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Skandal im britischen Radsport - Direktor suspendiert

Radsport Skandal im britischen Radsport - Direktor suspendiert

Gut drei Monate vor den Olympischen Spielen überschattet ein Skandal den britischen Radsport. Der nationale Verband British Cycling suspendierte den Technischen Direktor Shane Sutton und reagierte damit auf schwere Anschuldigungen aus dem Lager der Frauen und Behindertensportler.

London. Zuvor hatte der sechsmalige Paralympics-Sieger Darren Kenny in einem Interview der "Daily Mail" über diskriminierende Äußerungen von Sutton berichtet. Unter anderem soll der Australier die Behindertensportler als "Krüppel" bezeichnet haben. Die Einstellung gegenüber der Gruppe sei miserabel gewesen, einigen Sportlern sei nicht einmal der Zugang zur Bahn gewährt worden, um sich auf Wettkämpfe vorzubereiten, sagte Kenny.

Die neuen Anschuldigungen kamen nur wenige Tage, nachdem die frühere Bahn-Vizeweltmeisterin Jessica Varnish über sexistische Kommentare geklagt hatte. Nach ihrer verpassten Olympia-Qualifikation habe Sutton gesagt, sie solle gehen und ein Baby bekommen. Dazu habe es abfällige Äußerungen wegen ihres Körpergewichts gegeben. Ihre ehemalige Kollegin Victoria Pendleton berichtete über ähnliche Erfahrungen. Sutton wies dies im Interview der "Times" zurück: "Ich habe den Satz 'Du hast einen fetten Arsch' niemals gesagt."

Der Vertrag mit Varnish war in diesem Jahr nicht verlängert worden, wodurch sie automatisch aus dem Förderprogramm fiel. British Cycling hat inzwischen eine Untersuchung eingeleitet. Der Skandal kommt zur Unzeit, trifft er den Verband doch mitten in den Vorbereitungen für Rio. Bei den Spielen 2012 holten die britischen Radsportler achtmal Gold und je zweimal Silber und Bronze.

dpa

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