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Cavendish holt vierten Etappensieg - Protest von Kittel

Radsport Cavendish holt vierten Etappensieg - Protest von Kittel

In einem Sprint Schulter an Schulter mit Marcel Kittel holt Mark Cavendish seinen vierten Etappensieg bei dieser Tour. Kittel protestiert, aber die Jury kürt den Briten.

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Im Zielsprint hatten sowohl Marcel Kittel (M) und Peter Sagan (r) das Nachsehen.

Quelle: Yoan Valat

Villars-Les-Dombes. Als sich Marcel Kittel noch echauffierte, wurde Mark Cavendish bereits als Etappensieger in Villars-Les-Dombes geehrt. Ein Sprint der harten Art brachte dem Briten seinen vierten Tagessieg bei der 103. Tour de France.

"Was ich als fair empfinde, und was die Jury entscheidet, muss nicht immer das Gleiche sein. Cavendish kam aus meinem Windschatten und hat das Ergebnis mit seiner Aktion maßgeblich beeinträchtigt", schimpfte der fünftplatzierte Kittel nach dem Ende der 14. Etappe.

"Nach dem Rennen schlug mir Marcel von hinten mit der Hand auf den Rücken - ich dachte, das war Ausdruck seiner Anerkennung", reagierte Cavendish als Spaßvogel. Er bescherte seinem von Rolf Aldag geleiteten Dimension-Data-Team den bereits fünften Tageserfolg. Der Brite von der Isle of Man verringerte mit jetzt insgesamt 30 Etappensiegen den Abstand zu Rekordhalter Eddy Merckx (34) weiter und könnte ihn - vielleicht schon im nächsten Jahr - überholen.

Cavendish ist bei den Massenankünften der Alptraum der deutschen Sprinter. Nach 208,5 Kilometern im Vogelpark vor den Toren Lyons ließ er dem Norweger Alexander Kristoff und Weltmeister Peter Sagan auf den folgenden Plätzen keine Chance. John Degenkolb raste auf Rang vier und demonstrierte nach seinem schweren Unfall vom Januar ansteigende Form. Vielleicht reicht es wie geplant endlich am Montag in Bern doch noch zu seinem ersten Etappenerfolg beim vierten Tourstart. "Es ist in den Massensprints deshalb immer so hektisch, weil das Leistungslevel so hoch ist", sagte Degenkolb.

Chris Froome verlebte bei zum Teil heftigem Gegenwind ein relativ ruhiges Rennen. "Das war heute ein guter Tag für mich. Aber ich bin vorbereitet auf Attacken in den Alpen. Ich erwarte noch einiges von Quintana und den anderen. Aber meine Mannschaft ist super stark", sagte der 31-Jährige, der spätestens seit dem Zeitfahren vom Vortag festen Kurs auf seinen dritten Toursieg genommen hat.

Dagegen bringt diese Tour André Greipel kein Glück. Der dreimalige deutsche Meister wartete auch an seinem 34. Geburtstag vergeblich auf seinen ersten Etappensieg in diesem Jahr. Im Vorjahr war der Hüne aus Hürth mit vier Erfolgen der beste Sprinter. Wahrscheinlich versucht er jetzt seine gesamten Kräfte auf das Finale auf den Champs Elysées zu bündeln, aber dort trifft der gebürtige Rostocker womöglich wieder auf Kittel und Cavendish. 2015 hatte der am Samstag sechstplatzierte Greipel seine Super-Tour mit dem Finalsieg in Paris beendet.

Bora-Argon 18 sammelte wieder Fleißpunkte. Der Zweitligist, zum dritten Mal in Serie mit einer Wildcard der Veranstalter im Rennen, war durch Cesar Bendetti in einer vierköpfigen Ausreißergruppe vertreten. Der Ausreißversuch war nach mehr als 200 Kilometern an der Spitze erst 3300 Meter vor dem Ziel beendet.

Der beim Zeitfahren zurückgeworfene Kletterspezialist Nairo Quintana, weiter Vierter mit 2:59 Minuten Rückstand auf Spitzenreiter Froome, hat sich noch nicht aufgegeben. "Uns stehen noch viele Bergetappen bevor. Wenn meine Beine wollen, werde ich in den Alpen attackieren. Noch ist nichts verloren", hatte der zweimalige Tourzweite am Start in Montélimar erklärt.

In der Gesamtwertung belegt der Niederländer Bauke Mollema (+1:47 Minuten) weiter Rang zwei vor dem besten Nachwuchsfahrer Adam Yates (Großbritannien/+2:45). Froome erscheint ungefährdet.

dpa

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