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Ärger mit BAK, Entwarnung bei Christoph Schmidt

Ärger mit BAK, Entwarnung bei Christoph Schmidt

Als ob es beim Tabellenletzten der Fußball-Regionalliga nicht genug sportliche und finanzielle Probleme gäbe. Jetzt gerät der 1 FC Lok Leipzig noch aus anderen Gründen ins Rampenlicht: Denn das NOFV-Sportgericht muss sich mit ihm beschäftigen, weil während des mit 0:2 verlorenen Spieles gegen den Berliner AK (BAK) und danach Verantwortliche des Gäste-Klubs angegriffen worden seien.

Leipzig. Das wird indes von den Bossen des Probstheidaer Klubs bestritten, die gestern sogar Strafanzeige wegen Verleumdung gegen den BAK stellten.

Das Sportgericht hat bereits ein Verfahren eröffnet, weil kurz vor Schluss ein Knallkörper gezündet worden ist, erklärt dessen Vorsitzender Stephan Oberholz (Leipzig). Ein Urteil sei Anfang bis Ende nächster Woche zu erwarten. Aber nur, wenn keine mündliche Verhandlung notwendig wird. Der Werfer des Knallkörpers ist Lok bekannt. "Er bekommt Stadionverbot. Außerdem werden wir uns bei einer Strafe das Geld von ihm auf offiziellem Wege zurückholen", sagt Loks Vorstandsmitglied René Gruschka.

BAK-Präsident Mehmet Ali Han macht in seiner offiziellen Erklärung dem 1. FC Lok schwere Vorwürfe: "Einhellig berichten Vertreter des Präsidiums, deren Familienangehörige sowie einige deutsche und türkische Väter von BAK-Spielern, auf der Haupttribüne sowie im VIP-Raum des Bruno-Plache-Stadions u.a. rassistisch beleidigt, mitunter brutal angerempelt und mit Bier überschüttet worden zu sein."

Von rassistischem Fehlverhalten ist in der Klageschrift des BAK-Präsidenten Mehmet Ali Han allerdings nicht die Rede, erklärt Oberholz. Lok-Vorstandsmitglied René Gruschka hatte sich gestern zudem bei der Polizei erkundigt, ob dort entsprechenden Anzeigen des BAK vorliegen. Das wurde von den Ordnungshütern verneint.

Aufgrund dieses Verhaltens des Klubs aus der Hauptstadt erstattete der 1. FC Lok gestern Anzeige bei der Polizei gegen den BAK wegen Verleumdung, die unter anderem zur Rufschädigung führt. Zudem hat der Probstheidaer Verein beim Gericht eine einstweilige Verfügung beantragt, dass die Vertreter des Berliner AK ihre Äußerungen, was gewalttätige und rassistische Angriffe durch Lok-Fans betrifft, zu unterlassen haben.

Lok-Trainer Carsten Hänsel indes hat ganz andere Sorgen. Er muss sein Team auf das sonntägliche Heimspiel (14 Uhr) in der zweiten Runde des Sachsenpokals gegen Einheit Kamenz vorbereiten.

Glücklicherweise Entwarnung gibt es bei Christoph Schmidt. Am Donnerstag war der 20-Jährige nach einem Zweikampf im Training unglücklich auf die Schulter gefallen, hatte sich dann vor Schmerzen gekrümmt, worauf Hänsel sofort den Notarzt rufen ließ (diese Zeitung berichtete). Der Mediziner renkte dem Spieler vor Ort die Schulter ein. Schmidt wurde mit dem Rettungswagen ins Park-Krankenhaus gebracht, aus dem er bereits gestern wieder entlassen wurde. Nach der MRT-Untersuchung wird entschieden, ob er operiert werden muss. Norbert Töpfer

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.09.2013

Norbert Töpfer

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