Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
16-jährige Leipzigerin überrascht bei den deutschen Schwimm-Meisterschaften

16-jährige Leipzigerin überrascht bei den deutschen Schwimm-Meisterschaften

Juliane Reinhold hat bei den deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin für eine große Überraschung gesorgt. Die erst 16-jährige Junioren-Athletin von der Schwimm-Startgemeinschaft Leipzig (SSG) gewann als Außenseiterin die Konkurrenz über 400 Meter Lagen und schob sich damit auf Platz acht der europäischen Jahresbestenliste für „Erwachsene“.

Voriger Artikel
Cottbus startet mit Kantersieg in Testspielserie
Nächster Artikel
Erzgebirge Aue mit Liga-Auftakt in Paderborn

Die Leipzger Schwimmerin Juliane Reinhold (Archivfoto).

Quelle: dpa

Berlin. Mit ihrer im Finale geschwommenen Bestmarke von 4:43,68 Minuten verpasste sie allerdings die Norm für die Europameisterschaften in Budapest (9. bis 15. August).  „Ich habe nicht mit einem Sieg gerechnet. Das war eine sehr gute Vobereitung auf die Jugend-EM in Helsinki“, sagte Reinhold nach dem Triumph.

Ebenso mit deutschen Meisterwürden konnte Stefan Herbst nach Leipzig zurückkehren. Der Staffel-Europameister aus Leipzig gewann das Finalrennen über 100-Meter-Rücken. Wie die SSG mitteilt, erzielten die Sportlerinnen und Sportler aus der Messestadt zudem eine Vielzahl an Junioren-Jahrgangsmedaillen sowie weitere hervorragende Platzierungen im Erwachsenen-Bereich.

Der große Star der deutschen Meisterschaften an der Spree war jedoch unumstritten wieder einmal Paul Biedermann. Der Hallenser Weltrekordler setzte nach einer nur mäßigen Leistung über 400 Meter ein Ausrufe-Zeichen über 200 Meter Freistil: In 1:45,84 Minuten verbesserte er die bisherige Weltjahresbestzeit des 18-jährigen Franzosen Yannick Agnel um 46/100 Sekunden. „Dieses Rennen war enorm wichtig für mich und ich bin sehr froh, dass es so gut geklappt hat. Jetzt kann ich entspannter nach Budapest fahren“, sagte der 23-Jährige, der nach seinem Anschlag erleichtert die Faust ballte.

24 Stunden zuvor hatte „Deutschlands Sportler des Jahres“ nach nur knapp geschaffter EM-Norm über die doppelte Freistil-Distanz enttäuscht den Kopf geschüttelt und in der ersten Erregung sogar seinen EM-Start über die 400 Meter in Frage gestellt. „Auf den 400 Metern bin ich noch nicht so fit. Das liegt vielleicht auch am Wegfallen der Anzüge und weil ich vielleicht noch ein bisschen zu schwer bin“, sagte er und will die EM für eine Grundsatzentscheidung nutzen.

„Ich muss mal sehen, wie es über die 400 Meter läuft. Vielleicht muss man danach den Fokus neu ausrichten und sich auf die kürzeren Strecken 100 und 200 Meter konzentrieren“, sagte er nach seinem dritten DM-Titel, bei dem Freundin Britta Steffen auf der Tribüne die Daumen drückte.

Nach dem Rekordfestival des vergangenen Jahres in den High-Tech-Ganzkörperanzügen gab es nun in langer Textil-Badehose nur eine Weltjahresbestzeit. Neben EM-Titelverteidiger Biedermann sind die europäischen Jahresbesten Hendrik Feldwehr (Essen/50 Meter Brust), Isabelle Härle (Heidelberg/1500 Meter Freistil) und Essens Rücken-Vize-Weltmeisterin Daniela Samulski (50/100 Meter) die aussichtsreichsten deutschen Medaillen-Kandidaten bei der EM. Der dreimalige Meister Steffen Deibler (Hamburg) könnte über die kurzen Schmetterlings-Distanzen seinen Durchbruch schaffen.

Für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) kommt Steffens Absage nicht überraschend. Ihre Entscheidung ist dennoch ein herber Schlag für das Vorhaben, in Budapest wie angestrebt beste europäische Schwimm-Nation mit elf Medaillen und 20 Finalplätzen zu werden. „Wir sind sehr traurig. Das wird viel schwieriger das Ziel zu halten. Mit drei bis vier Medaillen weniger müssen wir rechnen“, sagte der Sportdirektor Leistungssport des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), Lutz Buschkow.

mpu, LVZ-Online / dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.