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Alexander Flemming - Tischtennis-Zauberer von Bamberg

Alexander Flemming - Tischtennis-Zauberer von Bamberg

Der Leipziger Tischtennisspieler Alexander Flemming sorgte mit seinem dritten Platz und dem Titel im Doppel mit Partner Jörg Schlichter (29) für einen Paukenschlag.

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Der Leipziger Tischtennisspieler Alexander Flemming bejubelt einen seiner zahlreichen Siege bei den deutschen Meisterschaften.

Quelle: Erik Thomas

Leipzig. Der 25-jährige Zweitligaspieler (Hilpoltstein) profitierte dabei nicht vom Losglück, sondern schaltete auch zwei starke Erstliga-Akteure von Borussia Düsseldorf aus. Seine Fans nannten ihn gar den "Zauberer von Bamberg". Parallel zum Sport hat er stets Wert auf seine Ausbildung gelegt. Derzeit arbeitet Flemming am Bachelor-Abschluss seines Wirtschaftswissenschaften-Studiums.

Frage: War die Meisterschaft der größte Tag Ihrer Laufbahn?

Alexander Flemming: Mit Abstand, besser gehts nicht. Dabei habe ich mich vorher schlecht gefühlt, hatte Prüfungsstress, im Training lief es nicht, und dann passt plötzlich alles. Damit hatte ich nie gerechnet.

Was ist Ihnen wertvoller, der zweite Doppeltitel Ihrer Laufbahn nach 2009 oder der dritte Platz im Einzel?

Ich schätze beides gleich ein. Bisher war es für mich schon ein Erfolg, im Einzel das Achtelfinale zu erreichen. Und jetzt hatte ich im Halbfinale plötzlich den Weltklassemann Timo Boll als Gegner. Und im Doppel ist die Freude natürlich riesig, weil ich sie mit Jörg Schlichter teilen konnte. Das war ein herrliches Gefühl, weil wir uns auch menschlich so gut verstehen, obwohl wir so weit entfernt voneinander wohnen. Hinzu kommt, dass wir im Halbfinale einen 0:3-Satzrückstand gegen Philipp Floritz/Zoltan Fejer- Konnerth aufholen konnten. Das war schon eine kritische Situation.

Um solch einen Erfolg als Zweitliga-Spieler zu landen, ist sicher auch etwas Losglück nötig?

Das Gegenteil war der Fall. Im Achtelfinale konnte ich Patrick Baum besiegen. Und eine Runde später habe ich Ricardo Wolter ausgeschaltet. Beide spielen beim Bundesliga-Tabellenführer Borussia Düsseldorf. Und Baum war immerhin 2010 und 2011 Vize-Europameister. Sicher waren diese Gegner nicht in Topform. Aber ich bin auch über mich hinausgewachsen

Haben diese Profis Sie unterschätzt?

Das kann ich nicht beurteilen. Es kamen mehrere Dinge zusammen. Mein Vorteil war, dass ich unbelastet in diese Meisterschaft gegangen bin. Von mir erwartet niemand Medaillen. Außerdem hatte ich Heimvorteil, weil ich ja für einen bayrischen Zweitliga-Verein spiele. Die 2500 Leute haben mich richtig angefeuert. Das hat mich nicht nervös gemacht, sondern eher motiviert.

Hatten Sie im Halbfinalmatch gegen Timo Boll Herzrasen?

Das hielt sich in Grenzen. Für meine Verhältnisse habe ich super gespielt. Ich glaube, dass es für die Zuschauer auch unterhaltsam war. Im dritten Satz hatte ich drei Satzbälle. Leider hat es nicht gereicht.

Hatten Sie die Chance, mit dem Superstar mal zu reden? Nein, es blieb nur beim Handschlag nach dem Match. Das war einfach Pech. Ich hatte schon mal die Chance, mit ihm zu reden. Er ist ein netter Typ.

Haben Sie sich angesichts dieses klasse Auftritts schon mal Gedanken darüber gemacht, es als Profi zu versuchen?

Nein. Ich bin zufrieden mit meinem Weg, Sport und Studium parallel zu betreiben. Ich hatte ja auch nie eine Förderung des Deutschen Tischtennis-Bundes. Deshalb möchte ich versuchen, den halbprofessionellen Status auch beizubehalten, wenn ich nach meinem Studium einem Job nachgehe.

Interview: Norbert Töpfer

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.03.2013

Norbert Töpfer

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