gewesen.

1860 begann die zweite Halbzeit, wie sie die erste beendet hatten: Mit einer Großchance – doch zwischen München und dem Ausgleich stand in der 49. Minute der Pfosten. Es blieb eins der ereignisreichsten Heimspiele von RB in dieser Saison. Sekunden später war Poulsen auf der Gegenseite bereits durch, setzte seinen Schuss aber ebenfalls an den Pfosten.

Die Rasenballer blieben die aktivere Mannschaft, vor allem Diego Demme sorgte immer wieder aus dem Mittelfeld für mächtig Wirbel. Das erlösende 2:0 wollte aber nicht fallen. Deshalb brachte Zorniger eine Viertelstunde vor Schluss Matthias Morys für Frahn sowie in der 80. Minute Stefan Hierländer für Demme, der Schmerzen am Fuß verspürte.  

Kimmich hatte mit einem feinen Heber noch einmal die Möglichkeit das Spiel endgültig zu entscheiden. Es blieb beim knappen 1:0. Das nutzten die Gäste kurz vor Schluss: Mulic schaufelte einen langen Ball an die Strafraumgrenze zu Okotie, der die Kugel gekonnt mitnahm und frei vor Coltorti den Torwart tunnelt – 1:1 der Endstand.

RB überwintert auf Tabellenplatz sieben. „Bei dem Gegentor waren wir schon müde und sind nicht alle mitgelaufen. Man merkt auch, dass der 22. Dezember ist. Wir brauchen jetzt eine Pause“, sagte Poulsen.

Statistik:

RB:

Coltorti – Teigl, Sebastian (20. Hohender), Compper, Heidinger – Kimmich, Khedira, Demme (80. Hierländer) – Kaiser – Poulsen, Frahn (75. Morys)

1860:

Ortega – Angha, Kagelmacher, Vallori, Wittek – Sanchez, Weigl (70. Mulic) – Adlung (C) – Wolf (35. Vollmann), Claasen (82. Tomasov) – Okotie

Tore:

1:0 Poulsen (29.), 1:1 Okotie (86.)

Zuschauer:

27.370

Anne Grimm

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