Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
Schwedisch-Dänisches RB-Duo sorgt für Rekord und Leipziger Jubiläumstor

Heimspiel gegen FC Augsburg Schwedisch-Dänisches RB-Duo sorgt für Rekord und Leipziger Jubiläumstor

Der Aufsteiger ist einfach nicht zu stoppen: Der dritte Sieg brachte einen neuen Bundesliga-Rekord und das 500. Tor der Vereinsgeschichte von RB Leipzig. Mit dem Erfolg über den FC Augsburg klettern die Rasenballer über Nacht auf den dritten Tabellenplatz.

Marcel Halstenberg: Der Defensiv-Spieler von RB Leipzig ist gegen Augsburg fokussiert auf Ball und Spiel.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Bereits nach sechs Spielen im Fußball-Oberhaus hat RB Leipzig Geschichte geschrieben: Die Rasenballer sind der erste Neuling seit der Gründung der Bundesliga im Jahr 1963, der nach sechs Partien ungeschlagen bleibt. Die Helden des Abends beim 2:1 (1:1) gegen den FC Augsburg hießen diesmal Emil Forsberg und Yussuf Poulsen.„Ich glaube, viele haben uns so einen Start in die Liga nicht zugetraut. Wir uns selbst eigentlich auch nicht“, freute sich der dänische Stürmer Poulsen. „Es war heute ein sehr schönes Spiel, vor allem in der zweiten Halbzeit“, meinte der schwedische Nationalspieler und Kumpel Forsberg.

Nach dem Remis in Köln rotierte Trainer Ralph Hasenhüttl gleich auf fünf Positionen und stellte sein System von einem 4-2-3-1 auf ein 4-2-2-2 um. Forsberg und Demme waren nach Verletzungen wieder fit. Bernardo durfte hinten rechts, Poulsen und Werner in der Spitze ran.

Heimsieg nach zuletzt zwei Unentschieden. Emil Forsberg sorgte für das 500. Pflichtspiel-Tor von RB Leipzig. Doch kurz nach seiner 1:0-Führung gelang den Gästen der Ausgleich. Yussuf Poulsen brachte die Bullen später wieder in Front. (Bilder: Christian Modla)

Zur Bildergalerie

Augsburg zeigte sich in den ersten zehn Minuten als die deutlich aktivere Mannschaft. Die Führung der Hausherren kam daher überraschend. „Das war wie aus heiterem Himmel“, meinte Gäste-Coach Dirk Schuster. Einen strammen Schuss von Marcel Sabitzer konnte Gäste-Keeper Marwin Hitz nicht festhalten, Forsberg nutzte den Abpraller und netzte aus spitzem Winkel ein – zum 500. Pflichtspieltor der RB-Geschichte. Der FCA schickte postwendend die Antwort: Nur drei Minuten später tanzte Dong Won Ji im Strafraum Marcel Halstenberg aus und traf zum 1:1.

Kein Applaus, sondern Pfiffe für jede Ballberührung gab es für FCA-Verteidiger Martin Hinteregger. Der Innenverteidiger war im Sommer von Salzburg lieber nach Augsburg, statt zum Bruder-Klub gewechselt und hatte sich in der Öffentlichkeit mehrfach negativ, unter anderem über Ralf Rangnicks Transferpolitik, geäußert. „Es ist doch cool, wenn das ganze Stadion pfeift. Das war für mich ein zusätzlicher Ansporn“, sagte der Österreicher. Die Stimmung unter den knapp 36.000 Fans war prächtig, obwohl das Rund zum ersten Mal – nach den Krachern gegen Dortmund (1:0) und Gladbach (1:1) – in der Bundesliga nicht ausverkauft war.

RB Leipzig nach Augsburgs Gegentor im Spiel angekommen

Trotz dem fixen Ausgleich kam RB nun besser in die Partie – auch wenn das Hasenhüttl-Team ungewohnt viele Fehler produzierte. Bis zur Halbzeit hatte Werner noch zwei dicke Chancen. In der 25. Minute traf der Stürmer per Kopf die Latte. Drei Minuten vor dem Pausenpfiff kam der 20-Jährige aus kurzer Distanz frei zum Schuss, beförderte den Ball aber direkt in die Arme von Keeper Hitz. „Ich habe in der Halbzeit den Finger in die Wunde gelegt und den Jungs Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt“, meinte Hasenhüttl.

Nach der Pause gelang es den Roten Bullen, noch eine Schippe drauf zu legen. Poulsen jubelte in der 52. Minute über seinen ersten Bundesligatreffer, nachdem er mustergültig von Marcel Sabitzer bedient wurde. Hätte Werner wenig später den dänischen Sturmpartner gesehen und nicht selbst geschossen, wäre es wohl das 3:1 gewesen. Zudem köpfte Bernardo nach einer Ecke eine Viertelstunde vor Schluss gefährlich auf den FCA-Kasten. „Da waren wir sehr dominant. Augsburg kam trotz des Rückstands kaum noch aus der eigenen Hälfte raus“, sagte Dominik Kaiser, der als frische Kraft für den Torschützen Forsberg erst ab der 79. Minute kam.

Kurz vor ihm durfte der Ex-Leipziger Georg Teigl auflaufen, nach seinem Wechsel im Sommer zum ersten Mal für seinen neuen Verein aus Augsburg. Bereits in der Halbzeitpause ließ er sich vor dem RB-Fanblock feiern, wurde er auch bei seiner Einwechslung mit viel Applaus empfangen. „Es ist schön, dass die Fans mich noch nicht vergessen haben. Das beruht auf Gegenseitigkeit“, sagte  Teigl. Sein neuer Trainer meinte als Grund für die Einwechslung: „Ich wollte Speed auf außen bringen, weil er ja als Sprinter bekannt ist.“ Seinem alten Verein konnte Teigl den Erfolg aber nicht mehr vermiesen.

Statistik:

RBL: Gulácsi – Bernardo, Orban (C), Sabitzer, Keita, Poulsen, Forsberg (79. Kaiser), Werner (86. Burke), Halstenberg, Demme (88. Ilsanker), Compper
FCA: Hitz, Verhaegh, Stafylidis, Gouweleeuw, Baier, Koo (78. Teigl), Kacar, Ji, Finnbogason, Max (66. Schmid), Hinteregger

Tore: 1:0 Forsberg (11.), 1:1 Ji (14.), 2:1 Poulsen (51.)

Zuschauer: 35.721

Jetzt hier die Leistung der RB-Spieler gegen Augsburg bewerten:

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Spielberichte

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr