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200 Trauergäste nehmen Abschied von Kanu-Trainer Stefan Henze

Nach Unglück in Rio 200 Trauergäste nehmen Abschied von Kanu-Trainer Stefan Henze

Rund 200 Trauergäste nahmen Mittwochmittag Abschied von Stefan Henze dem olympischen Silbermedaillengewinner von 2004 in Athen, der als Trainer der deutschen Kanuslalom-Mannschaft vor vier Wochen bei den Spielen in Rio de Janeiro bei einer Taxifahrt tödlich verunglückt war.

Kondolenzbuch für Stefan Henze.

Quelle: dpa

Ein großes Herz aus gelben Sommerblumen schmückte die Kapelle des Südfriedhofes. Neben der Urne stand ein Foto von Stefan Henze, das den Weltklasse-Kanuten so zeigte, wie ihn alle kannten: voller Optimismus und Lebensfreude. Rund 200 Trauergäste nahmen Mittwochmittag Abschied von dem olympischen Silbermedaillengewinner von 2004 in Athen, der als Trainer der deutschen Kanuslalom-Mannschaft vor vier Wochen bei den Spielen in Rio de Janeiro bei einer Taxifahrt schwer verunglückt und an den Folgen des Unfalles mit nur 35 Jahren gestorben war. Bereits einen Tag nach seinem Tod hatte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) im Olympischen Dorf in Rio eine Trauerfeier organisiert.

Am Mittwoch waren neben den Angehörigen die komplette Kanuslalom-Olympia- sowie Weltcup-Mannschaft nach Leipzig gekommen, ebenso Vertreter des DOSB, der Bundeswehr, vieler Kanu-Verbände und -Vereine sowie der Olympiastützpunkte. Bei der Zeremonie erklangen Lieder von Silbermond, Christina Stürmer und Andreas Gabalier. Neben der Familie wurden in der Trauerrede zwei enge Weggefährten besonders angesprochen: Zweierpartner Marcus Becker, der in der Zeit als Leistungssportler fast das ganze Jahr mit Stefan Henze verbracht hatte. Und Ex-Bundestrainer Jürgen Köhler, der ein väterliches Verhältnis zu seinem Schützling hatte.

Stefan Henze war in Halle/Saale geboren und aufgewachsen, sammelte für den BSV Halle neben der Olympiamedaille zahlreiche weitere internationale Erfolge. Zuletzt wohnte er mit seiner Lebensgefährtin Ute in Augsburg. An der Olympiastrecke von 1972 betreute er mit großem Erfolg die besten deutschen Kajakfrauen. Beigesetzt wurde er Mittwoch auf dem Friedhof Markkleeberg-Ost, da die Sportfamilie Henze mittlerweile ganz in der Nähe des Kanuparks vor den Toren Leipzigs wohnt. Bruder Frank hatte acht Jahre nach Stefan die Olympiateilnahme im Canadierzweier geschafft. Die Nationalmannschaft fuhr nach der Beisetzung direkt zum Weltcup-Finale nach Slowenien, wo sie an diesem Wochenende ganz im Sinne ihres Vorbildes Stefan Henze um Spitzenränge paddeln will.

fs

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