Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Ära ist zu Ende: Dessau-Roßlauer HV steigt nach 19 Jahren aus der Zweiten Liga ab

Ära ist zu Ende: Dessau-Roßlauer HV steigt nach 19 Jahren aus der Zweiten Liga ab

Dessau-Roßlau. Nach 610 Begegnungen in der zweiten Liga, 276 Siegen, 68 Unentschieden und 266 Niederlagen kam das Aus. Der Dessau-Roßlauer HV muss nach der 25:32 (9:16)-Niederlage im ersten Relegationsspiel beim SC DHfK Leipzig den bitteren Gang in die Regionalliga antreten.

Voriger Artikel
Endloser Jubel: Der SC DHfK steigt durch ein 32:25-Sieg gegen Dessau in Liga zwei auf
Nächster Artikel
Dynamo-Fans im Visier: DFB ermittelt nach Prügelszenen in Osnabrück

Der Dessauer Patrick Heddrich (links) wird nach der Niederlage gegen den SC DHfK vom Leipziger Steve Baumgärtel getröstet.

Quelle: Christian Nitsche

Damit geht eine Ära zu Ende. 19 Jahre lang gehörte die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt zur zweithöchsten deutschen Spielklasse, überstand dabei auch drei Insolvenzen. „Realistisch betrachtet hatten wir gegen Leipzig nicht den Hauch einer Chance. Nur beim 0:0 stand es einmal unentschieden. Der Gegner wusste, worum es ging. Unsere Spieler haben dem Druck nicht standgehalten“, lautete der Kommentar vom DRHV-Präsidenten Thomas Zänger nach dem Debakel beim Meister der 3. Liga Ost.

Die Qualifikation für die eingleisige zweite Liga hat das Zweitliga-Urgestein jedoch nicht in den 60 Minuten in Leipzig verspielt. Mit Ach und Krach erreichte der DRHV durch den 31:29-Erfolg am letzten Spieltag in Emsdetten den Relegationsplatz. „An diese großartige Leistung konnten wir in Leipzig nicht anknüpfen. Das war jedoch symptomatisch für die ganze Saison. Wir waren nicht in der Lage, einen erfolgreichen Auftritt in der nächsten Partie zu bestätigen und haben zu viele Zähler gegen schwächere Gegner verschenkt“, erklärte Zänger. Die schlechte Bilanz von 5:11 Punkten aus den Duellen gegen die Kellerkinder SC Magdeburg II, VfL Edewecht, Füchse Berlin II und HSG Varel verbaute dem Team aus Sachsen-Anhalt den Weg unter die besten neun Mannschaften und damit die direkte Qualifikation zur eingleisigen zweiten Liga. Nur gegen Schlusslicht HC Aschersleben gelangen zwei Erfolge.

Doch Zänger kreidet nicht nur der Mannschaft und dem am 8. Mai nach der 28:29-Heimpleite gegen Füchse Berlin II entlassenen Coach Peter Pysall die Schuld am Abstieg an. „Natürlich haben wir als Vorstand auch Fehler gemacht, weil wir unser Ziel nicht erreicht haben. In wirtschaftlicher Hinsicht haben wir zwar nichts verkehrt gemacht, doch im sportlichen  Bereich hat es nicht gestimmt. Die Qualität des Kaders hätte für den neunten Platz reichen müssen. Aber die Einstellung und der letzte Siegeswille haben der Mannschaft zu oft gefehlt“, sagte der Präsident. Der Vorstand hat bei der Trainerpersonalie viel zu spät die Reißleine gezogen.

Zänger begreift den Abstieg jedoch auch als Chance für einen Neuanfang. „Unsere Vision ist der sofortige Wiederaufstieg mit einer Mannschaft, die dieses Vorhaben auch umsetzen kann. Einige Spieler, die in Leipzig auf dem Parkett standen, werden nicht mehr das Trikot des DRHV tragen. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob sie noch einen gültigen Vertrag haben“, kündigt der Präsident gravierende personelle Konsequenzen an.

Karsten, Roloff, dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.