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3500 Zuschauer feiern Leipziger Doppelsieg im Scheibenholz

Saisonfinale 3500 Zuschauer feiern Leipziger Doppelsieg im Scheibenholz

Mit einem Sensations-Doppelsieg für den Leipziger Trainer Marco Angermann ist am Samstag die Galopp-Saison im Scheibenholz zu Ende gegangen. 3500 Zuschauer bescherten der Bahn einen neuen Saison-Besucherrekord - und erlebten ein Jahresfinale voller Kuriositäten.

Saisonfinale im Scheibenholz
 

Quelle: Dieter Grundmann

Leipzig. Das gab es seit Jahren nicht mehr im Scheibenholz: Im letzten Rennen der Saison auf der Galopprennbahn hat der Leipziger Trainer Marco Angermann am Samstag einen sensationellen Doppelerfolg gefeiert. Die fünfjährige Stute Sternzeichen holte im siebten Rennen unter Jockey Alexander Pietsch vor 3500 Besuchern ihren ersten Sieg. Mit einer Wettquote von 78 für 10 Euro für den richtigen Tipp hätte der Tag der Außenseiter nicht besser zu Ende gehen können. Auf Platz zwei beim „Auf Wiedersehen 2016“-Cup über 1600 Meter galoppierte im Schlussspurt genauso überraschend Angermanns Wallach Fritz, geritten von Franco da Silva.

Als seine beiden Pferde über die Ziellinie liefen, stand Angermann vor der großen Leinwand und konnte es kaum fassen. „Ich bin einfach nur happy. Heute wird gefeiert“, sagte Leipzigs „letzter Mohikaner“. Für den derzeit einzigen Trainer im Scheibenholz war es schon der neunte Jahreserfolg, für Sternzeichen der allererste im 14. Rennen - eine Bestätigung für die gute Stallform. „Das Pferd ist mit dem weichen Boden hervorragend zurechtgekommen. Ich hatte schon beim Aufgalopp ein gutes Gefühl. Das ist wie beim Auto, wenn du merkst, dass es Grip hat“, sagte der aus Dresden stammende Top-Jockey Pietsch zu seinem Erfolgsritt, dem 66. in diesem Jahr in Deutschland. „So einen Doppelsieg für Leipzig gab es zuletzt vor vielen Jahren unter Peter Hirschberger“, waren sich Jürgen Funke und Bernd Schirm vom Rennverein einig.

3500 Zuschauer erlebten in Leipzig am Samstag (17. Oktober 2015) ein Saisonfinale nach Maß auf der Rennbahn im Scheibenholz. Überraschend konnte der Leipziger Trainer Marco Angermann einen Doppelerfolg feiern. Fotos von einem Nachmittag voller Kuriositäten. Foto: Christian Modla

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Besucherrekord und fast 500.000 Wettumsatz

Insgesamt 53 Pferde gingen beim Saisonfinale in den sieben Rennen an den Start. 3500 Besucher bescherten der Bahn insgesamt einen neuen Saisonrekord. Zwar waren es am Samstag 1500 weniger als beim Finale 2014. Mit 40.100 Zuschauern kamen an den vier Renntagen aber so viele wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Im Vorjahr waren an fünf Renntagen 38.000 Zuschauer gezählt worden. Die Wettumsätze lagen am Samstag bei 100.696 Euro, davon wurden 37.653 Euro auf der Bahn gewettet. Insgesamt summierte sich der Jahresumsatz am Toto damit auf knapp 500.000 Euro - ebenfalls ein deutliches Plus.

Der vom Regen aufgeweichte Boden sorgte beim Halali für ein Favoritensterben, ließ aber Dresdner Trainer gleich dreimal jubeln. Im Hauptrennen, dem Scheibenholz-Cup über 2000 Meter (Ausgleich III), setzte sich Sarisha von Coach Lutz Pyritz unter dem zweifach siegreichen Jockey Maxim Pecheur sicher durch (152:10). Hier wurde auch eine Viererwette angeboten, die 10.000 Euro als garantierte Gewinnsumme versprach. Das Erich-Siegel-Gedächtnisrennen gewann der Hamburger Wallach New Jersey unter dem erstmals in Deutschland erfolgreichen Jockey Ioannis Poullis bei einer denkwürdigen Dreierquote von 70.685 für 10 Euro.

Defekt an der Startmaschine

Publikumsliebling Eduardo Pedroza feierte mit Sol Y Vida im sechsten Rennen, einem Ausgleich III, einen Sieg für die Dresdner Farben von Stefan Richter. Dessen ersten Voltreffer landete Andreas Helfenbein mit seinem „Kistenritt“ im zweiten Rennen. Als Ersatz für den wegen Kreislaufproblemen nach dem ersten Start ausgefallenen René Piechulek stieg er von der hölzernen Sitzkiste aus der Jockeystube in den Sattel - und siegte locker auf Mitfavorit Arkia, ebenfalls aus dem Stall Richter.

Kurios: Ab dem vierten der sieben Rennen mussten die Pferde mit der Flagge gestartet werden. Die Deichsel der Startmaschine war defekt. Dadurch konnte die Box nicht mehr bewegt werden. Bis zum 1. Mai sollte sie wieder funktionieren. Dann startet im Scheibenholz mit dem traditionellen Aufgalopp die neue Saison - mit Plänen für ein Sommerkino an der Tribüne und wahrscheinlich wieder fünf Renntagen. „Es war ein erfolgreiches Jahr für uns. Ab morgen beginnt die Vorbereitung für 2016“, sagte Geschäftsführer Alexander Leip.

Von Robert Nößler

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