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Trotz Turbo im Rücken: RB Leipzig lässt im Aufsteigerduell den Sieg liegen

Trotz Turbo im Rücken: RB Leipzig lässt im Aufsteigerduell den Sieg liegen

Dieser Punktverlust war unnötig. Für RB Leipzig reichte es gegen den 1. FC Heidenheim im Duell der Aufsteiger nur zu einem 1:1. Damit verpassten die Bullen den erneuten Sprung auf einen Aufstiegsplatz in der 2. Bundesliga.

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Yussuf Poulsen (l.) von RB Leipzig fliegt durch die Abwehr des FC Heidenheim.

Quelle: Christian Modla

Leipzig.  

Gute Laune hatten die RB-Verantwortlichen noch am Vormittag. Da stellten sie mit Porsche und Volkswagen zwei neue Premiumsponsoren für die kommenden vier Jahre vor. Der gut aufgelegte RB-Sportdirektor Ralf Rangnick störte sich da auch nicht an den für diese Spielzeit mäßigen Vorverkaufszahlen von 14.500 Tickets. "An einem Tag wie heute können wir das verschmerzen", meinte er mit Blick auf die strategische Partnerschaft mit den beiden Autobauern.

Am Ende fanden aber doch 18.820 Fans den Weg ins Stadion, wobei im Heidenheimer Block gähnende Leere herrschte. Ein Montagsspiel mit Live-Übertragung im Fernsehen kostete beide Seiten einige Unterstützung. Nebenan in der Arena stand zudem Helene Fischer auf der Bühne, was zumindest die Anfahrt mit Stau erschwerte.

 

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Leipzig. Dieser Punktverlust war unnötig. Für RB Leipzig reichte es gegen den 1. FC Heidenheim im Duell der Aufsteiger nur zu einem 1:1. Damit verpassten die Bullen den erneuten Sprung auf einen Aufstiegsplatz.18.820 Fans fanden den Weg ins Stadion, wobei im Heidenheimer Block gähnende Leere herrschte. Ein Montagsspiel mit Live-Übertragung im Fernsehen kostete beide Seiten einige Unterstützung.

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RB-Trainer Alexander Zorniger durfte auf die zuletzt angeschlagenen Yussuf Poulsen und Diego Demme zurückgreifen - und überraschte mit einer Personalie in seiner Start-Elf. Der in Düsseldorf zur Offensivkraft umfunktionierte und nach zwei Toren hochgelobte Georg Teigl fand sich zunächst nur auf der Bank neben Daniel Frahn wieder. Im Angriff rückte Matthias Morys zurück ins Team, in der Abwehr verteidigte Sebastian Heidinger seine Position. „Wir hatten dieses Mal einen anderen Plan, haben nicht die Tiefe wie gegen die Fortuna erwartet“, erklärte Zorniger. Von Morys haben er sich da einfach mehr Durchschlagskraft als von Teigl erwartet. Zur erneuten Reservistenrolle seine Kapitäns meinte der Coach nur: „Es gab keinen Grund den kompletten Sturm zu tauschen.“

 

Die erste Halbzeit glich einer Blaupause des Spiels gegen den Karlsruher SC. Die Bullen ließen die Gäste in den ersten 20 Minuten kaum in die Nähe ihres Strafraums. „Da war ein unglaubliches Tempo in der Partie“, so der RB-Trainer. Morys hatte in der 8. Minute bereits die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber am FCH-Torhüter Jan Zimmermann, der noch mit dem Fuß klärte. Dann kamen die Gäste erstmals gefährlich vor das Leipziger Tor: Philip Heise und Marc Schnatterer spielten Doppelpass und Heise vollendete zur Führung. Die Abseitsfalle funktionierte in diesem Fall nicht.

Wie schon gegen den KSC brachte Dominik Kaiser mit einem Freistoß seine Männer zurück ins Spiel. Den Ball nagelte der Kapitän erneut aus rund 20 Metern in den Winkel. Strittige Szene in der 41. Minute: Kaiser sprintete mit dem Ball in den Strafraum, bekam einen Schlag von Matthias Wittek gegen den Oberschenkel und fiel. Schiedsrichter Robert Hartmann ließ weiterspielen. Wittek, ganz abgezockter Profi, meinte nach dem Spiel: „Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, es gab so viele knappe Situationen.“

In der zweiten Hälfte mussten die Fans Geduld haben, wurden aber nicht mehr belohnt. RB dominierte weiter die Partie, schaffte es aber nicht, den Ball über die Linie zu drücken. Poulsen scheiterte in der 51. Minute völlig frei aus spitzem Winkel an Zimmermann, Joshua Kimmich erreichte in der 74. Minute eine scharfe Eingabe des Dänen nicht mehr. Die Bullen spielten weiter Powerplay, kamen in einer hektischen Schlussphase aber nicht mehr zum Siegtreffer. „Unser großes Manko war heute, dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben“, so Zorniger.

Das freute seinen Gegenüber Frank Schmidt. „Der Punkt ist verdient, fühlt sich wie ein Sieg an“, meinte der Gästecoach. Zorniger darauf mit einem Augenzwinkern: „Leipzig ist eine schöne Stadt, lass deine Jungs heute Abend noch weg.“ Schmidt: „Mit Sicherheit nicht.“ Die beiden Schwaben kennen sich seit einer gefühlten Ewigkeit, haben in der Heimat bereits viele Schlachten gegeneinander geschlagen und schätzen sich auch deshalb.

 

RB Leipzig:

Bellot – Heidinger (86. Frahn), Sebastian, Compper, Jung – Kimmich, Khedira, Demme (82. Fandrich) – Kaiser – Poulsen, Morys (60. Teigl)

 

Heidenheim:

Zimmermann – Strauß, Wittek, Kraus, Heise – Griesbeck, Titsch-Rivero – Morabit (69. Bagceci), Schnatterer, Reinhardt (77. Riese) – Niederlechner (90. Leipertz)

 

Tore:

0:1 Heise (21.), 1:1 Kaiser (32.)

 

Zuschauer:

18.820

 

Schiedsrichter:

Robert Hartmann (Krugzell)

Matthias Roth

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