Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
RB Leipzig zähmt die Gladbacher Fohlen und beendet Mini-Krise

Erster Auswärtssieg des Jahres RB Leipzig zähmt die Gladbacher Fohlen und beendet Mini-Krise

Nach zwei Niederlagen in Folge hat sich RB Leipzig eindrucksvoll zurückgemeldet. Emil Forsberg und Timo Werner schossen den Bundesligazweiten bei Borussia Mönchengladbach zum ersten Auswärtssieg des Jahres. Peter Gulacsi parierte gegen die Fohlen einen Elfmeter.

RB Leipzigs Timo Werner jubelt nach seinem Tor zum 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach.

Quelle: dpa

Mönchengladbach/Leipzig. Die Mini-Krise ist beendet: Nach drei Auswärtsniederlagen in Folge meldet sich RB Leipzig als Bayern-Jäger zurück. Mit einem verdienten 2:1 (1:0)-Sieg bei Borussia Mönchengladbach verkürzt das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl den Abstand auf den Rekordmeister auf fünf Punkte. Zum entscheidenden Mann des Tages wird der überragend aufspielende Emil Forsberg. In seinem ersten Auswärtsspiel nach der Rotsperre in München trifft der Schwede zum 1:0 und bereitet das 2:0 für Timo Werner vor. „Wir haben heute gezeigt, dass wir noch heiß sind“, so Forsberg nach der hart umkämpften Partie beim Tabellenzehnten.

Am Sonntag war RB zu Gast bei Borussia Mönchengladbach. Die Leipziger gewannen mit 2:1 und festigen den zweiten Tabellenplatz. Fotos: Imago

Zur Bildergalerie

Den Ton im mit 51.535 Zuschauern gefüllten Borussia-Park geben schon zu Beginn die Leipziger mit ihren gut 1000 mitgereisten Fans an. Der Fohlen-Block hat sich selbst einen „stillen Protest“ verordnet – in Anlehnung an das Borussia-Gründungsjahr 1900. Auch ein geschmackloses Banner gegen Leipzig mit Bezug auf die Ausschreitungen vor zwei Wochen in Dortmund wird entrollt. „Wir verurteilen jeden geworfenen Stein, der euch Kunden nicht getroffen hat“, steht darauf.

Geschmackloses Banner gegen RB im Gladbach-Block.

Quelle: Imago

Als sich die Heimkurve nach 19 Minuten mit „Steht auf“-Gesängen erstmals zu Wort meldet, könnte es schon 1:1 stehen. Für die bissigen Gastgeber trifft Thorgan Hazard jedoch nur das Außennetz (10. Minute). Für RB hat Marcel Sabitzer die erste Top-Chance. Seinen Schuss lenkt Gladbach-Keeper Yann Sommer mit den Fingerspitzen um Zentimeter am linken Pfosten vorbei (16.).

Forsberg trifft, Gulacsi pariert Elfmeter

RB-Coach Hasenhüttl experimentiert nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge in der Viererkette mit einer neuen Kombination. Für den gelbgesperrten Willi Orban rückt Stefan Ilsanker in die Innenverteidigung, auf rechts startet Benno Schmitz. Im Sturm bekommt für den verletzten Yussuf Poulsen der Schotte Oliver Burke den Vorzug vor Davie Selke.

Zum 1:0 führt dann eine Traumkombination: Nach einem Hackentrick von Sabitzer landet der Ball via Werner bei Forsberg, der von der Strafraumgrenze unhaltbar in die linke untere Ecke abzieht (31.). Für den Mittelfeldspieler ist es das sechste Saisontor. "Wenn man Emil von der Position abziehen lässt, hat er einen richtigen Bumms", kommentiert Coach Hasenhüttl den Führungstreffer im Anschluss bei Sky. "Ich denke, von zwei guten Mannschaften hat sich heute die bessere durchgesetzt. Wir haben uns das Quäntchen Glück erarbeitet", so der RB-Trainer.

Zwei dieser glücklichen Situationen spielen in der 37. und 45. Minute. Bei einem Zweikampf im Strafraum ringt Ilsanker Verteidger Jannik Vestergaard nieder, doch Schiedsrichter Felix Zwayer lässt weiterspielen. Acht Minuten später zeigt Zwayer dann auf den Punkt. Bei einem Zweikampf trifft der Ex-Gladbacher Marvin Compper Borussia-Stürmer Lars Stindl mit gestrecktem Bein am Unterschenkel. Die Kameras zeigen: Das Foul war auf der Strafraumlinie, damit korrekte Entscheidung. Beim folgenden Elfmeter von Hazard ahnt Gulacsi jedoch die linke Ecke und lenkt den Ball ins Aus – bezeichnend für den glücklosen Nachmittag der Gastgeber, deren Serie von drei Bundesliga-Siegen reißt. Borussia-Coach Dieter Hecking: "RB hat seine Chancen genutzt, das muss man uns heute ankreiden."

Stindl trift in Maradona-Manier

Auch am zweiten Tor in der 55. Minute ist Forsberg wieder maßgeblich beteiligt. Der Schwede legt nach schöner Kombination auf rechts für den startenden Timo Werner auf, der allein aufs Tor marschiert und nichts anbrennen lässt. Die Borussia-Abwehr macht beim 2:0 keine gute Figur. Für einen Aufreger sorgt Gladbachs Lars Stindl in der 60. Minute. Nach einer Flanke lenkt er den Ball mit der Hand ins Tor und sieht Gelb. Vier Minuten später versagen ihm allein vor RB-Keeper Gulacsi die Nerven.

Der Anschlusstreffer lässt Gladbach noch einmal hoffen. Vestergaard steigt nach eine Ecke höher als alle RB-Verteidiger und köpft den Ball mittig zum 1:2 unter die Latte (81.). In der turbulenten Schlussphase gelingt der Borussia trotz vier Minuten Nachspielzeit kein Treffer mehr. Nach dem 1:1 der Bayern am Samstag bei Hertha BSC ist RB damit wieder in Schlagdistanz und darf mit acht Punkten Vorsprung auf Tabellenplatz vier weiter für die Champions League planen. "Wir schauen nur nach oben", erklärt Torschütze Werner selbstbewusst nach dem Spiel. "Denn es ist besser, wenn man jemanden jagen kann, als wenn man gejagt wird."

Von Robert Nößler

Tore: 0:1 Forsberg (31.), 0:2 Werner (55.), 1:2 Vestergaard (81.)

Borussia Mönchengladbach: Sommer - Jantschke, A. Christensen, Vestergaard, Wendt (62. Hofmann) - Kramer, Dahoud - Hazard, Johnson -
Stindl (C), Hahn (62. Herrmann)

RB Leipzig: Gulacsi - Schmitz, Ilsanker, Compper, Halstenberg - Demme (C), Keita (75. Khedira) - Burke (66. Kaiser), Forsberg (82. Upamecano) - Sabitzer, Werner

Zuschauer: 51.535 im Borussia-Park

Borussia Park 51.17457 6.385506
Borussia Park
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Spielberichte

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.