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20.000 Besucher strömen zum Aufgalopp ins Scheibenholz

Leipziger Sieger 20.000 Besucher strömen zum Aufgalopp ins Scheibenholz

Knapp 20.000 – je nach Wetterfolg mehr oder weniger gut gelaunt – Zuschauer hat es am 1. Mai auf die Rennbahn im Scheibenholz gezogen. Auch ein Leipziger Wallach fuhr einen Erfolg ein: Seriensieger Mister Spock von Marco Angermann.

Aufgalopp im Scheibenholz: Mit 20.000 Besuchern fanden 2016 weniger Menschen den Weg ans Leipziger Turf als noch im Vorjahr.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Der Satz wird auf Deutschlands schönster Galopprennbahn in Stein gemeißelt: „Mit dem Aufgalopp im Scheibenholz beginnt in Leipzig der Sommer.“ Das Copyright hat Burkhard Jung. Leipzigs OBM eröffnet mit dem Fassanstich (für Experten: drei Schläge) das Volksfest auf der Rennbahn, nimmt die Siegerehrung des ersten Rennens (Preis der Stadt Leipzig) vor und genießt das Treiben auf der Bahn sichtlich. Jung stellt sich auch selbst auf die Jockeywaage, atmet auf, er bleibt zweistellig.

Knapp 20.000 – je nach Wetterfolg mehr oder weniger gut gelaunt – zieht es auf die Rennbahn. Weniger als im Vorjahr (22.500), dafür gibt es am Sonntag keine dramatischen Schlangen am Einlass, an den Wettkassen oder Toiletten. „Wir haben die Kapazitäten erhöht, das hat sich ausgezahlt“, sagt Alexander Leip, Chef der Scheibenholz GmbH. Nach dem letzten Rennen resümiert er gut gelaunt: „Ich bin in jeder Hinsicht zufrieden. Wir haben mit dem 1. Mai-Renntag unsere Ausnahmesituation bundesweit bestätigt. Es war schön, in so viele fröhliche Gesichter zu sehen.“

Tatsächlich wird neben dem Rennsport auch einiges fürs Auge geboten. Denn wie zuletzt ist die grüne Mitte Leipzigs (Scheibenholz-Eigenwerbung) wieder ein großer Laufsteg, ein Festival spektakulärer Hüte, schriller Outfits, klassischer und avantgardistischer Mode. Und wie in den letzten Jahren tummelt sich Prominenz auf der Bahn, gesichtet werden die RB-Profis Dominik Kaiser, Marvin Compper, Yussuf Poulsen, Davie Selke und Peter Gulacsi, Schriftsteller Clemens Meyer, die Messe-Geschäftsführer Martin Buhl-Wagner und Markus Geisenberger sowie Marc Zeimetz, Finanzgeschäftsführer der Madsack-Mediengruppe, der auch diese Zeitung angehört.

Zum traditionellen Aufgalopp fanden in diesem Jahr weniger Menschen den Weg ins Leipziger Scheibenholz. Mit 20.000 ZUschauernm waren die Rennen auf dem Turf dennoch gut besucht. (Bilder: André Kempner)

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Im sportlichen Highlight des Tages, dem mit 10.000 Euro dotierten Preis der Mercedes-Benz Niederlassung Leipzig, triumphiert Miss Sommerroh mit dem aus Zypern stammenden Jockey Ioannis Poullis im Sattel. Lange Gesichter dagegen bei der großen Wett- und Fan-Gemeinde von Mr Beauregard. Der hübsche Wallach aus Dresden – Sieger am 1. Mai in Leipzig 2014 und 2015 – verpasst das angepeilte Triple mit fast drei Längen hinter Siegerin Miss Sommerroh und bekommt nun doch kein Denkmal. Auf dem Weg dahin ist wohl Mister Spock. Der im Scheibenholz trainierte Wallach erfüllt als Top-Favorit und Lokalmatador mit seinem Sieg im vierten Rennen alle Erwartungen.

Nicht nur die zuschauenden RB-Profis wissen, wie schwer so was ist. Entsprechend happy ist „Spocki“-Besitzerin Renate Lindemeyer, die bei dem lockeren Sieg Freudentänze aufführt und in ihrem Jubel jeden umarmt, den die Tauchaerin gerade sieht. Trainer Marco Angermann erzählt grinsend, er habe Jockey Rene Piechulek gesagt; „Wenn keiner der Konkurrenten vorne geht, soll er doch das Tempo machen.“ So kommt es, Ergebnis ist ein Start-Ziel-Sieg und Piechuleks Bekenntnis: „Wir mussten gar nicht alles geben.“

Alles gibt die junge Leipzigerin Tjadina Klein, die bei ihrer Rennpremiere auf Sternzeichen knapp geschlagen Vierte wird. „Ich bin froh, dass ich so gut durchgekommen bin, im Rennen geht es doch extrem schnell zur Sache“, meint die Studentin erleichtert.

Viele glückliche Menschen also. Kleine Wermutstropfen sind der mit 169.649.27 Euro gute, aber doch geringere Wettumsatz als im Vorjahr (184.081 Euro), eine durchgeknallte Sicherung und die mitunter mangelhafte Qualität der bewegten Bilder auf den Videowänden. Ganz klar, bei den Massen stößt das Scheibenholz an seine Grenzen. Aber das ist halt nur einmal im Jahr Thema.

Ergebnisse:

I.R. 1. Global Storm (M.Cadeddu) 2. Sheded 3. Rainmaker
27 (122/879) 16, 19, 22 Platz-Zwilling: 30, 45, 34

II.R. 1. Saluta (R.Piechulek) 2. Royal Rubin 3. Orsella
31 (145/580) 14, 15, 18 PZ: 19, 26, 35

III.R. 1. Rosebay (E.Frank) 2. Gereon 3. Master of Gold
20 (25/177) 15, 18

IV.R. 1.Mister Spock (R.Piechulek) 2. Vanbijou 3. Dark Fighter
16 (61/134) 13, 17

V.R. 1. Miss Sommerroh (I.Poullis) 2. Claudia Octavia 3. Blooming Stars
55 (348/2.409) 35, 37

VII.R. 1. Pancho Villas (J.Beckmann) 2. Auensee 3. Glorissimo
37 (90/1.001) 17, 15, 28 PZ: 24, 172, 59

VIII.R. 1. Lincoln Country (M.Cadeddu) 2. Green Rocks 3. Shabraque
36 (125/319) 18, 31,

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