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Serie gerissen: RB Leipzig kassiert auf St. Pauli erste Auswärtsniederlage

Chancen nicht genutzt Serie gerissen: RB Leipzig kassiert auf St. Pauli erste Auswärtsniederlage

Der FC St. Pauli bleibt ein schwieriger Gegner für RB Leipzig. Bereits in den letzten beiden Aufeinandertreffen mussten die Rasenballer den Hamburgern den Vortritt lassen. Am Freitagabend reichte es wieder nicht. Für Leipzig war es die erste Auswärtsniederlage der Saison.

Ließ hochkarätige Chancen gegen St. Pauli ungenutzt: RB Leipzigs Emil Forsberg.

Quelle: dpa

Hamburg/Leipzig. Zweitliga-Spitzenreiter RB Leipzig hat am Freitagabend die erste Auswärtsniederlage der Saison kassiert. Gegen tapfer verteidigende Gastgeber auf St. Pauli erspielten sich die Rasenballer zwar zahlreiche hochkarätige Chancen, brachten das Leder aber nicht im Kasten unter. Am Ende setzten sich die Hamburger mit 1:0 (1:0) durch.

Die Hausherren machten von Beginn an Druck und gingen zunächst energischer in die Zweikämpfe als die Gäste aus Leipzig, denen in der Anfangsphase wenig einfiel. Zwar war ein verstolperter Ball von RB-Mittelfeldspieler Marcel Sabitzer der erste Torschuss des Spiels. Doch kurz darauf schockte der FC St. Pauli die Roten Bullen und brachte das Millerntor zum Jubeln.

Der FC St. Pauli bleibt ein schwieriger Gegner für RB Leipzig. Bereits in den letzten beiden Aufeinandertreffen mussten die Rasenballer den Hamburgern den Vortritt lassen. Am Freitagabend reichte es wieder nicht. Für Leipzig war es die erste Auswärtsniederlage der Saison. Fotos: dpa

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Nach einem geblockten Pass im Angriff der Leipziger schalteten die Hamburger blitzschnell um, ließen die Abwehr der Rasenballer mit einem hohen Pass alt aussehen und konnten die Kugel ungefährdet in den gegnerischen Strafraum schieben. Dort zog Marc Rzatkowski aus der Drehung ab und ließ Péter Gulácsi, der für den verletzten Fabio Coltorti im Tor stand, keine Chance (8. Minute).

Der denkbar schlechte Start wurde zum Weckruf für RB. Nach einer Viertelstunde hatte sich das Team von Trainer Ralf Rangnick gefangen und setzte deutliche Akzente nach vorne. Dagegen zogen sich die Gastgeber zurück und lauerten auf Konter. Nach zwei Freistößen der Leipziger aus halblinker Position (19./20.) konnten sich die Paulianer bei Schlussmann Robin Himmelmann bedanken, der in letzter Sekunde rettete.

Im weiteren Verlauf rissen die Leipziger das Spielgeschehen immer mehr an sich. Vor allem Yussuf Poulsen, Emil Forsberg und Dominik Kaiser kombinierten sich teilweise leichtfüßig durch die Hamburger Abwehrreihen. Und doch: Weil Torwart Himmelmann aufpasste, Forsberg eine Riesenchance nur ans Außennetz setzte und immer irgendwo ein Pauli-Bein stand, sprang für RB bis zur Pause nichts Zählbares heraus. Mit einer schmeichelhaften 1:0-Führung für die Gastgeber ging es in die Kabinen.

Keeper Himmelmann rettet Pauli-Führung

Nach dem Wechsel wirkte die Partie zunächst zerfahren. Beide Teams ackerten, aber ein echter Spielfluss wollte nicht aufkommen. Dennoch blieb die Begegnung spannend. Vor allem nach Standardsituation kam es für die Gäste wie für die Gastgeber zu vielversprechenden Möglichkeiten. Die Keeper Gulácsi und vor allem Himmelmann lieferten Glanzparaden ab, während Forsberg für Leipzig zwei hochkarätige Chancen fahrlässig vergab.

Nach einer guten Stunde ohne eigenen Treffer brachte RB-Trainer Rangnick noch mehr Offensivkraft. Davie Selke, der zuletzt auf der Bank sitzen musste, kam für Kaiser, Massimo Bruno ersetzte Diego Demme. Doch gegen tapfer verteidigende Paulianer fand auch die neue Formation kein Mittel. In der 77. Minute hatten die Leipziger sogar großes Glück, nicht noch weiter in Rückstand zu geraten, als Bernd Nehrig den Ball an die Latte zimmerte.

In der Schlussphase wurde die zuvor faire Partie ruppiger. Leipzig lief die Zeit davon, konnte nur noch wenig ausrichten. St. Pauli verteidigte clever und hätte in der 88. Minute durch Fabrice-Jean Picault sogar noch auf 2:0 erhöhen können. Für die Rasenballer war es die dritte Niederlage gegen die Hamburger in vier Begegnungen.

Poulsen: „Waren einfach nicht effektiv genug“

„Wir waren heute einfach nicht effektiv genug“, fasste Stürmer Poulsen nach dem Spiel zusammen. Angesichts der vielen Chancen wäre aber zumindest ein Unentschieden verdient gewesen, ergänzt Willi Orban. „Trotzdem müssen wir uns eingestehen, dass wir unterm Strich heute einfach nicht unsere beste Leistung abgerufen haben.“

In der kommenden Woche sind die Rasenballer erneut am Freitag gefragt. Ab 18.30 Uhr ist der 1. FC Union Berlin in der Red-Bull-Arena zu Gast. Die „Eisernen“ haben derzeit 20 Punkte Rückstand auf die Tabellenführer aus Leipzig.

Von Michael Frömmert

Statistik:

RB Leipzig: Gulácsi – Klostermann, Orban (81. Quaschner), Compper, Jung – Ilsanker, Demme (60. Bruno) – Kaiser (60. Selke), Sabitzer, Forsberg – Poulsen

FC St. Pauli: Himmelmann – Hornschuh, Ziereis, Sobiech (C), Buballa – Rzatkowski, Nehrig (90.+2 Eden) – Sobota (84. Picault), Alushi (78. Dudziak), Buchtmann – Thy

Tor: 1:0 Marc Rzatkowski (8.)

Zuschauer: 29.546

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