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Zurück auf Platz eins: RB Leipzig demonstriert gnadenlose Stärke

Fußball-Bundesliga Zurück auf Platz eins: RB Leipzig demonstriert gnadenlose Stärke

RB Leipzig ist wieder Spitzenreiter. Der Aufsteiger ließ Hertha BSC beim 2:0-Sieg nicht die Spur einer Chance.

RB Leipzig wollte im Duell gegen Verfolger Hertha BSC zu Hause unbeschlagen bleiben - und kann am Ende jubeln.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. RB Leipzig hat sich die Tabellenführung für zumindest eine Nacht zurückgeholt. Im Spitzenspiel besiegte der Aufsteiger die Hertha aus Berlin mit 2:0. Es folgt am Mittwoch das Gipfeltreffen in München. "Heute war für uns nichts drin, nicht einmal etwas", sagte Hertha-Coach Pal Dardai.

Nach der ersten Bundesliga-Pleite gegen Ingolstadt in der Vorwoche will RB Leipzig zu Hause ungeschlagen bleiben - auch gegen Verfolger Hertha.

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Als ob es diese erste Niederlage in Ingolstadt in der Vorwoche gar nicht gegeben hätte: RB Leipzig strotzte am Sonnabend zu Hause gegen Hertha BSC nur so vor Selbstbewusstsein. Die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl spielte die Gäste zeitweise schwindelig. "Wir waren geil auf die Partie", sagt Verteidiger Stefan Ilsanker.

Dabei kam da nicht irgendwer aus der Hauptstadt. Vor diesem Spieltag belegte die alte Dame direkt hinter RB noch den dritten Tabellenplatz. RB wirkte nach dem Ingolstadt-Spiel wie einmal durchgeschüttelt und knüpfte direkt an die Leistungen aus den ersten 13 Partien dieser Saison an. "Ich wollte eine Reaktion sehen. Meine Mannschaft hat mich nicht enttäuscht, sie hat von der ersten Sekunde an gezeigt, was wir wollen", so Hasenhüttl.

Hinein ins Spiel. Der RB-Coach nahm eine Veränderung in der Abwehr vor und brachte den wieder fitten Bernardo auf der rechten Seite. Wie wertvoll der Brasilianer ist, zeigte er gleich in der fünften Minute. Mitchell Weiser bediente den völlig freien Julian Schieber. Bernardo stürmte von hinten heran und räumte den Ball sauber ab. Von Hertha war offensiv danach nichts mehr zu sehen. Bitter für Weiser: Er musste schon in der elften Minute mit einer Verletzung vom Feld.

Chancen im Minutentakt

Der Druck der Leipziger war dafür gnadenlos. RB erspielte sich Chancen im Minutentakt. Marcel Halstenberg, Marcel Sabitzer, Naby Keita - sie alle hatten die Führung auf dem Fuß. Die Fans mussten aber bis zur 41. Minute warten, dann schlug "Mister Supereffektiv" zum neunten Mal in dieser Saison zu. Einen Pass von Keita verwertete Timo Werner zur 1:0-Führung. Es war bereits die siebente Leipziger Gelegenheit in der Begegnung. Dardai zeigte sich sauer über den späten Treffer: "Mit einem 0:0 zur Halbzeit hätten wir das heute überlebt", glaubt er. Der Berliner Trainer wollte in den letzten 20 Minuten die Entscheidung erzwingen, wenn RB aus seiner Sicht vielleicht etwas abbaut.

RB-Boss Dietrich Mateschitz freute das Tor umso mehr. Er war extra aus Österreich eingeflogen und seine Serie hält damit weiter. Immer wenn der 72-Jährige sich ein Spiel in Leipzig live anschaut, dann gewinnt sein Team. Es war Mateschitz' vierter Streich. Nach dem Abpfiff besuchte er die Mannschaft in der Kabine.

 RB Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (l.) und Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz (r.) unterhalten sich im Stadion.

RB Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (l.) und Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz (r.) unterhalten sich im Stadion.

Quelle: dpa

Yussuf Poulsen verstand seinen Chef wegen dessen Dialekt nicht. Hasenhüttl dafür umso besser, beide kommen aus Österreich. "Er hat uns gratuliert", sagte der Coach, wollte aber keine Details verraten.

Gejubelt wurde bereits vor dem Anpfiff sehr kräftig. Da wurde bekannt, dass Diego Demme am Freitag seinen Vertrag bis 2021 verlängert hat. "Diego ist ein Paradebeispiel für die Entwicklung, die bei uns stattfinden kann. Er ist absoluter Stammspieler und Leistungsträger und bringt die richtige Mentalität und Einstellung, gepaart mit einer guten Technik und der Fähigkeit Bälle zu erobern, mit", sagte RB-Sportdirektor Ralf Rangnick.

Eine geschmackliche Entgleisung leisteten sich die stimmgewaltigen Berliner Anhänger in der ersten Halbzeit mit einem Spruchband. "Ey Ralf, wir warten sehnlichst auf Deinen nächsten Burnout", stand darauf zu lesen. Hertha-Coach Dardai: "Ich habe es nicht gesehen, kann nichts dazu sagen."

Hertha ohne klare Möglichkeit

Zweite Halbzeit, gleiches Bild auf dem Rasen: RB drückte und drückte und drückte. Nach einer Ecke von Emil Forsberg wuchtet Willi Orban in der 62. Minute den Ball per Kopf erneut in den Berliner Kasten. Hasenhüttl hatte vor dem Spiel den Beginn einer neuen Serie gefordert. Seine Spieler zeigten eindrucksvoll, dass sie den Coach verstanden hatten.

Wie sehr Hertha in die eigene Hälfte gedrängt wurde, belegt ein Statistikwert: Die Berliner traten in der 81. Minute ihre erste Ecke. Und noch einmal Statistik: Durch das erneut ausverkaufte Stadion haben in dieser Spielzeit schon mehr als eine halbe Million Zuschauer die RB-Spiele in Leipzig gesehen.

Bitter: Keita (Oberschenkel) und Halstenberg (Hüftbeuger) mussten verletzt vom Feld. Das Ausmaß ist noch unklar.

Die Roten Bullen reisen nun mehr als bereit zum Showdown vor der Winterpause nach München. "Wir wollen dort alles raushauen", kündigt RB-Abwehrchef Willi Orban an. Am Mittwoch entscheidet sich, welches Team sich die Tabellenführung unter den Weihnachtsbaum hängen darf. Schon jetzt ist klar: Die Leipziger werden mindestens auf Champions-League-Platz zwei überwintern.

RB Leipzig: Gulacsi - Bernardo, Orban, Ilsanker, Halstenberg (66. Schmitz), Demme, Keita (46. Kaiser), Sabitzer, Werner (84. Selke), Poulsen, Forsberg

Hertha BSC: Jarstein - Lustenberger, Stark, Hegeler, Weiser (11. Pekarik), Plattenhardt, Allan, Haraguchi (79. Esswein), Kalou (46. Darida), Ibisevic, Schieber

Tore: 1:0 Werner (41.), 2:0 Orban (62.)

Zuschauer: 42.558 (ausverkauft)

Matthias Roth

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