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Absage von Sachsenring-Grand-Prix ruft Protest in der Politik hervor

Absage von Sachsenring-Grand-Prix ruft Protest in der Politik hervor

Hohenstein-Ernstthal/Dresden. Die Absage des Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring 2012 hat zu heftigen Protesten in der Politik geführt. „Der ADAC trägt die alleinige Verantwortung“, heißt es in einer unter anderem vom Zwickauer Landrat Christoph Scheurer, dem Oberlungwitzer Bürgermeister Steffen Schubert, dem Bundestagsabgeordneten Marco Wanderwitz und Landesparlamentarier Jan Hippold (alle CDU) unterzeichneten Erklärung vom Mittwoch.

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Motorradrennen auf dem Sachsenring (Archivfoto)

Quelle: dpa

Für die Absage in Sachsen hatte der ADAC vor allem finanzielle Gründe angegeben. Der Vermarkter der Motorrad-Weltmeisterschaft verlangt für einen Grand Prix zukünftig doppelt so viel Geld wie bislang. Der ADAC wollte die Summe nicht allein stemmen, da der Grand Prix in den vergangenen zwei Jahren ein Defizit von jeweils 600.000 Euro verursacht habe, hieß es am Dienstag vonseiten des Automobilclubs.

Es sei nicht nachvollziehbar, dass der ADAC seine Einnahmen nicht erhöhen könne, monierten nun die Politiker. Beanstandet wird auch, dass er keine „prüffähigen Zahlen und Verträge“ vorgelegt habe, um seine Defizite zu belegen. „In geschlossene Geschäftsbücher Steuergelder zu geben, wäre unverantwortlich“, heißt es in der Erklärung. Und weiter: „Wir sind nach wie vor bereit mitzuwirken, um den Grand Prix zu halten, möglichst bereits die Veranstaltung 2012 nicht weggehen zu lassen. Der ADAC muss dazu aber vorlegen.“

Das jährliche Spektakel auf dem Sachsenring verzeichnete zuletzt 230.000 Zuschauer. Der Region brachte der Grand Prix zuletzt einen Umsatz von etwa 30 Millionen Euro ein.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Torsten Herbst, forderte unterdessen eine gemeinsame Kraftanstrengung in Sachsen, um den Grand Prix 2013 wieder nach Sachsen zu holen. „Große Sportveranstaltungen dürfen kein Verlustgeschäft sein, aber mit der Verdoppelung der Lizenzgebühren gefährdet der spanische Vermarktungskonzern offenbar aus reiner Profitgier ein erfolgreiches sächsisches Rennsportprojekt“, sagte Herbst.

dpa

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