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31:32 (12:15) gegen den TV Bittenfeld: Bittere Niederlage für den SC DHfK Leipzig

31:32 (12:15) gegen den TV Bittenfeld: Bittere Niederlage für den SC DHfK Leipzig

Leipzig. Bittere Schlappe für den SC DHfK Leipzig: Die Zweitligahandballer aus der Messestadt unterlagen am Mittwochabend vor 1380 Zuschauern in der Ernst-Grube-Halle dem TV Bittenfeld 31:32 (12:15).

Bester Werfer der Hausherren war Thomas Oehlrich mit zehn Treffern. Bei den Gästen überragte Arnor Gunnarsson alle anderen (13 Tore).

"Es ist, wie ich es schon so häufig gesagt habe: In dieser Liga gibt es keine Favoriten. Da zählt die Tagesform", resümierte DHfK-Coach Uwe Jungandreas mit etwas Abstand. "Es war ein enges Spiel, kampfbetont wie immer. Nur haben wir uns heute ganz im Gegensatz zur Vorwoche aus der Ruhe bringen lassen. Das hat den Ausschlag gegeben."

Das Spiel entwickelte sich in der ersten Halbzeit rasch zu einem Duell Leipzig vs. Arnor Gunnarsson. Der Isländer wurde seinem Ruf gerecht und traf und traf und traf. Zur Halbzeit hatte er neun von 15 der Bittenfelder Tore geworfen, davon drei vom Punkt. Die Grün-Weißen hatten sichtlich Probleme, den wieselflinken Rechtsaußen zu stellen.

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Leipzig. Bittere Schlappe für den SC DHfK Leipzig: Die Zweitligahandballer aus der Messestadt unterlagen am Mittwochabend vor 1380 Zuschauern in der Ernst-Grube-Halle dem TV Bittenfeld 31:32 (12:15). Bester Werfer der Hausherren war Thomas Oehlrich mit zehn Treffern. Bei den Gästen überragte Arnor Gunnarsson alle anderen (13 Tore).

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"Arnor ist natürlich eine große Hilfe", kommentierte Bittenfelds Co-Trainer Klaus Hüppchen nach dem Abpfiff. Ausschlaggebend sei aber eher die Eingespieltheit seiner Truppe. "Das ist ein großer Vorteil. Einige der Jungs spielen seit der C-Jugend zusammen. Das ist viel Wert in diesen engen Spielen."

Im Gegenzug hatten die Hausherren ungewohnte Probleme im Angriff, auch verursacht durch die aggressive Bittenfelder Abwehrarbeit. Die Baden-Württemberger störten früh und versuchten, das vom SC DHfK so häufig und spektakulär praktizierte Konterspiel zu unterbinden. Mit Erfolg. Serienweise ließen nahezu alle Akteure beste Wurfgelegenheiten ungenutzt. Das lag auch am überragenden Daniel Sdunek im Bittenfelder Tor, der nach der Partie ein Sonderlob von beiden Trainern erhielt.

Auch eine frühe Auszeit von Uwe Jungandreas änderte nicht allzu viel. Selbst in Sachen Siebenmeter fehlte es bei den Gastgebern an Souveränität. Gleich drei blieben in Hälfte eins ungenutzt. Zumindest diesen Umstand konnte Philipp Seitle in Halbzeit zwei ändern.

Die begann positiv aus Sicht der Grün-Weißen. Kapitän Thomas Oehlrich brachte sein Team in der 35. Minute bis auf 15:16 heran. Die Wende schien greifbar. Doch sofort waren die „alten" Fehler wieder da. Abspielfehler, eine geradezu pathologische Abschlussschwäche und wenig Fortune in der Abwehr brachten die Bittenfelder zurück ins Spiel. "Irgendwie lief es nicht, auch wenn wir bis zum Schluss gekämpft haben", befand Steve Baumgärtel, dem die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben stand.

Bereits in der 39. Minute war der Vorsprung wieder auf fünf Tore angewachsen (16:21). Erneut musste Jungandreas mit einer frühen Auszeit reagieren. Immerhin: Arnor Gunnarsson hatten seine Jungs inzwischen recht gut im Griff. Der Isländer trat fast nur noch vom Siebenmeterpunkt aus in Aktion.

Der DHfK-Coach versuchte in dieser Phase personell alles. Für den nicht allzu starken aber auch nicht schwachen Michael Galia im Tor kam Sebastian Schulz. An den Siebenmetern von Gunnarsson versuchte sich Oliver Krechel. Der gänzlich glücklose Steve Baumgärtel blieb draußen. "Eine sehr berechtigte Maßnahme heute", befand der Lockenkopf später. "Wie wir alle habe ich von Beginn an nicht ins Spiel gefunden."

In der Abwehr tauchte nun Christian Telehuz auf. Und selbst der seit mehreren Wochen mit Kieferbruch ausgefallene Martin Müller durfte ran. "Das war so nicht geplant", gab der 21-Jährige nach dem Schlusspfiff unumwunden zu. "Ich habe versucht, mit kühlem Kopf reinzugehen und sofort Druck zu machen. Ich war ja frisch. Geklappt hat es nicht" Glänzen konnte nun aber der Kapitän: Thomas Oehlrich stellte seine ganze Klasse unter Beweis, übernahm Verantwortung, kämpfte, wühlte, traf und riss seine Mannschaft mit.

Die Leipziger lebten nun von den Emotionen ihres Publikums. Die Grubehalle wurde zur Hölle. Jeder Schiripfiff ging im tosenden Protest der Fans unter. In der 58. Minute waren die Hausherren dran. Ausgerechnet Abwehrhüne Christian Telehuz, sonst nicht für seine Treffsicherheit bekannt, stellte den 31:31-Ausgleich her. Doch die anschließenden Aktionen misslangen. Sowohl Uli Streitenberger als auch Till Riehn scheiterten in der Schlussminute. Tobias Schimmelbauer dagegen traf.

"Teilweise hätten wir heute wahrscheinlich mitsamt dem Ball ins Tor fliegen müssen, um zu treffen", meinte Martin Müller. "Wir hatten heute einfach nicht unseren besten Tag."

Leipzig:

Galia; Schulz; Krechel; Dietzmann (2); Streitenberger (5/2); Baumgärtel; Oehlrich (10); Binder; Boese (4); Wagner (2); Riehn; Seitle (7/6); Telehuz (1); Müller; Wolf.

Bittenfeld:

Lorger; Sdunek; Schimmelbauer (4); Schöbinger (3); Forstbauer; Weiß (3); Schweikardt (2); Gunnarsson (13/6); Heib (1); Baumgarten (2); Sigtryggsson (1); Wehner (2); Salzer.

Siebenmeter:

Leipzig 8/12; Bittenfeld 6/7.

Strafen:

Leipzig 5; Bittenfeld 6.

Antje Henselin-Rudolph

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