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Cyclassics mit großem Sprinter-Duell Greipel/Kittel

Radsport Cyclassics mit großem Sprinter-Duell Greipel/Kittel

Das avisierte große Duell zwischen den Topsprintern Greipel und Kittel könnte leicht zum Mehrkampf werden. Die 20. Hamburger Cyclassics sind stark besetzt. Neben Kittel, der die Tour aus dem Fernsehsessel verfolgen musste, feiert auch Tony Martin ein Comeback.

Hamburg. Vom "großen Duell" wollen die beiden Topsprinter nicht sprechen. "Eigentlich egal, welche Fahrer da sind. Wenn du gewinnen willst, musst du sie alle schlagen", sagt André Greipel vor dem einzigen deutschen WorldTour-Rennen am Sonntag in Hamburg.

Dort trifft der viermalige Tour-Etappensieger unter anderen auf Marcel Kittel, für den die 20. Cyclassics nach seiner Nicht-Berücksichtigung für die Frankreich-Rundfahrt so etwas wie der Jahreshöhepunkt sind.

Aber Achtung: Hamburger wartet mit einer Topbesetzung auf. Die deutsche Sprint-Elite sollte die Rechnung auf den 221 Kilometern zwischen Kiel und der Mönckebergstraße nicht ohne Vorjahressieger Alexander Kristoff aus Norwegen und den britischen Ex-Weltmeister Mark Cavendish machen. Sowohl für Greipel als auch für Kittel wäre ein Sieg in der Hansestadt ein Novum.

DAS COMEBACK: Der in diesem Jahr so glücklose Sunnyboy Marcel Kittel, der wegen Formrückstand nicht zur Tour durfte, feiert eine Art Comeback. Sein Etappensieg bei der Polen-Rundfahrt machte ihm Mut: "Polen hat mich zuversichtlich gemacht. Ich hoffe, ich kann den Schwung von da mitnehmen. Hamburg ist ja seit langem wieder ein Highlight für mich." Der Ärger sei verdaut, die Nicht-Nominierung durch sein Giant-Alpecin-Team "Schnee von gestern". Ein Wechsel habe "nie zur Debatte" gestanden: "Ich habe ja noch Vertrag bis 2016 und wir wollen mal sehen, was wir im nächsten Jahr besser machen können. 2015 werde ich dann einfach so mal abhaken", sagte Kittel der Deutschen Presse-Agentur. Als Helfer von Sieganwärter Cavendish feiert auch Tony Martin nach seinem Schlüsselbeinbruch bei der Tour in Le Havre sein Comeback.

DAS DUELL: Marcel Kittel will sich nach seiner Juli-Enttäuschung unbedingt beweisen - André Greipel blickt auf das bisher beste Jahr seiner Karriere zurück und will endlich den Sieg in Hamburg. "Zweiter will ich nicht wieder werden. Ich bin zuversichtlich, meine Form ist gut. Die Nähe zu meiner Heimat motiviert mich zusätzlich", sagte er. Aber wahrscheinlicher als ein Duell ist ein Mehrkampf. Zumindest Cavendish, Kristoff und der Franzose Arnaud Démarre (Sieger 2012) werden noch mitmischen, wenn es zu einem Sprintfinale kommt.

DAS JUBILÄUM: Kittel findet die starke Besetzung "krass". Das wichtigste deutsche Eintagesrennen - vor den Profis starten rund 20 000 Hobbyradler - wird in diesem Jahr aus dem Inneren der Fähre Stena Scandinavica am Bollhörnkai im Kieler Hafen gestartet. 200 Polizisten und zahlreiche Helfer sorgen in Schleswig-Holstein für die Streckensicherung. Die Olympia-Kandidaten Hamburg und Kiel proben schon mal den Schulterschluss.

DIE STRECKE: Der Waseberg in Hamburg muss dreimal überquert werden. "Auf den letzten zwei Runden musst man vorne sein. In dieser Phase ist das Team sehr wichtig, um dich in der Position zu halten. Am Schluss musst du eben durchziehen - ich hoffe, es klappt", meinte Kittel, der seine Saison Mitte Oktober in Abu Dhabi beenden wird. Für Greipel, der durch einen Etappensieg bei der Eneco-Tour seine aktuell gute Form dokumentierte, ist die WM in Richmond im Oktober der letzte Höhepunkt 2015.

dpa

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