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Teufel nehmen Bullen auf die Hörner: RB Leipzigs Sieges-Serie reißt

Tabellenführung futsch Teufel nehmen Bullen auf die Hörner: RB Leipzigs Sieges-Serie reißt

Bei frühlingshaften Temperaturen war alles bereitet für einen furiosen Fußball-Sonntag und den fünften Sieg in Serie, aber das Duell mit den Roten Teufeln endete mit der zweiten Saisonniederlage für RB Leipzig.

Leipzigs Davie Selke (r.) und Kaiserslauterns Kacper Przybylko (l.)und Sascha Mockenhaupt (2.v.l.) kämpfen um den Ball.
 

Quelle: dpa

Leipzig.  RB Leipzig musste sich dem Tabellen-13. aus Kaiserslautern vor 33.598 Zuschauern mit 0:2 (0:1) geschlagen geben. Ralf Rangnick war anschließend richtig sauer: „Wir haben heute keine unserer Tugenden auf den Platz gebracht. Vor allem die körperliche Frische hat uns von Anfang an gefehlt“, sagte der Trainer und ergänzte: „Mir geht es noch nicht mal darum, dass wir kein Tor geschossen haben, sondern um den Gesamtauftritt.“

Die Erfolgsserie ist gerissen, die Tabellenführung weg. RB Leipzig unterliegt den Roten Teufeln vom 1. FC Kaiserslautern 0:2. Es war die zweite Niederlage der Rasenballer in dieser Saison.

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Auch wenn der Platz an der Sonne der 2. Fußball-Bundesliga nach der Pleite zunächst futsch ist, bleibt RB Zweiter und damit auf einem Aufstiegsplatz. Die Gäste atmeten nach vier Niederlagen in Serie auf und schossen sich aus der sportlichen Krise. „Der Sieg tut uns heute richtig gut, nachdem wir in den letzten Wochen viel Prügel und Kritik wegstecken mussten“, sagte Lauterns Coach Konrad Fünfstück. Der 35-Jährige, jüngster Trainer der 2. Bundesliga, erklärte weiter: „Wir haben richtig gut in der Defensive gestanden und nach vorne zielstrebig die Möglichkeiten genutzt.“

Fan-Choreo bei RB Leipzig

Fan-Choreo bei RB Leipzig.

Quelle: Anne Grimm

„Gegner nicht genug unter Druck gesetzt“

Die RB-Fans probierten mit einer Choreographie und ausdauernden Gesängen sofort, das Leipziger Stadion zum Kochen zu bringen, aber ihr Team schaffte es nicht, den gleichen Enthusiasmus an den Tag zu legen. Die Gäste drangen mehrfach gefährlich in den Leipziger Strafraum vor. Ohne den gelbgesperrten Ex FCK-Kapitän Willi Orban sowie den verletzten Lukas Klostermann musste Ralf Rangnick seine Abwehr umstellen. Dafür feierte Rechtsverteidiger Ken Gipson sein Startelf-Debüt, in der Innenverteidigung begann Tim Sebastian. „Wir haben den Gegner heute nicht genug unter Druck gesetzt“, ärgerte sich der Routinier nach der Partie.

Auf der anderen Seite stellte Lautern die Räume so zu, dass RB nicht zum Zug kam. Wenn es mal schnell und brenzlig wurde, dann zunächst über Forsberg, der auf der linken Seite wirbelte oder selbst einfach abzog. Der Schwede war nach seiner Angina wieder fit, zudem kehrte Ilsanker zurück. Im Vergleich zum 2:1-Sieg in Sandhausen waren also gleich vier neue Kräfte auf dem Rasen. Vom Selbstbewusstsein aus neun Partien ohne Niederlage war nur wenig zu sehen.

Die erste richtige Chance kreierte RB in der 36. Minute: Nach Pass von Sabitzer scheiterte Selke an FCK-Keeper Marius Müller. Fatal: Direkt im Gegenzug erzielten die Gäste die Führung. Nach Anspiel von Chris Löwe verwandelte Mateusz Klich unten rechts in die Ecke. Es war der erste Lauterer Treffer seit vier Partien.

„Guten Ideen gefehlt“

Die zweite Halbzeit begann mit Großchancen auf beiden Seiten: Zunächst ließ Kaiserslautern einen Patzer der Sachsen ungenutzt. Dann zog Sabitzer auf der Gegenseite aufs Tor, den Abpraller versuchte Forsberg zu nutzen, sein Schuss wurde jedoch abgeblockt. Auch zwei Freistöße aus aussichtsreicher Position am Strafraum brachten nicht den Ausgleich. „Uns haben heute die richtig guten Ideen und der Zug zum Tor gefehlt“, kritisierte Kapitän Dominik Kaiser.

Rangnick reagierte, brachte nach einer Stunde Stürmer Yussuf Poulsen. Leipzig spielte ab diesem Zeitpunkt mit zwei Spitzen und sich in einen richtigen Rausch. Doch Kaiserslauterns Torhüter Müller schien unüberwindbar. In der besten Phase des Gastgebers setzte der FCK mit einem Konter den entscheidenden Nadelstich zum 2:0. Der kurz zuvor eingewechselte Deville überwand Coltorti in der 69. Minute aus reichlich zehn Metern mit einem Flachschuss. Leipzig wechselte mit Kalmar und Quaschner weitere Offensivkräfte ein. Aber ein Tor wollte an diesem Tag einfach nicht fallen.

Statistik

RB Leipzig: Coltorti, Gipson (73. Kalmar), Compper, Sebastian (60. Poulsen), Halstenberg, Demme (Quaschner), Ilsanker, Sabitzer, Kaiser, Forsberg, Selke

1. FC Kaiserslautern: Müller, Schulze, Vucur, Mockenhaupt, Löwe (64. Deville), Ziegler, Jenssen, Görtler, Halfar, Klich, Przybylko (76. Colak)

Tore: 0:1 Klich (37.), 0:2 Deville (69.)

Zuschauer: 33.598

Von Anne Grimm

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