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6. Leipziger Firmenlauf: Lorbeer als Auszeichnung für die Rohr-Schlepper

6. Leipziger Firmenlauf: Lorbeer als Auszeichnung für die Rohr-Schlepper

Am Ende tanzten sie zum Superhit "YMCA" auf der Showbühne. Die Mannschaft mit den gelben Helmen und den gelben T-Shirts erinnerte auf der Fünf-Kilometer-Strecke rund um das Sportforum ein wenig an die Village People.

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Die Mannschaft der Firma Ontras gewinnt die Publikumswertung für das originellste Kostüm.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Nur ihr gelbes Rohr passte da nicht so recht ins Bild. Doch es stand symbolisch für ihr Unternehmen Ontras.

Das knapp vier Meter lange Rohr der Firma bescherte dem Team den Kreativpreis, der nach dem Leipziger Firmenlauf durch Applaus-Lautstärke vergeben wurde. Da insgesamt rund 40 Leute aus der Ontras-Belegschaft im Zielbereich kräftig klatschten, hatte es die kostümierte Konkurrenz schwer. Entsprechend demütig klangen die Töne von Gewinner und Rohrträger Denis Gerhardt hinterher: "Die anderen Firmen hatten auch super Kostüme. Wir hatten eigentlich gar nicht mit dem Preis spekuliert", sagte der Gohliser. Umso schöner die Überraschung.

Getreu dem Motto "Auffallen um jeden Preis" trafen sich die Ontras-Mitarbeiter für den Gag Tage zuvor in einer Garage und bastelten dort gemeinsam das ungewöhnliche Laufutensil. "Am schwierigsten war eigentlich das Lagern und der Transport", erzählte der 32-jährige Tino Falley aus Leipzig. "Mit dem Rohr wird man auf der Straße nur blöd angeschaut."

Beim Firmenlauf wurde es hingegen ein Schaulaufen. Da spielten die Laufzeiten keine Rolle. "Die waren völlig egal", meinte Gerhardt, der seine Zeit gar nicht kennt. Wie sah dann die Vorbereitung für den Lauf aus? "Sehr individuell", lacht Gerhardt. Also sehr spärlich.

Andere Starter besuchten dagegen ein Boot Camp, um intensiv zu trainieren. So zum Beispiel Jenni Gerstner aus Delitzsch. "Da haben wir viel Lauf-Abc gemacht", gibt sie einen Einblick in die Übungen, die im Johanna Park angeboten wurden. Sechs Mal war sie dort. "Jetzt bin ich froh, dass ich durchgehalten habe", berichtete die Läuferin hinterher. Laufzeit: egal. Auch Melanie Nowak, die nach dem Sportereignis noch zur Musik an der Bühne tanzte, schaute nicht auf die Stoppuhr. "Ich bin hier, um Spaß zu haben", erzählte die Leipzigerin. Da saß die hellblaue Perücke immer noch perfekt auf ihrem Kopf.

Veranstalter Conrad Kebelmann von der Sportmacher GmbH sagte angesichts der Rekordteilnehmerzahl von 8000 Startern und knapp 7500 Zieleinläufen: "Für das nächste Jahr wünsche ich mir einfach nur einen Firmenlauf, den ich nicht verschieben muss." Hintergrund: Unmittelbar vor dem eigentlich am 4. Juni geplanten Lauf mussten er und die Standbetreiber ihre Zelte wieder abbrechen. Das Hochwasser zwang sie zur kurzfristigen Absage.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.07.2013

Stefan Schröter

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