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ATV-Frauen und ihr Hockey-Hammer

ATV-Frauen und ihr Hockey-Hammer

"Hammer", haute Antonia Hemprich gestern unmittelbar nach dem historischen Erfolg in die Tasten des sozialen Netzwerkes und gratulierte ihren Hockey-Freundinnen des ATV zum Playoff-Einzug der besten Acht unterm deutschen Hallendach.

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Geballte Hockey-Freude: Die ATV-Frauen feiern mit ihrem Trainer Axel Thieme den erstmaligen Einzug in die Playoffs der deutschen Meisterschaft.

Quelle: förster

Leipzig. Selbst hatte sich die 19-Jährige noch zu Beginn der Feldsaison 2014/15 in den Dienst der Mannschaft gestellt, ehe sie ihr Medizinstudium in Würzburg begann. Ärztliche Hilfe? Seelsorger hätten am Wochenende in der finalen Gruppenphase und am Leipziger Treiben ihre Freude gehabt!

Einfach wäre gewesen, wenn die aufstrebenden ATV-Damen am Sonnabend ihren ärgsten Verfolger Lichterfelde in die Knie gezwungen oder die Oststaffel-Zweiten dem Dritten wenigstens ein Pünktchen aus dem Kreuz geleiert hätten. Nein, 5:8 (0:3) ging's in Berlin aus und angeführt von Trainer Axel Thieme voller Vorfreude zurück. Die Aufmunterungen in der Netz-Pipeline überschlugen sich. "Abhaken, tolle Aufholjagd." Mit den Fans im Rücken haut ihr die Wespen aus der Halle." "Kopf hoch, Mädels." Neues Spiel, neues Glück."

Der geforderte Stich ins Nest der Zehlendorfer Wespen begann jedoch einer Mücke gleich. Dabei boten gestern ATV-Familie und Anhang in der Sporthalle Rabet eine grandiose Kulisse (300 am Daumendrücken) - und alle mussten so lange leiden. 0:3 hieß es nach sieben Minuten aus Sicht der Gäste, 2:3 lag ATV zur Pause hinten.

"Die Beine waren nicht aktiviert, der Kopf vernebelt und die Angst vorm Gewinnen sichtbar", stellte Coach Thieme fest. Erst das Torsignal von Kapitän Nadine Schwarte zum 1:3 habe alle Spielerinnen auf den Plan gerufen.

Die kollektive Auf- und Überholjagd mit den Stationen 3:3 (Nancy Rudolph/39.), 4:4 (Vanessa Wenzel/46.), 5:4 (Nadine Schwarte/58.) und 6:4 in der Schlusssekunde (Vanessa Wenzel) sowie glänzenden Paraden von Keeperin Karoline Amm fand im Kreisch-Alarm der Tribünengäste das gute Ende. Dazu gesellte sich frohe Botschaft vom Osternienburger HC, dessen Mädels die Lichtenbergerinnen mit 3:2 bezwangen.

Tränen rannen, der Sekt floss aus zahlreichen Flaschen, die Gratulanten wie Wegbereiterin Ulrike Sluga standen Schlange. "Wir haben Geduld bewiesen und klar unser Ziel verfolgt. Es ist nur ein Zwischenziel, es kann noch besser werden", spielte Trainer Axel Thieme, dessen sportbegeisterter Arbeitgeber Uwe Rothkegel im Fanblock mitfieberte, auf die folgenden, wenn es optimal läuft, drei Partien an. Im Viertelfinale wartet zunächst Düsseldorf.

"Das Team hat unheimlich gekämpft und sich für die harte Arbeit belohnt. Als Außenseiter besitzen wir jetzt alle Chancen", sagte Torschützin Nancy Rudolph. Für Torhüterin Karoline Amm war der Playoff-Hammer ein vorgezogenes Geschenk zum morgigen 27. Geburtstag und für die WM-Botschafterin eine gelungene Ansage aus lokaler Sicht. Das Meisterschaftsfinale in Berlin findet unmittelbar vor den Weltmeisterschaften in der Leipziger Arena statt (4.-8. Februar).

ATV: Amm; Wenzel 6, Schwarte 2, Kappler 1, Ziane, Maichrowitz, Benedix 1, Zschieschang, Rudolph 1, Schubert, Göbel, Schniewind, Nägler.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.01.2015
Kerstin Förster

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