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45. Frühjahrslangstrecke des SC DHfK auf dem Elster-Saale-Kanal

45. Frühjahrslangstrecke des SC DHfK auf dem Elster-Saale-Kanal

Alle Jahre wieder trifft sich die deutsche Ruder-Elite auf dem Elster-Saale-Kanal zur Frühjahrs-Langstrecke und damit zum ersten Kräftemessen der Saison. Doch durch den endlosen Winter kamen die Organisatoren der RG Wiking im SC DHfK ganz schön ins Schwitzen, denn erst seit Ostermontag ist der Wasserweg vom Eis befreit.

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Nichts für Frostbeulen: Bei Temperaturen um zwei Grad Celsius und kaltem Wind trainieren Annekatrin Thiele, Florian Eidam und Josef Krümmling (r.) auf dem Kanal in Burghausen für die Frühjahrslangstrecke am Sonntag. Trainerin Angelika Noack (kleines Foto) begleitet ihre Schützlinge im Motorboot.

Quelle: Christian Nitsche

Am Sonntag will Lokalmatadorin Annekatrin Thiele, olympische Silbermedaillengewinnerin von London, wieder angreifen. Eingeweiht wird auch das Sparkassen-Ruderzentrum im Bootshaus Burghausen.

Es reicht. Alle haben den Kanal voll vom Super-Winter, der nur noch nervt. "Das ist uncool, so krass. Die Kälte tut richtig weh", wettert Annekatrin Thiele (28) über den extremen Frischluft-Kick. Die mit olympischem Lorbeer im Doppelvierer dekorierte Wiking-Frau hat es im neuen Jahr auch schon schöner gehabt. Im Trainingscamp in Südfrankreich Mitte März startete sie die Saison planmäßig. Doch zurück im Leipziger Kühlschrank liefen die Wassereinheiten nur eingeschränkt. Erst seit Ostermontag konnten die Ruderer wieder ihr Revier in Burghausen nutzen. Heldenhaft und trotzig. "Ich bin leicht verschnupft, aber dennoch für die Langstrecke ganz optimistisch", sagt Polizeimeisterin Thiele, die in den vergangenen drei Jahren den Konditionstest über 6 km gewinnen konnte.

Organisatorische Kopfstände, die die Wiking-Crew aufgrund von Eiszeiten/Hochwasser machen muss, sind nicht neu. Schon 2010 wurde es eng mit der Vorbereitung. 2006 lag bereits Plan B bereit (kürzere Strecken). Doch letztlich fanden die Aktiven beste Bedingungen vor. Eine Absage kam in der Regatta-Geschichte (nunmehr 45. Auflage) nicht vor. "Wir haben es immer hinbekommen", weiß Erfolgscoach Angelika Noack (60), die dieser Tage neben ihrem Trainingspart auch noch als "Pflanzenfischerin" unterwegs war. Die Fahrrinne muss frei sein. "Die Zeit ist ein bisschen knapp, aber wir schaffen das", ist sich die ehemalige Weltklasse-Ruderin Angelika Noack sicher. Daran hegt ebenso Wiking-Präsident Thomas Krümmling keine Zweifel. "Wir werden wieder gute Gastgeber sein und freuen uns besonders auf die Einweihung des Sparkassen-Ruderzentrums", betont Krümmling. Im neuen Bootshaus (Richtfest war Ende Februar) geht der Innenausbau voran. Künftig werden hier die Athleten des Bundes- und Landesstützpunktes sowie Lehrgangsgäste optimale Bedingungen vorfinden.

500 Regatta-Teilnehmer werden am Sonntag ab 9 Uhr in Burghausen erwartet. Doch ein Olympiasieger fehlt definitiv. Philipp Wende (27), der mit dem Doppelvierer auf dem Dorney Lake triumphierte, danach zig Würdigungen erfuhr, Ehrenbürger von Wurzen ist, nimmt sich eine Auszeit - für den Studium-Endspurt. "Die letzten Prüfungen habe ich vor Ostern abgelegt, mit der Diplomarbeit will ich Mitte Mai fertig sein", steckt der angehende Bohrtechniker seinen persönlichen Kurs ab. Derzeit fährt er Ski in Oberstdorf, am Sonntag steht der Halbmarathon von Wurzen nach Grimma auf Sportfreund Wendes Plan.

Wie gut oder schlecht die Ruder-Asse über den XXL-Winter gekommen sind, wird sich der neue DRV-Cheftrainer Marcus Schwarzrock (Ratzeburg) in Leipzig genau anschauen. Der 46-Jährige (Gold mit dem Männer-Doppelvierer in London) folgte Hartmut Buschbacher. Dieser hatte seinen Vertrag mit dem Verband nicht verlängert, um sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Vor dem langen Kanten wartet am Sonnabend der Ruderergometertest (2000 m) in der Halle des Sportgymnasiums. Neben Annekatrin Thiele werden Anne Dietrich, Josef und Franz Krümmling sowie Florian Eidam für den hiesigen Stützpunkt kämpfen. Nach der Doppelbelastung gibt die individuelle Note den Ausschlag, wer in dieser WM-Saison mit wem in einem Boot sitzen wird. "Ich trete nicht an um zu sagen, ich fahre hinterher. Ich will vorn sein", versichert Annekatrin Thiele. Es winkt ihre Lieblingsdiziplin Doppelzweier.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.04.2013

Kerstin Förster

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