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Renaissance des Radsports in Deutschland

Radsport Renaissance des Radsports in Deutschland

Fünf Siege durch Marcel Kittel, sechs weitere Erfolge und zwei Trikots durch die deutschen Teams Sunweb und Bora-hansgrohe, dazu der Tour-Auftakt in Düsseldorf. "Made in Germany" stand auf vielen Etiketten der 104. Tour de France.

Mit fünf überragenden Tagessiegen begeisterte Marcel Kittel die deutschen Radsportfans.

Quelle: Christophe Ena

Paris. Fünf Etappensiege durch "Le Kaiser" Marcel Kittel, ein stimmungsvoller Auftakt in Düsseldorf sowie steigende Einschaltquoten im TV. Der deutsche Radsport hat bei der 104. Tour de France eine Art Renaissance erlebt und nach dunklen Doping-Jahren bei den Fans wieder an Kredit gewonnen.

Überstrahlt wurde alles vom umjubelten Seriensieger Kittel, ehe ein Sturz in den Alpen die wunderbare Reise abrupt stoppte. Aber auch die deutschen Radrennställe Sunweb und Bora-hansgrohe trugen mit insgesamt sechs Etappenerfolgen und zwei Trikots zur erfolgreichen "Tour d'Allemagne" bei.

"Das große Highlight mit dem Start in Düsseldorf bleibt stehen. Das war grandios, einmalig. Dazu kommen die fünf Etappensiege von Marcel", bilanzierte Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin, dessen eigene Wünsche sich nicht erfüllten. Auch Tour-Debütant Nikas Arndt, einer der Gewinner dieser Rundfahrt, pflichtete bei: "Der Start bleibt in Erinnerung. Ich habe es genossen. Ich hatte zwei Tage Gänsehaut. Dazu ist Marcel eingeschlagen wie eine Bombe."

Wohl wahr: Kittel fuhr in den Massensprints der Tour in einer eigenen Liga, teilweise mit mehreren Radlängen düpierte der Thüringer die Konkurrenz. Im Grünen Trikot des Punktbesten war er auf dem Weg nach Paris, ehe ein schmerzhafter Sturz den krönenden Schlusspunkt verhinderte. "Die Freude überwiegt. Es macht mich sehr stolz, was ich erlebt habe", sagte Kittel, der zur Feier in Paris selbstverständlich geladen war. Schließlich hatte er deutsche Rekorde wie die fünf Siege von Didi Thurau (1977) oder die Bestmarke von Erik Zabel (insgesamt zwölf Siege) eingestellt bzw. übertroffen.

Rund ein Viertel der Tour-Etappen haben die deutschen Radprofis in den vergangen fünf Jahren bei der Tour gewonnen - keine Nation war erfolgreicher. Insbesondere Deutschlands Sprinter sorgen für reihenweise Erfolgserlebnisse, auch wenn André Greipel in diesem Jahr nicht ganz an seine starken Leistungen der letzten Jahre anknüpfen konnte.

Ein bisschen "Made in Germany" waren auch die Erfolge der deutschen Teams Sunweb und Bora-hansgrohe. Insbesondere Sunweb kam aus den Feiern kaum mehr heraus. Neben den vier Etappensiegen trugen der Australier Michael Matthews das Grüne und Warren Barguil das Gepunktete Trikot nach Paris. Arndt wäre am drittletzten Tag beim zweiten Platz in Salon-de-Provence fast ein weiterer Coup geglückt.

Das Grüne Trikot war eigentlich für Bora-Kapitän und Weltmeister Peter Sagan fest gebucht, doch der Slowake wurde einen Tag nach seinem Etappensieg in Longwy wegen eines Ellbogenchecks gegen Mark Cavendish in Vittel disqualifiziert. Nach dem Sturz-Aus von Rafal Majka stand Bora sogar ganz ohne Kapitän da, doch Maciej Bodnar bescherte dem gebeutelten Team im Zeitfahren noch einen unerwarteten Etappensieg. Dazu zeigte Youngster Emanuel Buchmann mit Platz 15, dass Deutschland in Zukunft durchaus wieder einen guten Rundfahrer haben kann.

Es gab aber auch Enttäuschungen: So verpasste Martin den erhofften Auftaktsieg im Zeitfahren samt Gelbes Trikot, nach einem Sturz und einer Erkältung wollte es auch in Marseille nicht mit dem Etappensieg in seiner Spezialdisziplin klappen. Auch John Degenkolb jagte bei seiner fünften Tour-Teilnahme immer noch dem ersten Sieg hinterher.

dpa

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