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Trotz Turbulenzen: RB Leipzig erobert den Platz an der Sonne zurück

Sieg gegen Schalke Trotz Turbulenzen: RB Leipzig erobert den Platz an der Sonne zurück

Ein ungerechtfertigter Elfmeter und ein Eigentor verhelfen den Leipzigern zum Heimsieg gegen Schalke. Auch nach dem 13. Spieltag ist der Aufsteiger damit in der Bundesliga noch ungeschlagen.

RB-Keeper Fährmann kann es nicht fassen: 19 Sekunden nach Anpfiff entscheidet der Unparteiische auf Foul im Strafraum. Beim Elfmeter war der Knappen-Schlussmann dann chancenlos.

Quelle: dpa

Leipzig. Nur eine Nacht hat RB Leipzig dem Rekordmeister aus München die Tabellenführung gegönnt – nun thront der Aufsteiger selbst wieder mit drei Punkten Vorsprung an der Bundesligaspitze. Der 2:1 (1:1)-Sieg gegen den FC Schalke 04 ist ein hartes Stück Arbeit, mit jeder Menge Turbulenzen wegen eines Elfmeters und etwas Glück. Doch am Ende tütet RB den achten Sieg in Serie ein, für die Königsblauen hingegen reißt eine Serie von zwölf Spielen ohne Niederlage.
 
Die Stimmung ist trotz eisigen Temperaturen von Beginn an heiß. „Gegründet von Kumpeln und Malochern“ steht auf dem großen Transparent im Schalke-Fanblock, die Mitgereisten aus dem Ruhrpott tragen ihre blauen „Protestjacken“. Auf der anderen Seite eine „Rasenballsport“-Choreo mit viel Glitzer bei den Leipziger Anhängern. Bevor es losgeht ist es ruhig, bei der Gedenkminute für die Opfer des Flugzeugunglücks in Kolumbien.
 
Blitzstart mit heftig diskutiertem Elfmeter
 
Hasenhüttl vertraut wie angekündigt seiner Startelf vom 4:1-Sieg in Freiburg. Apropos vergangene Woche: Der Blitzstart mit dem frühen Tor gelingt diesmal noch schneller. Der erste RB-Angriff, keine 30 Sekunden sind gespielt – Elfmeter für die Hausherren. Naby Keita steckt auf Timo Werner durch, der kommt im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Bastian Dankert sieht ein Foul von Schalke-Keeper Ralf Fährmann, der Gelb bekommt. „Ich kann nur Herrn Werner loben. Er hat zu mir gesagt, dass ich ihn nicht berührt habe. Der Schiedsrichter müsste das eigentlich gehört haben. Ich weiß nicht, ob das in der Hitze des Gefechts untergangen ist“, sagt Fährmann. „Es sieht wirklich nach einer Schwalbe aus, tut mir leid, aber es war nicht meine Intention", meint Werner.
 
Die Schalker protestieren heftig, doch die Entscheidung ist gefallen. Werner tritt selbst an und verwandelt eiskalt unten rechts zur 1:0-Führung. „Hier regiert der RBL“, singen die Fans im erneut ausverkauften Stadion. Schalkes Coach kann sich gar nicht beruhigen. „Den Start so zu erleben, war äußerst bitter“, sagt Weinzierl hinterher. RB-Trainer Hasenhüttl gesteht: „Es war kein Elfer. Das ist auch das Einzige, was mir etwas aufstößt an dem Spitzenspiel, das wir das Tor auf diese Art und Weise machen.“ Schiedsrichter Dankert räumt seine Fehlentscheidung nach der Partie vor laufenden Kameras ein, betonte aber, dass Werner nicht mit ihm auf dem Feld über den Elfmeter gesprochen habe.
 
Früher Wechsel

In der 22. Minute muss Hasenhüttl schon das erste Mal wechseln. Schmitz ist am Anfang der Partie bei einem Zweikampf schwer am Kopf getroffen worden. „Er hat auf dem rechten Auge nichts mehr gesehen“, sagt Hasenhüttl. Dominik Kaiser ersetzt ihn auf der für ihn ungewohnten rechten Außenverteidigerposition. Nach einer halben Stunde das erste Mal Bewegung vor dem Leipziger Tor. Alessandro Schöpf scheitert aber am starken Peter Gulacsi. Wenige Sekunden später klingelt es dann im RB-Kasten. Gulacsi zeigt einen tollen Reflex bei einem Schuss aus kurzer Distanz. Der Abpraller fällt Sead Kolasinac vor die Füße, der in der 32. Minute zum Ausgleich einschiebt.
 
In der 40. Minute streift ein Werner-Kopfball nach Forsberg-Freistoß das Außennetz. Kurz vor dem Pausenpfiff setzt Alessandro Schöpf noch aus 15 Metern einen Schuss knapp neben das RB-Tor, dann geht´s zum Aufwärmen in die Kabine.
 
Eigentor direkt nach Wiederanpfiff

Die zweite Halbzeit beginnt mindestens genauso turbulent, wie die Erste. Nach einem Forsberg-Freistoß köpft Schalkes Kolasinac in der 47. Minute zum Eigentor und der erneuten Leipziger Führung.

Die Hausherren sind die aktivere Mannschaft. Werner, Forsberg und Co. dringen immer wieder in die Schalker Gefahrenzone ein. Halstenberg köpft in der 68. Minute nach einer Ecke an die Latte. Es bleibt spannend. Die Gäste prüfen Gulacsi eine Vierstelstunde vor Abpfiff per Freistoß und aus der Nahdistanz, doch der Ungar zeigt sich in starker Verfassung. Die Leipziger vergeben in der Schlussphase noch einige Hochkaräter, werden aber nicht bestraft. „Es war bis zum Schluss eng, intensiv und kräftezehrend, weil wir das dritte Tor nicht gemacht haben“, sagte ein sichtlich gezeichneter Hasenhüttl.

Statistik:

RB: Gulácsi – Orban, Sabitzer, Keita, Poulsen, Forsberg (90. Khedira), Werner (83. Burke), Ilsanker, Schmitz (22. Kaiser), Halstenberg, Demme

S04: Fährmann, Höwedes, Geis (86. Reese), Kolasinac, Meyer, Goretzka, Bentaleb, Choupo-Moting, Schöpf (86. Caicara) , Naldo, Nastasic

Tore: 1:0 Werner (2.), 1:1 Kolasinac (32.), 2:1 Kolasinac (47., Eigentor)

Zuschauer: 42.558

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